Fußbank für den Garten selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt
Diese Bauanleitung beschreibt eine stabile Fußbank für den Garten aus witterungsgeeignetem Holz. Das fertige Projekt eignet sich als Fußablage vor Gartenstuhl, Liege oder Bank, kann aber auch als niedriger Beistellhocker für eine Pflanzschale oder ein Tablett genutzt werden. Gebaut wird eine kompakte Fußbank mit verschraubtem Rahmen, vier kräftigen Beinen, drei Deckbrettern und kleinen Gummifüßen gegen stehende Feuchtigkeit.
Projektübersicht: Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad
Inhaltsverzeichnis
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Projektart | Fußbank für den Garten aus Holz, verschraubt, mit offener Lattenauflage |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach bis mittel; geeignet für Heimwerker mit Grundkenntnissen im Sägen, Bohren und Verschrauben |
| Zeitbedarf | Etwa 4 bis 6 Stunden inklusive Zuschnitt, Schleifen und erstem Ölauftrag |
| Benötigte Personen | 1 Person; beim Ausrichten und Verschrauben ist eine zweite Person hilfreich, aber nicht zwingend nötig |
| Kostenrahmen | Je nach Holzart und vorhandenen Resten etwa 30 bis 70 Euro |
| Typische Abmessungen | Beispielmaß fertig: ca. 600 mm Länge × 301 mm Tiefe × 274 mm Höhe |
| Geeignete Materialien | Douglasie, Lärche, Robinie oder kesseldruckimprägniertes Konstruktionsholz; Schrauben aus Edelstahl A2 |
Planung und passende Maße für die Garten-Fußbank
Die Fußbank soll niedrig genug sein, damit die Beine beim Sitzen entspannt aufliegen, aber hoch genug, damit die Füße nicht direkt auf dem Boden stehen. Für die meisten Gartenstühle passt eine Höhe zwischen 240 und 300 mm gut. Das hier beschriebene Muster hat eine fertige Höhe von etwa 274 mm. Diese setzt sich aus 250 mm Beinlänge und 24 mm starken Deckbrettern zusammen. 274 mm entsprechen 27,4 cm und sind für eine Fußablage realistisch.
Die Länge von 600 mm bietet genug Platz für beide Füße, ohne dass die Bank sperrig wird. Die Tiefe von 301 mm entsteht aus drei Terrassendielen mit je 95 mm Breite und zwei Fugen mit je etwa 8 mm. Diese offenen Fugen sind wichtig, weil Regenwasser ablaufen kann und das Holz schneller trocknet. Für eine reine Fußbank reicht diese Größe gut aus. Soll die Bank zusätzlich als niedriger Hocker dienen, sollte die Konstruktion nicht wesentlich kleiner gebaut werden.
Der Standort beeinflusst die Ausführung. Auf einer Terrasse oder einem festen Plattenbelag sind Gummifüße sinnvoll, weil sie die Holzbeine vom nassen Untergrund trennen. Auf Rasen oder Erde sollte die Fußbank nicht dauerhaft stehen bleiben, da Holz dort schnell Feuchtigkeit zieht. Wird sie regelmäßig im Garten genutzt, sollte sie nach Gebrauch auf Pflaster, Holzdeck oder unter ein Dach gestellt werden.
Die Konstruktion besteht aus vier Beinen, einem umlaufenden oberen Rahmen, einer mittleren Querstrebe und drei Deckbrettern. Die Last wird über die Deckbretter auf Rahmen und Beine abgetragen. Die Bank ist als Fußablage geplant, nicht als vollwertige Sitzbank für mehrere Personen. Wenn sie gelegentlich als kurzer Sitzhocker genutzt wird, sollte sie sauber verschraubt, rechtwinklig gebaut und nicht aus zu dünnem Holz gefertigt werden. Die hier verwendeten 45 × 45 mm Beine und 45 × 70 mm Rahmenleisten sind dafür ausreichend robust.
