Klapptisch für den Garten selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Klapptisch für den Garten selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Ein klappbarer Gartentisch spart Platz, steht stabil und lässt sich nach dem Essen oder Grillen einfach zusammenlegen.

In dieser Bauanleitung bauen Sie einen robusten Klapptisch für den Garten mit einer Tischplatte aus Holzbohlen, zwei klappbaren Beinrahmen, Verriegelungsstreben und wetterfester Oberfläche. Das Ergebnis ist ein praktischer Gartentisch für Terrasse, Balkon, Gartenhaus oder Campingbereich. Die Beispielgröße beträgt etwa 1200 mm Länge, 750 mm Breite und 730 mm Höhe. Die Maße können Sie leicht anpassen, solange Beinlänge, Tischplattenbreite und Klappmechanik zusammenpassen.

Projektübersicht: Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad

Inhaltsverzeichnis

Projektart Klapptisch für den Garten mit Holzplatte, klappbaren Beinrahmen und Verriegelungsstreben
Schwierigkeitsgrad Leicht bis mittel, geeignet für Heimwerker mit Grundkenntnissen beim Sägen, Bohren und Verschrauben
Ungefährer Zeitbedarf Ein Wochenende: etwa 5 bis 8 Stunden reine Arbeitszeit plus Trocknungszeit für Öl oder Lasur
Benötigte Personen 1 Person möglich, 2 Personen beim Ausrichten der Tischplatte und Montieren der Klappbeine angenehmer
Grober Kostenrahmen Etwa 120 bis 220 Euro, abhängig von Holzart, Beschlagqualität und Oberflächenschutz
Typische Abmessungen Beispiel: 1200 mm lang, etwa 750 mm breit, etwa 730 mm hoch, zusammengeklappt etwa 120 bis 160 mm stark
Geeignete Materialien Douglasie, Lärche, Robinie oder thermisch behandeltes Holz; Schrauben und Beschläge verzinkt oder aus Edelstahl; wetterfester Holzschutz

Planung und passende Maße

Der Klapptisch soll im Garten stabil stehen, aber nicht so schwer werden, dass er sich kaum noch tragen lässt. Die hier beschriebene Konstruktion besteht aus sechs Tischplattenbrettern, drei Querleisten unter der Platte, zwei klappbaren Beinrahmen und vier Verriegelungsstreben. Die Beinrahmen werden mit Scharnieren an der Unterseite befestigt und beim Aufstellen durch Klappstreben gegen unbeabsichtigtes Einklappen gesichert.

Als Beispielmaß wird eine Tischplatte mit 1200 mm Länge und etwa 750 mm Breite verwendet. Die Breite ergibt sich aus sechs Brettern mit je 120 mm Breite und fünf Fugen mit je 6 mm Abstand. So kann Regenwasser ablaufen, und das Holz hat etwas Platz zum Arbeiten. Wenn Ihre Bretter eine andere Breite haben, berechnen Sie die Tischbreite so:

Gesamtbreite = Anzahl der Bretter × Brettbreite + Anzahl der Fugen × Fugenbreite. Bei sechs Brettern gibt es fünf Fugen. Bei fünf Brettern gibt es vier Fugen. Für einen Gartentisch sind Fugen zwischen 5 und 8 mm sinnvoll.

Die Tischhöhe sollte ungefähr zwischen 720 und 760 mm liegen. Im Beispiel werden 700 mm lange Beine mit einer 28 mm starken Tischplatte verwendet. Zusammen mit Beschlägen und kleinen Unebenheiten ergibt sich eine angenehme Tischhöhe von etwa 730 mm. Wenn Sie eine dickere Platte verwenden, kürzen Sie die Beine entsprechend. Wenn Sie eine niedrigere Sitzgruppe haben, messen Sie zuerst die Sitzhöhe Ihrer Stühle. Zwischen Sitzfläche und Tischunterkante sollten meistens etwa 250 bis 300 mm Platz bleiben.

