Ausziehbaren Gartentisch selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Ausziehbaren Gartentisch selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Bauen Sie einen ausziehbaren Gartentisch für 6 bis 10 Personen selbst: mit stabilem Holzgestell, wetterfester Oberfläche und praktischem Einlegeblatt.

Projektübersicht: Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad

Inhaltsverzeichnis

Dieser ausziehbare Gartentisch besteht aus zwei verschiebbaren Tischhälften und einem herausnehmbaren Einlegeblatt. Geschlossen ist er kompakt für den Alltag, ausgezogen bietet er deutlich mehr Platz für Gäste. Die Konstruktion ist für Heimwerker gut machbar, wenn sauber gemessen, rechtwinklig gearbeitet und ein stabiler Tisch-Auszugbeschlag verwendet wird.

Bereich Angabe
Projektart Ausziehbarer Gartentisch aus Holz mit Einlegeblatt und Metall-Auszugschienen
Schwierigkeitsgrad Mittel, geeignet für geübte Heimwerker mit sauberer Arbeitsweise
Ungefährer Zeitbedarf 2 bis 3 Arbeitstage inklusive Zuschnitt, Montage, Schleifen und Oberflächenschutz
Benötigte Personen 1 Person für Zuschnitt und Vorbereitung, 2 Personen für Ausrichten, Ausziehen und Einsetzen des Einlegeblatts
Grober Kostenrahmen Etwa 350 bis 800 Euro, abhängig von Holzart, Auszugbeschlag und Oberflächenmittel
Typische Abmessungen Geschlossen etwa 1600 × 900 mm, ausgezogen etwa 2400 × 900 mm, Tischhöhe etwa 748 mm
Geeignete Materialien Douglasie, Lärche, Robinie, Thermoesche oder anderes dauerhaftes Außenholz, Edelstahlschrauben, verzinkte oder rostgeschützte Tisch-Auszugschienen, Außenholzöl

Planung und passende Maße

Planen Sie den ausziehbaren Gartentisch zuerst nach dem späteren Standort. Auf einer Terrasse sollte der Tisch auch im ausgezogenen Zustand rundherum gut erreichbar bleiben. Rechnen Sie pro Stuhl an den Längsseiten mindestens 600 mm Breite. Hinter jedem Stuhl sollten zusätzlich etwa 800 mm Bewegungsfläche frei bleiben, damit man aufstehen kann, ohne den Tisch verschieben zu müssen.

Das hier beschriebene Mustermaß beträgt geschlossen 1600 × 900 mm. Dafür werden zwei Tischhälften mit je 800 mm Länge gebaut. Beim Ausziehen entsteht in der Mitte ein 800 mm langer Zwischenraum. Dort wird ein separates Einlegeblatt mit 800 × 900 mm eingesetzt. Der Tisch ist danach 2400 mm lang. Die Breite von 900 mm ist für Gartentische sehr praktisch, weil Teller, Schüsseln und Getränke bequem Platz finden, ohne dass der Tisch zu wuchtig wird.

Die Tischhöhe ergibt sich aus Beinlänge und Tischplattenstärke. In dieser Anleitung werden 720 mm lange Tischbeine und 28 mm starke Tischplattenbretter verwendet. Daraus entsteht eine fertige Höhe von etwa 748 mm. Wenn Sie andere Bretter verwenden, passen Sie die Beinlänge an: gewünschte Tischhöhe minus Stärke der Tischplattenbretter ergibt die Beinlänge. Bei 750 mm gewünschter Höhe und 30 mm Plattenstärke wären die Beine also 720 mm lang.

Die Tischplatte wird aus sechs Brettern je Segment aufgebaut. Bei Brettern mit 145 mm Breite und fünf Fugen à 6 mm entsteht eine Gesamtbreite von 900 mm: 6 × 145 mm plus 5 × 6 mm. Wenn Ihre Bretter andere Breiten haben, rechnen Sie die Breite neu. Die Formel lautet: Anzahl der Bretter × Brettbreite plus Anzahl der Fugen × Fugenbreite. Die Anzahl der Fugen ist immer um eins kleiner als die Anzahl der Bretter.

Für die Ausziehfunktion ist der Beschlag entscheidend. Verwenden Sie einen Tisch-Auszugbeschlag oder Tisch-Auszugschienen, die für mindestens 800 mm Auszuglänge geeignet sind. Die Schienen müssen für das Gewicht der Tischhälften und des Einlegeblatts ausgelegt sein. Prüfen Sie vor dem Zuschnitt die Einbauhöhe, die Mindestbreite und die Befestigungspunkte des gewählten Beschlags. Kleine Abweichungen bei den Zargenmaßen sind unproblematisch, solange beide Tischhälften exakt gleich gebaut werden und die Schienen parallel laufen.