Wenn du die Maße anpassen möchtest, bleibt die Grundregel einfach: Die Deckbretter dürfen seitlich und an den Enden etwas überstehen, der tragende Rahmen darunter muss aber ausreichend groß bleiben. Bei einer längeren Fußbank sollte der Rahmen nicht mehr als etwa 80 mm je Seite unter den Deckbrettern zurückspringen. Wird die Bank länger als 700 mm, empfiehlt sich eine zweite mittlere Querstrebe. Bei größerer Tiefe kannst du eine vierte Diele ergänzen. Dann muss auch die Rahmentiefe entsprechend wachsen, damit die äußeren Bretter nicht frei in der Luft hängen.
Alle technischen Maße in dieser Anleitung werden in Millimetern angegeben. 600 mm sind 60 cm, 300 mm sind 30 cm und 1000 mm entsprechen 100 cm beziehungsweise 1 m. So bleiben Zuschnitt, Bohrabstände und Tabellen eindeutig.
Materialliste für die Garten-Fußbank
| Material | Menge | Abmessungen | Verwendung |
|---|---|---|---|
| Terrassendiele aus Lärche oder Douglasie | 3 Stück Berechnung: 3 Bretter ergeben mit 2 Fugen die Auflagefläche |
24 × 95 × 600 mm | Obere Fußauflage mit Wasserablauffugen |
| Vierkantholz aus Lärche oder Douglasie | 4 Stück | 45 × 45 × 250 mm | Vier tragende Beine |
| Konstruktionsholz für Längsrahmen | 2 Stück | 45 × 70 × 430 mm | Lange Rahmenteile zwischen den Beinen |
| Konstruktionsholz für Querrahmen | 2 Stück | 45 × 70 × 170 mm | Kurze Rahmenteile an den Stirnseiten |
| Vierkantholz für Mittelstrebe | 1 Stück | 45 × 45 × 170 mm | Zusätzliche mittlere Auflage unter den Deckbrettern |
| Edelstahlschrauben A2 | 24 Stück 16 Stück für Rahmen, 4 Stück für Mittelstrebe, Reserve einplanen |
5 × 70 mm | Verbindung von Rahmenleisten, Beinen und Mittelstrebe |
| Edelstahlschrauben A2 | 24 Stück 18 Stück für Deckbretter, Reserve einplanen |
4,5 × 50 mm | Befestigung der drei Deckbretter auf Rahmen und Mittelstrebe |
| Gummifüße mit Schraubloch | 4 Stück | ca. 35 × 10 mm | Abstand zwischen Holzbeinen und feuchtem Untergrund |
| Edelstahlschrauben A2 für Gummifüße | 4 Stück | 4 × 25 mm | Befestigung der Gummifüße an den Beinunterseiten |
| Hirnholzschutz | ca. 100 ml | für Außenholz geeignet | Schutz der Schnittflächen gegen Wasseraufnahme |
| Terrassenöl oder Außenholzöl | ca. 250 ml | farblos oder pigmentiert | Oberflächenschutz für alle sichtbaren Holzflächen |
| Abstandsklötzchen | 2 Stück | 8 mm Stärke | Gleichmäßige Fugen zwischen den Deckbrettern beim Verschrauben |
Werkzeugliste für die Garten-Fußbank
| Werkzeug | Verwendungszweck | mögliche Alternative |
|---|---|---|
| Zollstock | Messen aller Längen und Kontrollmaße | Maßband |
| Bleistift | Anzeichnen von Schnittlinien und Bohrpunkten | Markierstift für Holz |
| Schreinerwinkel | Rechtwinklige Schnittlinien und Rahmenkontrolle | Anschlagwinkel |
| Kappsäge | Gerade Zuschnitte der Bretter, Rahmenleisten und Beine | Handkreissäge oder Feinsäge mit Schneidlade |