Beim Standort ist wichtig, dass der Tisch nicht dauerhaft in einer Pfütze steht. Die Gummifüße schützen zwar die Beinenden, trotzdem sollte der Tisch auf Terrasse, Pflaster, Holzdielen oder festem Rasen stehen. Auf sehr weichem Boden können die Beine einsinken. In diesem Fall helfen größere Gummifüße oder kleine Unterlegplatten.

Die Konstruktion ist für normales Essen, Getränke, Grillzubehör, Pflanzarbeiten oder Spiele gedacht. Sie ist nicht als Werkbank, Sitzbank oder Tritt geeignet. Planen Sie als alltagstaugliche Belastung etwa 30 bis 40 kg gleichmäßig verteilt ein. Hohe Punktlasten, etwa ein sehr schwerer Blumenkübel in der Mitte, sollten vermieden werden.

Wichtig ist außerdem der Klappweg. Die Beinrahmen klappen unter die Tischplatte. Da die Beine länger sind als die halbe Tischlänge, liegen die beiden Rahmen im zusammengeklappten Zustand teilweise übereinander. Deshalb werden an einem Beinrahmen Distanzklötze verwendet. Dadurch kann ein Rahmen zuerst flach anliegen, während der zweite darüber liegt. Der Tisch wird dadurch nicht extrem flach wie ein industrieller Campingtisch, bleibt aber sehr stabil und ist gut nachbaubar.

Planen Sie rund um den aufgestellten Tisch mindestens 600 mm Bewegungsraum ein. Für Stühle sind 700 bis 800 mm hinter jeder Sitzseite komfortabler. Wenn der Tisch an einer Wand oder am Gartenhaus gelagert wird, sollte er im geklappten Zustand aufrecht stehen können, ohne dass die Beschläge unter Spannung geraten.

Materialliste

Material Menge beziehungsweise Berechnungsweg Empfohlene Abmessungen Verwendungszweck
Tischplattenbretter aus Douglasie oder Lärche 6 Stück 1200 × 120 × 28 mm Tischplatte
Querleisten aus Kantholz 3 Stück 690 × 60 × 40 mm Unterkonstruktion der Tischplatte, Verbindung der Bretter
Beine aus Kantholz 4 Stück 700 × 45 × 45 mm Tragende Beine der beiden klappbaren Beinrahmen
Rahmenriegel aus Kantholz 4 Stück 620 × 45 × 45 mm Obere und untere Verbindung der Beinpaare
Distanzklötze aus Hartholz oder wetterfestem Sperrholz 4 Stück 80 × 40 × 20 mm Abstandshalter für den zweiten klappbaren Beinrahmen
Schwere Scharniere, verzinkt oder Edelstahl 4 Stück ca. 60 × 40 mm oder größer Drehpunkt der beiden Beinrahmen an der Tischunterseite
Klappstreben mit Rastung oder Verriegelung 4 Stück ca. 250 bis 300 mm Länge, passend zur Beinposition Sicherung der aufgeklappten Beinrahmen gegen Einklappen
Terrassenschrauben oder Edelstahlschrauben 36 Stück plus Reserve 5 × 50 mm Verschrauben der Tischplattenbretter mit den Querleisten
Holzschrauben 16 Stück plus Reserve 5 × 80 mm Verschrauben der Rahmenriegel mit den Beinen
Beschlagschrauben ca. 60 Stück, passend zu Scharnieren und Klappstreben 4 × 30 mm oder nach Beschlaglochung Befestigung von Scharnieren, Klappstreben und Distanzklötzen
Wasserfester Holzleim D4 1 kleine Flasche handelsüblich Zusätzliche Verleimung der Beinrahmen
Gummifüße oder Kunststoffgleiter 4 Stück passend zu 45 × 45 mm Beinen Schutz der Beinenden vor Feuchtigkeit und Abrieb
Gurtband mit Klettverschluss 1 Stück ca. 500 bis 700 mm lang Fixierung der eingeklappten Beinrahmen beim Tragen und Lagern
Außen-Holzöl oder wetterfeste Holzlasur nach Herstellerangabe, meist 0,5 bis 1 Liter ausreichend für Gartenmöbel geeignet Oberflächenschutz gegen Feuchtigkeit und Vergrauung
Hirnholzschutz oder zusätzlicher Holzschutz für Schnittkanten kleine Menge für außen geeignet Schutz der Schnittflächen und Beinenden
siehe auch:   Loungegarnitur selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Werkzeugliste