Da der Gartentisch draußen steht, braucht er konstruktiven Witterungsschutz. Die Tischplatte wird deshalb nicht als geschlossene Fläche gebaut, sondern mit 6 mm Fugen zwischen den Brettern. Regenwasser kann ablaufen, das Holz trocknet schneller. Alle Kanten werden gerundet oder gebrochen, damit sich Öl besser hält und keine scharfen Stellen entstehen. Schrauben sollten aus Edelstahl bestehen, weil normale Stahlschrauben im Außenbereich rosten und dunkle Verfärbungen im Holz verursachen können.

Materialliste

Material Menge beziehungsweise Berechnungsweg Empfohlene Abmessungen Verwendungszweck
Tragende Bauteile: Kantholz für Tischbeine, außen geeignet 4 Stück 70 × 70 × 720 mm Vier Tischbeine an den äußeren Enden der beiden verschiebbaren Tischhälften
Tragende Bauteile: Rahmenholz für Längszargen 4 Stück 45 × 70 × 710 mm Seitliche Zargen der beiden Tischhälften, tragen Tischplatte und Auszugbeschlag
Tragende Bauteile: Rahmenholz für Querzargen 4 Stück 45 × 70 × 730 mm Äußere und innere Querzargen der beiden Tischhälften
Tragende Bauteile: Auflageleisten für Einlegeblatt 2 Stück 20 × 40 × 730 mm Zusätzliche Auflage an den inneren Querzargen für das Einlegeblatt
Verkleidung: Terrassendielen oder Hobelbretter für Tischplatte 18 Stück Zuschnitte oder etwa 15 m Brettlänge inklusive Verschnitt 28 × 145 × 800 mm Sechs Bretter je Tischhälfte und sechs Bretter für das Einlegeblatt
Verkleidung: Unterleisten für Einlegeblatt 3 Stück 30 × 50 × 820 mm Verbinden die sechs Bretter des herausnehmbaren Einlegeblatts
Verbindungsmittel: Tisch-Auszugbeschlag oder Tisch-Auszugschienen 1 Satz Auszuglänge 800 mm, passend für Tischbreite 900 mm Führt die beiden Tischhälften beim Ausziehen und Zusammenschieben
Verbindungsmittel: Edelstahl-Winkelverbinder 8 Stück Etwa 40 × 40 × 40 mm Verstärkung der Verbindungen zwischen Beinen und Zargen
Befestigungsmaterial: Edelstahlschrauben für Rahmen Etwa 40 Stück 5 × 80 mm Verschrauben von Beinen, Längszargen und Querzargen
Befestigungsmaterial: Edelstahlschrauben für Tischplattenbretter Etwa 90 Stück 4 × 50 mm Befestigung der Tischplattenbretter auf den Rahmen und am Einlegeblatt
Befestigungsmaterial: Edelstahlschrauben für Beschläge und Auflageleisten Etwa 80 Stück 4 × 25 mm Befestigung von Auszugschienen, Winkelverbindern, Auflageleisten und Verschlüssen
Befestigungsmaterial: D4-Holzleim für außen 1 Flasche Wasserfester Holzleim, D4-Klassifizierung Zusätzliche Verstärkung der Rahmenverbindungen
Zubehör: Edelstahl-Spannverschlüsse oder Tischplattenverbinder 4 Stück Kleine bis mittlere Größe, für Montage unter der Tischplatte Fixieren die Tischhälften geschlossen und halten das Einlegeblatt im ausgezogenen Zustand
Zubehör: Filzgleiter oder Kunststoffgleiter für Außenbereich 4 Stück Passend zu 70 × 70 mm Tischbeinen Schützen Beinenden und Terrassenbelag vor Feuchtigkeit und Kratzern
Oberflächenschutz: Außenholzöl oder Terrassenöl 1 Dose, Menge nach Herstellerangabe Für die gewählte Holzart geeignet Schützt Holzoberflächen vor Feuchtigkeit, Vergrauung und Verschmutzung
siehe auch:   Gartenhaus mit Pultdach selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Werkzeugliste