| Akkuschrauber | Vorbohren, Senken und Eindrehen der Schrauben | Bohrmaschine mit Bitaufnahme |
| Holzbohrer 3 mm | Vorbohren für 4 × 25 mm und 4,5 × 50 mm Schrauben | Kombibohrer mit passendem Durchmesser |
| Holzbohrer 4 mm | Vorbohren der Rahmenverbindungen für 5 × 70 mm Schrauben | Senkerbohrer mit Vorbohrspitze |
| Kegelsenker | Versenken der Schraubenköpfe bündig zur Holzoberfläche | Kombisenker |
| Schraubzwingen | Fixieren von Beinen, Rahmen und Deckbrettern beim Verschrauben | Einhandzwingen |
| Wasserwaage | Kontrolle der ebenen Auflage und des fertigen Standes | Gerade Richtlatte mit Kontrolle per Augenmaß |
| Exzenterschleifer | Schleifen größerer Flächen und Kanten | Schleifklotz |
| Schleifpapier Körnung 80, 120 und 180 | Entgraten, Glätten und Vorbereitung der Öloberfläche | Schleifvlies für den Feinschliff |
| Pinsel | Auftragen von Hirnholzschutz und Holzöl | Öltuch für Flächen |
| Sauberes Baumwolltuch | Abnehmen von überschüssigem Öl | Fusselfreier Lappen |
| Schutzbrille | Schutz beim Sägen, Bohren und Schleifen | Keine sinnvolle Alternative |
Zuschnitt und Vorbereitung der Fußbank-Bauteile
Prüfe vor dem Zuschnitt jedes Holzstück. Für Beine und Rahmen sollten keine tiefen Risse, losen Äste oder stark verdrehten Stücke verwendet werden. Terrassendielen dürfen eine leichte Wölbung haben, sollten aber nicht so krumm sein, dass sie sich nur mit Gewalt auf den Rahmen ziehen lassen. Lege die schönsten Seiten der Deckbretter nach oben und markiere sie auf der Rückseite, damit du beim Bauen nicht durcheinanderkommst.
Miss alle Zuschnitte mit dem Zollstock an und übertrage die Linien mit dem Schreinerwinkel. Gerade, rechtwinklige Schnitte sind bei dieser Fußbank wichtiger als komplizierte Verbindungen. Wenn die Beine unterschiedlich lang werden, wackelt die Bank später. Schneide daher die vier Beine möglichst mit einem Anschlag auf identische Länge. Nach dem Sägen werden alle Schnittkanten mit Körnung 80 gebrochen, anschließend mit Körnung 120 geglättet. Sichtbare Kanten der Deckbretter dürfen leicht gerundet werden, damit die Füße angenehm aufliegen.
| Bauteil | Anzahl | Zuschnittmaß | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Deckbrett | 3 | 24 × 95 × 600 mm | Sichtseite nach oben sortieren |
| Bein | 4 | 45 × 45 × 250 mm | Alle Beine exakt gleich lang schneiden |
| Längsrahmen | 2 | 45 × 70 × 430 mm | Stehend einbauen, 70 mm Höhe |
| Querrahmen | 2 | 45 × 70 × 170 mm | Zwischen die kurzen Seiten setzen |
| Mittelstrebe | 1 | 45 × 45 × 170 mm | Mittig unter den Deckbrettern montieren |
Vorbohren ist bei dieser Fußbank Pflicht, besonders bei Lärche und Douglasie. Beide Holzarten können bei randnahen Schrauben aufspalten. Für die 5 × 70 mm Schrauben bohrst du mit 4 mm vor. Für die Deckbretter und Gummifüße reicht ein 3 mm Bohrer. Die Schraubenköpfe werden leicht gesenkt, aber nicht tief ins Holz gezogen. Zu tiefe Schraubenköpfe bilden kleine Wassermulden.