Werkzeug Verwendungszweck Mögliche Alternative
Zollstock Messen aller Holzlängen, Abstände und Beschlagpositionen Maßband
Bleistift Anzeichnen von Schnitten, Bohrpunkten und Positionen Zimmermannsbleistift
Anschlagwinkel Rechtwinkliges Anzeichnen und Prüfen der Rahmen Kombinationswinkel
Kapp- und Gehrungssäge Gerader Zuschnitt von Brettern, Kanthölzern und Rahmenriegeln Handkreissäge mit Führungsschiene oder Handsäge mit Gehrungslade
Akkuschrauber Vorbohren, Senken und Verschrauben Bohrmaschine mit Schrauberbit
Holzbohrer 3 mm Vorbohren für 4-mm-Beschlagschrauben Kombibohrer mit passendem Durchmesser
Holzbohrer 4 mm Vorbohren für 5-mm-Holzschrauben Kombibohrer mit passendem Durchmesser
Senker Sauberes Versenken der Schraubenköpfe in Holzoberflächen Bohrer mit integriertem Senker
Schrauberbits passend zu den Schrauben Eindrehen der Terrassenschrauben, Holzschrauben und Beschlagschrauben Bit-Satz mit passendem Profil
Schraubzwingen Fixieren der Bretter, Querleisten und Beinrahmen beim Verschrauben Einhandzwingen
Wasserwaage Prüfen der ebenen Tischplatte und des aufgestellten Tisches Gerade Richtlatte mit aufgelegter Wasserwaage
Exzenterschleifer Schleifen der Flächen und Kanten Schwingschleifer
Schleifklotz Nacharbeiten von Kanten, Ecken und schwer zugänglichen Stellen Gefaltetes Schleifpapier
Schleifpapier Körnung 80, 120 und 180 Vorschliff, Zwischenschliff und feiner Kantenschliff Schleifscheiben in gleicher Körnung
Flachpinsel Auftragen von Holzöl, Lasur und Hirnholzschutz Ölpinsel
Fusselfreier Lappen Abnehmen von überschüssigem Holzöl Baumwolltuch
Schutzbrille Augenschutz beim Sägen, Bohren und Schleifen Keine sinnvolle Alternative
Gehörschutz Schutz beim Arbeiten mit Kapp- und Gehrungssäge oder Schleifmaschine Kapselgehörschutz oder Ohrstöpsel

Wenn später ein Bild der Material- und Werkzeugübersicht erstellt wird, sollte jedes einzelne Material und jedes einzelne Werkzeug direkt am Objekt beschriftet werden. Die Beschriftungen gehören nicht in eine Legende, sondern unmittelbar neben oder auf den jeweiligen Gegenstand. Verwenden Sie gut sichtbare rechteckige Beschriftungsboxen mit hellem Hintergrund, hohem Kontrast und großer fetter serifenloser Schrift.

Zuschnitt und Vorbereitung

Prüfen Sie das Holz vor dem Zuschnitt. Stark verdrehte, gerissene oder nasse Bretter sind für eine plane Tischplatte ungeeignet. Leichte Krümmungen lassen sich ausgleichen, wenn die schönere Seite nach oben zeigt und die Bretter mit Querleisten verschraubt werden. Lagern Sie das Holz vor dem Bau möglichst einige Tage trocken und luftig.

Messen Sie jedes Teil einzeln an und markieren Sie die Schnittlinie mit Anschlagwinkel und Bleistift. Schneiden Sie nicht mehrere Teile nach Augenmaß hintereinander, sondern prüfen Sie die Länge nach jedem Schnitt. Besonders bei den vier Beinen ist gleiche Länge wichtig. Schon wenige Millimeter Unterschied lassen den Tisch wackeln.