Werkzeug Verwendungszweck Mögliche Alternative
Zollstock Messen aller Holzlängen, Abstände und Fugen Maßband
Bleistift Anzeichnen von Schnittlinien, Bohrpunkten und Beschlagpositionen Feiner wasserfester Markierstift
Anschlagwinkel Rechtwinkliges Anzeichnen und Prüfen der Rahmen Zimmermannswinkel
Kappsäge Sauberer Zuschnitt von Brettern, Zargen, Leisten und Beinen Handkreissäge mit Führungsschiene
Akkuschrauber Vorbohren, Senken und Verschrauben Bohrmaschine mit Schraubbit
Holzbohrer 3 mm Vorbohren für 4 mm Schrauben Kombibohrer mit gleichem Durchmesser
Holzbohrer 4 mm Vorbohren für 5 mm Schrauben im ersten Bauteil Holzbohrer 4,5 mm bei sehr hartem Holz
Senker Versenken der Schraubenköpfe ohne Holzaufreißen Kegelsenker im Bit-Satz
Exzenterschleifer Schleifen von Flächen, Kanten und Stirnseiten Schwingschleifer
Schleifpapier Körnung 80 Erster Schliff bei rauen Brettern und Schnittkanten Schleifgitter Körnung 80
Schleifpapier Körnung 120 Zwischenschliff vor dem Ölen Schleifgitter Körnung 120
Schleifpapier Körnung 180 Feinschliff von Griffkanten und sichtbaren Flächen Schleifvlies fein
Schraubzwingen Fixieren von Rahmen, Brettern und Beschlägen beim Ausrichten Einhandzwingen
Wasserwaage Prüfen, ob Gestell und Tischplatte eben stehen Lange Richtlatte mit aufgelegter Wasserwaage
Gummihammer Sanftes Ausrichten von Bauteilen ohne Druckstellen Holzklotz und normaler Hammer
Pinsel Auftragen von Außenholzöl an Flächen, Kanten und Stirnseiten Ölrolle für glatte Flächen
Baumwolllappen Abnehmen von überschüssigem Öl Fusselfreies Tuch
Schutzbrille Augenschutz beim Sägen, Bohren und Schleifen Keine sinnvolle Alternative
Gehörschutz Schutz beim Sägen und längeren Schleifarbeiten Kapselgehörschutz oder Ohrstöpsel

Zuschnitt und Vorbereitung

Prüfen Sie alle Hölzer vor dem Zuschnitt auf Risse, starke Verdrehung und lose Äste. Leicht verzogene Bretter können Sie für weniger belastete Bereiche verwenden, stark verdrehte Bretter sollten nicht in die Tischplatte. Legen Sie die Bretter für die sichtbare Oberfläche so aus, dass Maserung und Farbe harmonisch wirken. Markieren Sie die spätere Oberseite mit einem kleinen Bleistiftzeichen auf der Unterseite.

Messen Sie jedes Bauteil einzeln an und schneiden Sie nicht mehrere Teile unkontrolliert nach dem ersten Stück. Besonders bei den beiden Tischhälften müssen die Zargen paarweise gleich lang sein. Schon wenige Millimeter Unterschied können dazu führen, dass die Auszugschienen klemmen oder die Tischplattenfuge schief verläuft.

Alle Schraubenlöcher in Außenholz werden vorgebohrt. Das verhindert Risse, besonders nahe an Stirnseiten. Bei 4 mm Schrauben verwenden Sie einen 3 mm Bohrer. Bei 5 mm Schrauben bohren Sie im ersten Bauteil mit 4 mm vor. Senken Sie alle sichtbaren Schraublöcher leicht an, damit die Schraubenköpfe bündig sitzen und sich niemand daran verletzt.

Schleifen Sie Schnittkanten und Stirnseiten vor der Montage. Nach dem Zusammenbau kommen Sie an manche Stellen nur noch schlecht heran. Brechen Sie alle Kanten mit Schleifpapier Körnung 120. Bei Tischplattenkanten, an denen Hände entlanggleiten, ist ein zusätzlicher Feinschliff mit Körnung 180 sinnvoll.