Schritt-für-Schritt-Bauanleitung für die Garten-Fußbank
Schritt 1: Bauteile kontrollieren und Sichtseiten festlegen
Lege alle zugeschnittenen Teile auf eine ebene Fläche und kontrolliere die Maße. Die drei Deckbretter müssen jeweils 600 mm lang sein, die vier Beine jeweils 250 mm. Kleine Abweichungen von 1 mm an nicht tragenden Teilen sind meist unkritisch, bei den Beinen solltest du genauer arbeiten. Markiere die Oberseite der Deckbretter mit einem kleinen Bleistiftzeichen auf der späteren Unterseite. Suche bei den Beinen die schönere Seite nach außen aus. Die Rahmenleisten werden später größtenteils verdeckt, sollten aber gerade sein. Prüfe außerdem, ob die beiden 430 mm langen Längsrahmen und die beiden 170 mm langen Querrahmen sauber rechtwinklig geschnitten sind. Ein typischer Fehler ist, sofort zu schrauben und erst danach festzustellen, dass ein verdrehtes Holzstück den Rahmen schief zieht. Korrekt vorbereitet ist alles, wenn die Teile paarweise gleich lang sind und sich trocken zu einem rechteckigen Rahmen zusammenlegen lassen.
Schritt 2: Kanten schleifen und Schnittflächen vorbereiten
Schleife alle Bauteile vor der Montage. Das ist einfacher als nach dem Zusammenbau, weil du jede Fläche gut erreichst. Beginne mit Schleifpapier Körnung 80 an rauen Schnittkanten und wechsle danach auf Körnung 120. Die Oberseiten und Längskanten der Deckbretter dürfen zusätzlich mit Körnung 180 geglättet werden. Runde die oberen Kanten nur leicht ab; eine starke Rundung ist nicht nötig und kann die Auflagefläche unruhig wirken lassen. An den Beinen genügt es, scharfe Kanten zu brechen, damit keine Splitter entstehen. Verwende Exzenterschleifer oder Schleifklotz und arbeite immer in Faserrichtung nach. Achte darauf, die Stirnseiten der Beine nicht schräg abzuschleifen, sonst kann die Bank später wackeln. Ein korrektes Ergebnis erkennst du daran, dass keine scharfen Kanten, Ausrisse oder losen Fasern mehr fühlbar sind und die Deckbretter angenehm glatt wirken.
Schritt 3: Ersten Längsrahmen mit zwei Beinen verbinden
Beginne mit einer langen Seite der Fußbank. Lege einen 430 mm langen Längsrahmen flach auf die Werkbank, stelle ihn aber in seiner späteren Einbaulage mit 70 mm Höhe auf. An jedes Ende kommt ein 250 mm langes Bein. Die Oberkante des Längsrahmens liegt bündig mit der Oberkante der Beine. Dadurch tragen später Rahmen und Beine gemeinsam die Deckbretter. Fixiere ein Bein mit einer Schraubzwinge an der Stirnseite des Längsrahmens. Bohre durch das Bein in die Stirnseite des Rahmenteils mit 4 mm vor und senke die Bohrung leicht. Setze je Verbindung zwei Edelstahlschrauben 5 × 70 mm, eine etwa 20 mm unterhalb der Oberkante und eine etwa 50 mm darunter. Wiederhole das am zweiten Bein. Vermeide Schrauben zu nah an der Kante, sonst reißt das Holz. Richtig ist die Verbindung, wenn beide Beine bündig sitzen, der Längsrahmen nicht übersteht und die Schraubenköpfe sauber anliegen.
Schritt 4: Zweiten Längsrahmen spiegelgleich montieren
Baue nun die zweite lange Rahmenseite genauso auf. Verwende den zweiten 430 mm langen Längsrahmen und die beiden übrigen Beine. Lege die bereits gebaute Seite daneben und vergleiche die Ausrichtung. Beide Seitenteile müssen spiegelgleich sein: Die Oberkante des Rahmens ist jeweils bündig mit den Beinoberkanten, die Rahmenleiste sitzt innen zwischen den Beinen. Vor dem Verschrauben erneut mit dem Schreinerwinkel kontrollieren, ob die Beine im rechten Winkel zum Längsrahmen stehen. Bohre mit 4 mm vor, senke leicht und verschraube jede Beinverbindung mit zwei 5 × 70 mm Edelstahlschrauben. Ziehe die Schrauben fest, aber nicht so stark, dass das Holz eingedrückt wird. Ein häufiger Fehler ist, die zweite Seite um 180 Grad verdreht zu bauen. Prüfe deshalb vor dem endgültigen Festziehen, ob beide Seitenteile später parallel zueinander stehen können. Korrekt ist das Ergebnis, wenn beide langen Seitenteile gleich hoch, gerade und stabil sind.