Alle Schraubverbindungen werden vorgebohrt. Das verhindert Risse, vor allem an den Enden der Kanthölzer. Für 5-mm-Schrauben verwenden Sie einen 4-mm-Holzbohrer, für 4-mm-Beschlagschrauben einen 3-mm-Holzbohrer. Sichtbare Schraubenköpfe an der Tischplatte werden leicht gesenkt, damit später nichts übersteht.

Schleifen Sie alle Teile vor dem Zusammenbau mindestens grob. Nach dem Montieren erreichen Sie manche Stellen schlechter. Kanten sollten gebrochen werden, also leicht abgerundet. Das fühlt sich angenehmer an, reduziert Splittergefahr und macht den Tisch auch für Familienalltag deutlich nutzerfreundlicher. Kinder dürfen beim späteren Nutzen nicht an scharfen Ecken, hochstehenden Schrauben oder klemmenden Klappteilen hängen bleiben.

Bauteil Anzahl Fertigmaß Hinweis
Tischplattenbrett 6 1200 × 120 × 28 mm Längskanten leicht schleifen, schönere Seite nach oben
Querleiste 3 690 × 60 × 40 mm Unterseite der Tischplatte, mit Abstand zu Außenkante montieren
Bein 4 700 × 45 × 45 mm Alle Beine exakt gleich lang schneiden
Rahmenriegel 4 620 × 45 × 45 mm Je zwei Riegel pro Beinrahmen
Distanzklotz 4 80 × 40 × 20 mm Für erhöht montierten zweiten Beinrahmen

Schritt-für-Schritt-Bauanleitung

Schritt 1: Holz prüfen, sortieren und Sichtseiten festlegen

Legen Sie alle Bretter und Kanthölzer auf eine ebene Fläche. Prüfen Sie, welche Seite der Tischplattenbretter schöner ist. Diese Seite zeigt später nach oben. Sortieren Sie die sechs Plattenbretter so, dass Maserung und Farbton harmonisch wirken. Die geradesten Bretter gehören nach außen, weil die Außenkanten später besonders sichtbar sind.

Benötigt werden Zollstock, Bleistift, Anschlagwinkel und Schraubzwingen. Vermeiden Sie den Fehler, verdrehte Bretter einfach mit Gewalt in die Konstruktion zu ziehen. Das kann später zu Spannungen und Rissen führen. Richtig ist der Schritt ausgeführt, wenn alle Bretter in ihrer späteren Reihenfolge liegen und jedes Bauteil eindeutig zugeordnet ist.

Schritt 2: Zuschnitte exakt anzeichnen und sägen

Zeichnen Sie die Tischplattenbretter auf 1200 mm an, falls sie noch nicht auf Länge sind. Schneiden Sie anschließend die drei Querleisten auf 690 mm, die vier Beine auf 700 mm und die vier Rahmenriegel auf 620 mm. Nutzen Sie den Anschlagwinkel für rechtwinklige Schnittlinien und die Kapp- und Gehrungssäge für saubere Schnitte.

Tragen Sie Schutzbrille und Gehörschutz. Ein typischer Fehler ist, alle vier Beine schnell nacheinander zu sägen, ohne die Länge zu prüfen. Stellen Sie lieber einen Anschlag an der Säge ein oder messen Sie jedes Bein nach. Richtig ist der Zuschnitt, wenn die vier Beine exakt gleich lang sind und alle Querleisten bündig nebeneinanderliegen, ohne sichtbare Längenabweichung.

Schritt 3: Kanten schleifen und Schnittflächen vorbereiten

Schleifen Sie alle Flächen zunächst mit Körnung 80, danach mit Körnung 120. Die Tischplattenoberseite kann zusätzlich mit Körnung 180 geglättet werden. Brechen Sie alle Kanten mit Schleifklotz oder Exzenterschleifer leicht. Besonders die Brettenden, Tischkanten und Beinunterseiten müssen splitterfrei sein.