Bauteil Anzahl Querschnitt Länge Hinweis
Tischplattenbretter 18 28 × 145 mm 800 mm Je 6 Bretter für linke Hälfte, rechte Hälfte und Einlegeblatt
Tischbeine 4 70 × 70 mm 720 mm Alle exakt gleich lang schneiden
Längszargen 4 45 × 70 mm 710 mm Seitliche Rahmenhölzer je Tischhälfte
Querzargen 4 45 × 70 mm 730 mm Vordere und mittlere Querzargen je Tischhälfte
Auflageleisten 2 20 × 40 mm 730 mm Unterstützen das Einlegeblatt an beiden Tischhälften
Unterleisten Einlegeblatt 3 30 × 50 mm 820 mm Quer unter dem Einlegeblatt, mit seitlichem Rücksprung zur Plattenkante

Schritt-für-Schritt-Bauanleitung

Schritt 1: Bauteile sortieren und Tischhälften markieren

Legen Sie alle zugeschnittenen Bauteile auf einer ebenen Fläche aus. Sortieren Sie die 18 Tischplattenbretter in drei Gruppen mit je sechs Brettern: linke Tischhälfte, rechte Tischhälfte und Einlegeblatt. Markieren Sie die Unterseiten mit „L“, „R“ und „E“. Legen Sie außerdem je zwei Längszargen und zwei Querzargen zu einer Tischhälfte zusammen.

Sie benötigen Zollstock, Bleistift und Anschlagwinkel. Prüfen Sie bei den Zargen, ob die gleich langen Teile wirklich identisch sind. Ein typischer Fehler ist, linke und rechte Tischhälfte spiegelverkehrt oder mit unterschiedlich langen Zargen aufzubauen. Richtig ist der Schritt ausgeführt, wenn beide Rahmenpakete vollständig, eindeutig markiert und paarweise maßgleich sind.

Schritt 2: Erste Rahmenhälfte rechtwinklig montieren

Bauen Sie aus zwei Längszargen 45 × 70 × 710 mm und zwei Querzargen 45 × 70 × 730 mm einen rechteckigen Rahmen. Die Querzargen sitzen zwischen den Längszargen. Dadurch ergibt sich eine äußere Rahmenbreite von 820 mm und eine äußere Rahmenlänge von 800 mm. Tragen Sie an den Stoßflächen eine dünne Schicht D4-Holzleim auf, richten Sie alles mit dem Anschlagwinkel aus und fixieren Sie den Rahmen mit Schraubzwingen.

Bohren Sie die Schraublöcher vor und verschrauben Sie jede Ecke mit zwei Edelstahlschrauben 5 × 80 mm. Benötigt werden Akkuschrauber, 4 mm Holzbohrer, Senker, Schraubzwingen und Anschlagwinkel. Vermeiden Sie, ohne Vorbohren in die Stirnseite der Zargen zu schrauben, weil das Holz aufreißen kann. Der Rahmen ist richtig montiert, wenn beide Diagonalen gleich lang sind und die Ecken rechtwinklig anliegen.

Schritt 3: Zweite Rahmenhälfte identisch bauen

Wiederholen Sie den Rahmenbau mit den übrigen zwei Längszargen und zwei Querzargen. Arbeiten Sie nicht nach Augenmaß, sondern messen Sie die zweite Rahmenhälfte direkt gegen die erste. Beide Rahmen müssen gleich groß sein, damit die Tischhälften später sauber zusammenlaufen und der Auszug nicht verkantet.

Benötigt werden dieselben Werkzeuge wie im vorherigen Schritt. Ein häufiger Fehler ist, die Querzargen bei der zweiten Hälfte andersherum anzusetzen. Legen Sie beide Rahmen nebeneinander und markieren Sie die späteren Innenseiten, also die Seiten, die sich in der Tischmitte treffen. Der Schritt ist korrekt, wenn beide Rahmen deckungsgleich übereinandergelegt werden können.

Schritt 4: Tischbeine an den äußeren Rahmenenden befestigen

Die vier Tischbeine werden nur an den äußeren Enden der beiden Rahmen montiert. Jede Tischhälfte erhält also zwei Beine, jeweils links und rechts am äußeren Querrahmen. Stellen Sie ein Bein bündig unter die Rahmenecke, richten Sie es senkrecht aus und klemmen Sie es fest. Bohren Sie durch Längszarge und Querzarge vor und verschrauben Sie das Bein jeweils mit Edelstahlschrauben 5 × 80 mm.

siehe auch:   Gartenhaus Unterkonstruktion Schritt für Schritt Anleitung

Zusätzlich montieren Sie pro Bein zwei Edelstahl-Winkelverbinder auf der Innenseite. Dafür verwenden Sie 4 × 25 mm Edelstahlschrauben. Benötigt werden Akkuschrauber, Holzbohrer, Senker, Wasserwaage und Schraubzwingen. Vermeiden Sie schräg stehende Beine. Richtig ist der Schritt, wenn beide Tischhälften auf ihren Beinen stehen, nicht kippeln und die inneren Rahmenenden frei bleiben.