Schritt 5: Querrahmen einsetzen und Rechteck ausrichten
Jetzt werden die beiden langen Seitenteile mit den 170 mm langen Querrahmen verbunden. Stelle die Seitenteile aufrecht auf die Werkbank oder auf einen ebenen Boden. Zwischen die vorderen Beine kommt ein Querrahmen, zwischen die hinteren Beine der zweite. Auch diese Rahmenteile sitzen mit der 70 mm Seite senkrecht und schließen oben bündig mit Beinen und Längsrahmen ab. Fixiere zuerst einen Querrahmen mit Schraubzwingen. Bohre durch die Beine mit 4 mm in die Stirnseite des Querrahmens vor und verschraube jede Ecke mit zwei 5 × 70 mm Schrauben. Wiederhole das auf der anderen Stirnseite. Kontrolliere anschließend die Diagonalen des Rahmens: Miss von einer oberen Ecke zur gegenüberliegenden Ecke. Beide Diagonalmaße sollten gleich sein. Sind sie unterschiedlich, drücke den Rahmen vorsichtig in Form, bevor du die Schrauben endgültig festziehst. Korrekt ist der Rahmen, wenn er nicht kippelt, alle Oberkanten bündig sind und die Außenmaße etwa 520 × 260 mm betragen.
Schritt 6: Mittelstrebe unter der späteren Auflage befestigen
Die Mittelstrebe stabilisiert die Deckbretter in der Mitte der 600 mm Länge. Markiere am Längsrahmen die Mitte: Bei 430 mm Rahmenlänge liegt die Mitte bei 215 mm. Setze die 170 mm lange Mittelstrebe zwischen die beiden Längsrahmen, sodass sie quer zur späteren Richtung der Deckbretter verläuft. Ihre Oberkante muss bündig mit den oberen Rahmenkanten sein. Nur dann liegen die Deckbretter später auf Rahmen und Mittelstrebe gleichmäßig auf. Fixiere die Strebe mit Schraubzwingen und bohre durch die Längsrahmen mit 4 mm vor. Befestige sie an jedem Ende mit zwei 5 × 70 mm Schrauben. Achte darauf, nicht schräg zu bohren, damit die Schrauben nicht seitlich aus der Strebe austreten. Ein typischer Fehler ist, die Mittelstrebe zu tief zu montieren. Dann hängt das mittlere Deckbrett unter Belastung leicht durch. Richtig ist die Montage, wenn eine gerade Leiste über Rahmen und Strebe ohne Spalt aufliegt.
Schritt 7: Deckbretter ausrichten und Fugen einstellen
Lege die drei 600 mm langen Deckbretter lose auf den Rahmen. Die Bretter laufen in Längsrichtung der Fußbank. An den Enden stehen sie jeweils etwa 40 mm über den Rahmen hinaus, weil der Rahmen außen etwa 520 mm lang ist. In der Tiefe entstehen bei drei 95 mm breiten Brettern und zwei 8 mm Fugen insgesamt etwa 301 mm. Der Rahmen darunter ist 260 mm tief, sodass vorn und hinten jeweils rund 20 mm Überstand bleiben. Nutze die 8 mm Abstandsklötzchen zwischen den Brettern, damit die Fugen gleichmäßig werden. Richte zuerst das mittlere Brett mittig aus, danach die beiden äußeren. Prüfe mit dem Zollstock die Überstände an beiden Enden und Seiten. Vermeide zu schmale Fugen, denn Holz arbeitet bei Feuchtigkeit. Korrekt ausgerichtet sind die Deckbretter, wenn sie parallel liegen, die Fugen gleich breit sind und der Überstand an allen Seiten harmonisch wirkt.
Schritt 8: Deckbretter vorbohren und verschrauben
Wenn die Deckbretter ausgerichtet sind, markiere die Schraubpunkte. Jedes Brett wird an drei Auflagerstellen befestigt: am vorderen Querrahmen, an der Mittelstrebe und am hinteren Querrahmen. Pro Auflagerstelle setzt du zwei Schrauben 4,5 × 50 mm je Brett, also insgesamt 18 Schrauben. Die Schrauben sollten etwa 20 bis 25 mm von den Brettkanten entfernt sitzen. Bohre mit 3 mm vor und senke die Löcher leicht an. Halte die Abstandsklötzchen während des Verschraubens zwischen den Brettern, damit sich die Fugen nicht verschieben. Ziehe die Schrauben so an, dass die Köpfe bündig oder minimal versenkt sind. Zu tief versenkte Schrauben sammeln Wasser und begünstigen Risse. Achte darauf, dass die Schrauben tatsächlich in Querrahmen und Mittelstrebe greifen. Korrekt verschraubt ist die Auflage, wenn kein Brett wackelt, alle Fugen gleichmäßig bleiben und die Oberfläche ohne hervorstehende Schraubenköpfe begehbar beziehungsweise nutzbar ist.
Schritt 9: Gummifüße an den Beinunterseiten montieren
Drehe die Fußbank vorsichtig um und lege sie auf eine weiche Unterlage, damit die Deckbretter nicht verkratzen. An jede Beinunterseite kommt ein Gummifuß. Er hebt das Holz etwa 10 mm vom Untergrund ab und reduziert den Kontakt mit stehender Nässe. Markiere die Mitte der Beinunterseite. Bei 45 × 45 mm starken Beinen liegt die Mitte bei 22,5 mm von jeder Kante. Bohre mit 3 mm vor, damit die 4 × 25 mm Schraube das Bein nicht aufspaltet. Setze den Gummifuß auf und verschraube ihn gerade. Ziehe die Schraube nur so fest an, dass der Gummi sicher sitzt, aber nicht stark verformt wird. Ein Fehler wäre, die Füße schräg oder zu nah an der Kante zu montieren. Dann steht die Bank unruhig. Richtig ist das Ergebnis, wenn alle vier Gummifüße flach aufliegen und die Bank nach dem Umdrehen nicht kippelt.
Schritt 10: Hirnholz schützen und erste Ölschicht auftragen
Vor der endgültigen Nutzung erhält die Fußbank ihren Witterungsschutz. Trage zuerst Hirnholzschutz auf alle Schnittflächen auf, besonders auf die Unterseiten der Beine und die Enden der Deckbretter. Hirnholz saugt Wasser deutlich stärker auf als Längsholz. Lasse den Schutz nach Herstellerangabe einziehen. Danach wird die gesamte Fußbank mit Terrassenöl oder Außenholzöl behandelt. Nutze einen Pinsel für Ecken und Fugen und ein Baumwolltuch oder den Pinsel für die Flächen. Arbeite dünn und gleichmäßig. Nach der angegebenen Einwirkzeit nimmst du überschüssiges Öl mit einem sauberen Tuch ab. Öl darf keine klebrigen Pfützen bilden. Kontrolliere zum Schluss alle Schrauben, Fugen und den Stand mit der Wasserwaage. Die Garten-Fußbank ist fertig, wenn sie stabil steht, keine Splitter fühlbar sind, Wasser ablaufen kann und die Oberfläche gleichmäßig geschützt wirkt.
Belastbarkeit und sichere Nutzung der Garten-Fußbank
Die Fußbank ist für die Nutzung als Fußablage gebaut. Durch die 45 mm starken Beine, den umlaufenden Rahmen und die Mittelstrebe ist sie deutlich stabiler als ein einfacher Lattenrost. Dennoch sollte sie nicht als Trittleiter verwendet werden. Beim Stehen auf der Bank entstehen punktuelle Lasten und Kippmomente, für die diese niedrige Garten-Fußbank nicht gedacht ist.