Schritt 5: Auflageleisten für das Einlegeblatt anschrauben

Die Auflageleisten 20 × 40 × 730 mm werden an den inneren Querzargen befestigt. Sie bilden links und rechts eine zusätzliche Auflagefläche für das spätere Einlegeblatt. Schrauben Sie die Leisten so an, dass ihre Oberkante etwa 28 mm unter der späteren Tischplattenoberfläche liegt. Das Einlegeblatt soll später bündig mit den festen Tischplattenbrettern abschließen.

Nutzen Sie Zollstock, Bleistift, Wasserwaage, Akkuschrauber, 3 mm Holzbohrer und 4 × 25 mm Edelstahlschrauben. Ein typischer Fehler ist eine zu tief oder zu hoch sitzende Leiste. Prüfen Sie mit einem Reststück der Tischplattenbretter, ob die Oberseite später bündig liegt. Der Schritt ist richtig, wenn beide Leisten exakt gleich hoch und waagerecht sitzen.

Schritt 6: Tisch-Auszugschienen montieren

Legen Sie beide Tischhälften kopfüber auf eine ebene Fläche, sodass die inneren Querzargen zueinander zeigen. Schieben Sie die Hälften geschlossen zusammen und lassen Sie in der Mitte eine gleichmäßige Fuge von etwa 3 mm. Montieren Sie nun den Tisch-Auszugbeschlag nach Herstellerangabe an den Innenseiten der Längszargen. Die beiden Schienen müssen parallel, gleich hoch und exakt gegenüberliegend sitzen.

Benötigt werden Zollstock, Bleistift, Wasserwaage, Anschlagwinkel, Schraubzwingen, Akkuschrauber, 3 mm Holzbohrer und 4 × 25 mm Edelstahlschrauben. Ziehen Sie die Schrauben zunächst nur leicht an, testen Sie den Lauf und korrigieren Sie gegebenenfalls. Ein häufiger Fehler sind minimal schräg montierte Schienen. Das erkennen Sie daran, dass der Auszug schwergängig wird. Richtig ist der Schritt, wenn beide Hälften leichtgängig auseinanderfahren und geschlossen wieder sauber an der Mittelfuge zusammentreffen.

Schritt 7: Tischplattenbretter auf den beiden Tischhälften befestigen

Legen Sie auf jede Rahmenhälfte sechs Tischplattenbretter 28 × 145 × 800 mm. Zwischen den Brettern bleiben 6 mm Fuge. Verwenden Sie Abstandshalter aus Restholz, damit die Fugen gleichmäßig werden. Die Bretter schließen an der inneren Tischkante sauber ab. Seitlich entsteht durch sechs Bretter und fünf Fugen eine Gesamtbreite von 900 mm, also etwa 40 mm Überstand je Seite gegenüber dem 820 mm breiten Rahmen.

Schrauben Sie jedes Brett an mehreren Punkten von oben auf die Zargen. Bohren und senken Sie vor. Nutzen Sie Edelstahlschrauben 4 × 50 mm. Achten Sie darauf, nicht direkt zu nah am Brettende zu schrauben. Mindestens 30 mm Abstand zur Stirnkante sind sinnvoll. Der Schritt ist korrekt, wenn die Fugen gleichmäßig verlaufen, alle Schraubenköpfe bündig sitzen und die beiden Tischhälften geschlossen eine gerade Mittelfuge bilden.

Schritt 8: Einlegeblatt bauen

Legen Sie die sechs Bretter für das Einlegeblatt mit 6 mm Fugen nebeneinander. Die Oberseiten zeigen nach unten, weil Sie von unten arbeiten. Platzieren Sie drei Unterleisten 30 × 50 × 820 mm quer über die Bretter: eine mittig und je eine etwa 120 bis 150 mm von den Stirnseiten entfernt. Die Unterleisten sollen seitlich etwas zurückspringen, damit sie später nicht sichtbar an der Tischkante hervorstehen.

Schrauben Sie jedes Brett mit 4 × 50 mm Edelstahlschrauben an den Unterleisten fest. Bohren Sie vor und senken Sie die Löcher. Benötigt werden Zollstock, Bleistift, Schraubzwingen, Akkuschrauber, 3 mm Holzbohrer und Senker. Vermeiden Sie, die Unterleisten zu dicht an die Enden zu setzen, sonst können sie mit den Auflageleisten oder dem Auszugbeschlag kollidieren. Richtig ist der Schritt, wenn das Einlegeblatt stabil zusammenhält, flach liegt und dieselbe Breite wie die Tischhälften hat.

Schritt 9: Ausziehfunktion mit Einlegeblatt testen

Stellen Sie den Tisch auf seine Beine. Ziehen Sie die beiden Tischhälften langsam auseinander, bis der Zwischenraum 800 mm beträgt. Setzen Sie das Einlegeblatt von oben ein. Es soll auf den beiden Auflageleisten und den inneren Rahmenbereichen sicher aufliegen. Prüfen Sie, ob die Oberflächen von Tischhälften und Einlegeblatt bündig sind.

Sie benötigen Zollstock, Wasserwaage und bei Bedarf den Gummihammer. Schlagen Sie jedoch nie direkt auf sichtbare Holzflächen, sondern legen Sie einen Holzklotz dazwischen. Ein typischer Fehler ist, das Einlegeblatt zu eng zu bauen. Holz arbeitet im Außenbereich, deshalb darf das Blatt nicht klemmen. Richtig ist der Schritt, wenn sich der Tisch ohne Gewalt ausziehen lässt, das Einlegeblatt leicht eingesetzt werden kann und keine Stolperkante in der Tischoberfläche entsteht.

Schritt 10: Spannverschlüsse und Tischplattenverbinder montieren

Montieren Sie unter der Tischplatte vier Edelstahl-Spannverschlüsse oder Tischplattenverbinder. Zwei Verbinder halten die Tischhälften im geschlossenen Zustand zusammen. Zwei weitere fixieren im ausgezogenen Zustand das Einlegeblatt gegen Verrutschen. Die genaue Position hängt vom gewählten Verschluss ab. Wichtig ist, dass die Verschlüsse von unten erreichbar sind, aber nicht dort sitzen, wo Knie oder Stühle stören.

Benötigt werden Bleistift, Akkuschrauber, 3 mm Holzbohrer und 4 × 25 mm Edelstahlschrauben. Vermeiden Sie Verschlüsse, die den Auszug blockieren oder beim Zusammenschieben gegen den Rahmen stoßen. Testen Sie jede Position vor dem endgültigen Verschrauben mit geschlossenen und ausgezogenen Tischhälften. Der Schritt ist richtig, wenn der Tisch geschlossen nicht auseinanderwandert und das Einlegeblatt im Gebrauch nicht klappert.

Schritt 11: Kanten abrunden und komplette Oberfläche schleifen

Schleifen Sie nun den gesamten Gartentisch. Beginnen Sie bei rauen Stellen mit Körnung 80, arbeiten Sie anschließend mit Körnung 120 und schleifen Sie Griffkanten mit Körnung 180 nach. Besonders wichtig sind Tischplattenkanten, Brettfugen, Beinunterseiten und die Kanten des Einlegeblatts. Entfernen Sie Schleifstaub gründlich mit einem trockenen Baumwolltuch.

Benötigt werden Exzenterschleifer, Schleifpapier Körnung 80, 120 und 180, Schutzbrille und Gehörschutz. Vermeiden Sie, die Fugen mit zu viel Druck auszuschleifen, sonst werden sie ungleichmäßig. Richtig ist der Schritt, wenn sich alle Kanten angenehm anfühlen, keine Splitter stehen bleiben und die Schraubenköpfe nirgends hervorstehen.

siehe auch:   Gartenhocker selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Schritt 12: Außenholzöl auftragen und Beinenden schützen

Tragen Sie Außenholzöl mit einem Pinsel gleichmäßig auf alle sichtbaren Flächen, Kanten, Fugen und Stirnseiten auf. Behandeln Sie auch die Unterseite, weil Feuchtigkeit dort lange stehen kann. Nach der Einwirkzeit nehmen Sie überschüssiges Öl mit einem Baumwolltuch ab. Beachten Sie die Trocknungszeit des Herstellers. Ölgetränkte Lappen können sich selbst erwärmen. Breiten Sie sie zum Trocknen im Freien aus oder bewahren Sie sie in einem geschlossenen Metallbehälter auf.

Montieren Sie anschließend Filzgleiter oder Kunststoffgleiter für Außenbereich unter den Tischbeinen. Benötigt werden Pinsel, Baumwolltuch, Akkuschrauber und gegebenenfalls 4 × 25 mm Schrauben. Ein typischer Fehler ist zu dick aufgetragenes Öl, das klebrig bleibt. Richtig ist der Schritt, wenn die Oberfläche gleichmäßig gesättigt, aber nicht nass glänzend ist und der Tisch nach dem Trocknen sauber steht.