Wenn die Bank auch gelegentlich als Sitzhocker genutzt werden soll, achte besonders auf eine saubere Verschraubung der Rahmenverbindungen. Die Schrauben müssen vollständig greifen, die Beine dürfen nicht verdreht sein und die Deckbretter müssen plan aufliegen. Für dauerhaftes Sitzen oder für hohe Belastungen wäre eine zusätzliche untere Aussteifung zwischen den Beinen sinnvoll. Für die beschriebene Nutzung vor Gartenstuhl oder Liege ist die Konstruktion jedoch ausreichend kräftig.
Witterungsschutz und Pflege der Fußbank im Garten
Auch wetterfeste Holzarten halten länger, wenn sie nicht dauerhaft nass bleiben. Stelle die Fußbank möglichst nicht über Wochen direkt auf Erde oder Rasen. Die Gummifüße helfen auf Terrasse, Balkon oder Steinplatten, ersetzen aber keine sinnvolle Pflege. Nach starkem Regen sollte die Bank so stehen, dass Wasser aus den Fugen ablaufen kann.
Einmal jährlich empfiehlt sich eine kurze Pflege. Reinige die Oberfläche mit Wasser und einer Bürste, lasse das Holz vollständig trocknen und schleife raue Stellen leicht mit Körnung 120 an. Danach trägst du erneut eine dünne Schicht Außenholzöl auf. Pigmentiertes Öl schützt besser vor Vergrauung als farbloses Öl. Wenn dich die natürliche silbergraue Patina von Lärche oder Douglasie nicht stört, reicht trotzdem ein gelegentlicher Schutz gegen Rissbildung und Feuchtigkeit.
Maße der Garten-Fußbank an eigene Bedürfnisse anpassen
Für eine kleinere Fußbank vor einem Kinderstuhl kannst du die Länge auf etwa 450 bis 500 mm reduzieren. Die Höhe sollte dann ebenfalls niedriger sein, zum Beispiel 200 bis 230 mm. Wichtig ist, dass alle Beine wieder exakt gleich lang geschnitten werden und die Deckbretter ausreichend auf dem Rahmen aufliegen.
Für eine breitere Fußablage kannst du vier statt drei Terrassendielen verwenden. Bei vier Brettern mit 95 mm Breite und drei Fugen mit 8 mm entsteht eine Tiefe von 404 mm. Dann sollte der Rahmen nicht bei 260 mm Tiefe bleiben, sondern auf etwa 360 mm Außentiefe vergrößert werden. Die kurzen Querrahmen müssten entsprechend länger werden. Die Länge von 600 mm ist für die meisten Anwendungen ideal. Wenn du auf 700 mm oder 800 mm verlängerst, solltest du zwei Mittelstreben einbauen, damit die Deckbretter nicht federn.
Häufige Fehler und ihre Vermeidung
| Fehler | Folge | Lösung |
|---|---|---|
| Beine unterschiedlich lang zugeschnitten | Die Fußbank wackelt dauerhaft | Alle vier Beine mit Anschlag schneiden und vor der Montage paarweise vergleichen |
| Rahmen nicht rechtwinklig ausgerichtet | Deckbretter liegen schief und Überstände wirken ungleichmäßig | Diagonalen messen und Rahmen vor dem endgültigen Festziehen korrigieren |
| Nicht vorgebohrt | Holz reißt an Beinen, Rahmen oder Brettenden | Für 5 mm Schrauben mit 4 mm, für kleinere Schrauben mit 3 mm vorbohren |
| Schrauben zu tief versenkt | Wasser sammelt sich in Schraublöchern | Nur leicht senken und Schraubenköpfe bündig eindrehen |
| Fugen zwischen Deckbrettern zu klein | Wasser läuft schlecht ab, Holz quillt gegeneinander | 8 mm Abstandsklötzchen verwenden und während des Verschraubens stecken lassen |
| Mittelstrebe zu tief montiert | Deckbretter federn in der Mitte | Oberkante der Mittelstrebe bündig mit Rahmenoberkante setzen |
| Kein Schutz der Schnittflächen | Hirnholz nimmt viel Feuchtigkeit auf | Alle Schnittflächen vor der Nutzung mit Hirnholzschutz behandeln |
| Fußbank dauerhaft auf Erde gelagert | Beinunterseiten bleiben nass und altern schnell | Auf Platten stellen, Gummifüße montieren und trocken lagern |
FAQ zur Bauanleitung für die Garten-Fußbank
1. Kann ich statt Lärche oder Douglasie auch Fichtenholz verwenden?
Ja, aber nur mit gutem Holzschutz und besser nicht dauerhaft im Regen. Fichte ist weniger witterungsbeständig. Für den Garten sind Lärche, Douglasie oder Robinie deutlich geeigneter.
2. Warum werden Edelstahlschrauben empfohlen?
Edelstahlschrauben A2 rosten im Außenbereich nicht so schnell und verursachen weniger dunkle Verfärbungen im Holz. Verzinkte Schrauben können bei Gerbsäuren und Feuchtigkeit schneller unansehnlich werden.
3. Muss ich die Deckbretter wirklich mit Fugen montieren?
Ja. Die Fugen sorgen dafür, dass Regenwasser abläuft und Luft zirkuliert. Ohne Fugen bleibt Feuchtigkeit länger stehen, und das Holz arbeitet stärker gegeneinander.
4. Kann die Fußbank als Sitzhocker verwendet werden?
Gelegentlich ja, wenn sie sauber gebaut wurde. Als dauerhafte Sitzbank oder Tritt ist sie nicht gedacht. Wer regelmäßig darauf sitzen möchte, sollte zusätzliche Aussteifungen einplanen.
5. Wie verhindere ich, dass die Fußbank wackelt?
Schneide alle Beine exakt gleich lang, kontrolliere den Rahmen rechtwinklig und montiere die Gummifüße mittig. Kleine Unebenheiten lassen sich durch leichtes Nachschleifen eines Beinendes korrigieren.
6. Kann ich die Höhe verändern?
Ja. Für niedrigere Gartenstühle sind 240 bis 260 mm Gesamthöhe angenehm, für höhere Sitzmöbel eher 280 bis 300 mm. Die Beinlänge ergibt sich aus gewünschter Gesamthöhe minus 24 mm Deckbrettstärke.
7. Warum ist die Mittelstrebe notwendig?
Sie unterstützt die Deckbretter in der Mitte. Ohne Mittelstrebe können die Bretter bei Belastung federn, besonders wenn die Bank länger als 600 mm gebaut wird.
8. Muss ich Holzleim verwenden?
Nein. Für diese Garten-Fußbank reicht eine saubere Verschraubung. Im Außenbereich arbeitet Holz stark, deshalb sind verschraubte Verbindungen oft praktischer und leichter reparierbar.
9. Wie oft sollte ich die Fußbank ölen?
Bei regelmäßiger Nutzung im Freien etwa einmal pro Jahr. Steht die Bank geschützt unter Dach, reicht oft ein längerer Abstand. Raue oder trockene Oberflächen zeigen, dass Pflege nötig ist.
10. Kann ich Restholz verwenden?
Ja, wenn die Querschnitte ähnlich stabil sind und das Holz nicht morsch, stark gerissen oder verdreht ist. Wichtig ist, dass tragende Teile nicht zu dünn werden und die Maße zueinander passen.
11. Welche Schraubenlänge ist für die Deckbretter richtig?
Bei 24 mm starken Deckbrettern sind 4,5 × 50 mm Schrauben passend. Sie gehen durch das Brett und greifen ausreichend in Rahmen oder Mittelstrebe, ohne unten herauszuragen.
12. Kann ich die Fußbank farbig streichen?
Ja, verwende dafür eine wetterfeste Außenlasur oder einen geeigneten Außenlack. Öl ist einfacher zu erneuern, Lack bildet dagegen eine Schicht, die bei Beschädigung sorgfältiger ausgebessert werden muss.