Ausziehbaren Gartentisch richtig einstellen und prüfen

Nach der Montage sollten Sie den ausziehbaren Gartentisch mehrmals vollständig öffnen und schließen. Arbeiten Sie dabei langsam und ohne Gewalt. Der Beschlag muss beide Tischhälften parallel führen. Wenn eine Seite früher stoppt oder klemmt, lösen Sie die betreffenden Schrauben am Auszugbeschlag leicht, richten die Schiene neu aus und ziehen die Schrauben wieder fest.

Prüfen Sie außerdem die Höhe des Einlegeblatts. Liegt es zu tief, können dünne Unterlegplättchen aus Hartholz auf den Auflageleisten helfen. Liegt es zu hoch, müssen die Auflageleisten tiefer gesetzt oder die Unterleisten des Einlegeblatts leicht nachgeschliffen werden. Kleine Unterschiede von 1 mm sind im Gartenalltag meist unproblematisch. Spürbare Kanten sollten Sie korrigieren, weil Gläser sonst unsicher stehen.

Kontrollieren Sie die Spannverschlüsse. Sie sollen die Teile halten, aber das Holz nicht unter Spannung zwingen. Außenholz quillt und schwindet. Wenn Sie den Tisch im Hochsommer sehr stramm einstellen, kann er bei feuchtem Wetter klemmen. Lassen Sie deshalb einen kleinen Bewegungsspielraum.

Pflege und Witterungsschutz für den ausziehbaren Gartentisch

Ein Gartentisch hält deutlich länger, wenn Wasser schnell abtrocknen kann. Stellen Sie ihn möglichst nicht dauerhaft in eine nasse Wiese. Auf Terrassen sind Kunststoffgleiter unter den Beinen hilfreich, weil die Stirnseiten der Beine nicht direkt im Wasser stehen. Reinigen Sie die Tischplatte regelmäßig mit einer weichen Bürste und Wasser. Aggressive Reiniger sind nicht nötig und können Öl sowie Holzoberfläche angreifen.

Ölen Sie den Tisch je nach Bewitterung ein- bis zweimal pro Jahr nach. Vor dem Nachölen reicht meist ein Reinigungsschliff mit Körnung 120 oder 180. Vergrautes Holz ist nicht automatisch beschädigt. Wenn Sie die ursprüngliche Farbe erhalten möchten, verwenden Sie ein pigmentiertes Außenholzöl, das zur Holzart passt.

Lagern Sie das Einlegeblatt trocken und gerade, wenn es nicht dauerhaft im Tisch bleibt. Am besten steht es nicht auf einer einzelnen Kante, sondern liegt flach auf zwei Leisten. So verzieht es sich weniger. Wenn der Tisch im Winter draußen bleibt, decken Sie ihn nicht luftdicht mit Folie ab. Besser ist eine atmungsaktive Abdeckung mit Abstand zur Tischplatte, damit Kondenswasser entweichen kann.

Häufige Fehler und ihre Vermeidung

Fehler Folge Lösung
Auszugschienen nicht parallel montiert Der Tisch klemmt beim Ausziehen oder läuft schräg Schienen lösen, mit Zollstock und Anschlagwinkel neu ausrichten, erst nach erfolgreichem Probelauf festziehen
Rahmenhälften unterschiedlich groß gebaut Mittelfuge wird schief, Einlegeblatt passt schlecht Zargen vor Montage paarweise vergleichen und Diagonalen jedes Rahmens kontrollieren
Schrauben nicht vorgebohrt Holz reißt, besonders an Stirnseiten und bei hartem Außenholz Für jede Schraube passend vorbohren und sichtbare Löcher senken
Fugen zwischen Tischplattenbrettern fehlen Wasser bleibt stehen, Holz kann stärker arbeiten und sich werfen Zwischen den Brettern 5 bis 8 mm Fuge einplanen, im Muster 6 mm
Einlegeblatt zu stramm gefertigt Das Blatt klemmt bei feuchtem Wetter Rundum kleine Luft lassen und Kanten gründlich schleifen
Öl zu dick aufgetragen Oberfläche bleibt klebrig und nimmt Schmutz auf Öl nach Einwirkzeit mit Baumwolltuch abnehmen und dünn in mehreren Durchgängen arbeiten
Normale Stahlschrauben verwendet Rost, dunkle Flecken und geschwächte Verbindungen Im Außenbereich Edelstahlschrauben verwenden
Kanten nicht geschliffen Splittergefahr und schlechter Oberflächenschutz Alle Kanten brechen, Tischplattenkanten zusätzlich fein schleifen

FAQ zur Bauanleitung

Kann ich den ausziehbaren Gartentisch auch kleiner bauen?

Ja. Reduzieren Sie die Länge der beiden Tischhälften und des Einlegeblatts proportional. Für einen geschlossenen Tisch mit 1400 mm Länge bauen Sie beispielsweise zwei Hälften mit je 700 mm. Das Einlegeblatt kann ebenfalls 700 mm lang sein, wenn der Tisch ausgezogen 2100 mm erreichen soll. Der Auszugbeschlag muss zur gewünschten Auszuglänge passen.

Welche Holzart eignet sich am besten?

Douglasie und Lärche sind gut verfügbar und preislich meist moderat. Robinie und Thermoesche sind dauerhafter, aber teurer. Wichtig ist, dass das Holz für den Außenbereich geeignet ist und regelmäßig gepflegt wird.

Kann ich statt Brettern eine geschlossene Leimholzplatte verwenden?

Für draußen ist eine geschlossene Platte schwieriger, weil Wasser stehen bleiben kann und große Flächen stärker arbeiten. Eine Tischplatte aus einzelnen Brettern mit Fugen ist für einen Gartentisch meist langlebiger und leichter zu reparieren.

Warum hat der Tisch nur vier Beine?

Die Beine sitzen an den äußeren Enden der beiden verschiebbaren Tischhälften. Beim Ausziehen bewegen sich die Beine mit nach außen. Dadurch steht der Tisch auch im ausgezogenen Zustand stabiler als bei einer festen kurzen Unterkonstruktion mit großem Überstand.

Muss ich genau 28 mm starke Bretter verwenden?

Nein. Sie können andere Brettstärken verwenden. Passen Sie dann die Beinlänge und die Höhe der Auflageleisten an. Die Oberseite des Einlegeblatts muss am Ende bündig mit den festen Tischplattenhälften liegen.

Wie verhindere ich, dass das Einlegeblatt wackelt?

Montieren Sie die Auflageleisten exakt gleich hoch und verwenden Sie Spannverschlüsse oder Tischplattenverbinder unter der Platte. Falls das Blatt minimal Spiel hat, können dünne Hartholzplättchen auf den Auflageleisten helfen.

Kann der Gartentisch dauerhaft draußen bleiben?

Ja, wenn Holz, Schrauben und Beschläge für außen geeignet sind. Trotzdem verlängert ein geschützter Standort die Lebensdauer. Vermeiden Sie stehendes Wasser, direkten Bodenkontakt der Beinenden und luftdichte Abdeckungen.

Was mache ich, wenn der Auszug nach einiger Zeit schwer läuft?

Reinigen Sie die Schienen von Staub, Sand und Pollen. Prüfen Sie anschließend, ob sich Schrauben gelöst haben oder Holz gequollen ist. Bei Bedarf richten Sie die Schienen neu aus. Verwenden Sie nur Schmiermittel, die der Beschlaghersteller erlaubt.

Wie schwer darf der Tisch belastet werden?

Das hängt vor allem vom Auszugbeschlag, der Holzart und der Verschraubung ab. Verwenden Sie einen Beschlag mit ausreichender Tragfähigkeit und vermeiden Sie Punktbelastungen, etwa durch Sitzen auf dem Tisch. Für normalen Essbetrieb mit Geschirr, Speisen und Getränken ist die Konstruktion bei sauberer Ausführung geeignet.

Wie lagere ich das Einlegeblatt am besten?

Lagern Sie es trocken, flach und nicht direkt auf feuchtem Boden. Ideal sind zwei waagerechte Leisten an einer Wand oder ein trockener Regalplatz. So bleibt das Blatt gerade und lässt sich später leichter einsetzen.

Kann ich die Schraubenköpfe unsichtbar machen?

Sie können von unten verschrauben oder Holzstopfen verwenden. Für einen Gartentisch ist eine sichtbare Edelstahlschraube aber oft die praktischere Lösung, weil einzelne Bretter später leichter ausgetauscht werden können.

Ist das Projekt für Anfänger geeignet?

Für absolute Anfänger ist der Auszugbeschlag anspruchsvoll, weil genaues Ausrichten nötig ist. Wenn Sie bereits gerade zusägen, vorbohren und rechtwinklige Rahmen bauen können, ist das Projekt gut machbar. Arbeiten Sie langsam und testen Sie die Ausziehfunktion vor der endgültigen Verschraubung.