Benötigt werden Exzenterschleifer, Schleifklotz und Schleifpapier. Vermeiden Sie zu starkes Abrunden der Stellen, an denen Beschläge später plan aufliegen. Scharniere und Klappstreben brauchen ebene Auflageflächen. Der Schritt ist richtig ausgeführt, wenn sich alle Kanten angenehm anfühlen und keine Holzfasern abstehen.

Schritt 4: Tischplatte ausrichten und Fugen herstellen

Legen Sie die sechs Tischplattenbretter mit der Sichtseite nach unten auf eine saubere, ebene Unterlage. Zwischen die Bretter legen Sie 6-mm-Abstandshalter, zum Beispiel gleich starke Restholzstreifen. Richten Sie die Stirnseiten bündig aus. Kontrollieren Sie mit Zollstock und Anschlagwinkel, ob die Platte rechteckig liegt.

siehe auch:   Outdoor-Hocker mit Stauraum selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Benötigt werden Zollstock, Anschlagwinkel, Schraubzwingen und 6-mm-Abstandshalter. Ein häufiger Fehler ist eine ungleichmäßige Fuge. Das fällt später sofort auf und erschwert das Ablaufen von Regenwasser. Richtig ist der Schritt, wenn die Tischplatte etwa 750 mm breit ist, alle Fugen gleichmäßig verlaufen und die Stirnseiten bündig sind.

Schritt 5: Querleisten auf der Tischplattenunterseite befestigen

Positionieren Sie die drei Querleisten quer über die Bretter. Die äußeren Querleisten sitzen jeweils etwa 180 mm von den Tischplattenenden entfernt. Die mittlere Querleiste sitzt mittig bei etwa 600 mm. Seitlich sollten die Querleisten links und rechts ungefähr 30 mm innerhalb der Tischplattenkante enden, damit sie nicht störend sichtbar sind.

Bohren Sie durch die Querleisten vor. Pro Brett und Querleiste werden zwei 5 × 50 mm Schrauben gesetzt, also insgesamt 36 Schrauben. Senken Sie die Bohrungen leicht an und verschrauben Sie die Querleisten mit der Tischplatte. Achten Sie darauf, nicht zu tief zu schrauben, damit die Schraubenspitzen nicht durch die Oberseite treten.

Benötigt werden Akkuschrauber, 4-mm-Holzbohrer, Senker, Schrauberbit, Schraubzwingen und Terrassenschrauben. Vermeiden Sie Schrauben zu nah an Brettkanten. Halten Sie mindestens 20 mm Abstand zur Brettkante. Richtig ist der Schritt, wenn die Platte fest verbunden ist, die Fugen gleichmäßig bleiben und keine Schraubenspitze sichtbar ist.

Schritt 6: Ersten Beinrahmen vormontieren

Legen Sie zwei Beine parallel auf die Werkbank. Der Abstand von Außenkante zu Außenkante beträgt 620 mm. Setzen Sie einen Rahmenriegel oben bündig zwischen oder auf die Beine, je nachdem, wie Sie die Hölzer am einfachsten sauber verspannen können. In dieser Anleitung werden die Rahmenriegel flächig auf die Innenseite der Beine geschraubt. Der obere Riegel sitzt bündig mit den Beinoberkanten, der untere Riegel etwa 120 mm über den Beinunterseiten.

Geben Sie etwas wasserfesten Holzleim auf die Kontaktflächen. Bohren Sie je Verbindung vor und verschrauben Sie jeden Riegel mit zwei 5 × 80 mm Holzschrauben je Seite. Prüfen Sie den Rahmen mit dem Anschlagwinkel.

Benötigt werden Akkuschrauber, 4-mm-Holzbohrer, Senker, Schrauberbit, Schraubzwingen, Holzleim und Holzschrauben. Vermeiden Sie einen verzogenen Rahmen. Wenn der Beinrahmen nicht rechtwinklig ist, steht der Tisch später schief. Richtig ist der Schritt, wenn der Rahmen flach aufliegt, die Beine parallel sind und die Diagonalen nahezu gleich lang sind.

Schritt 7: Zweiten Beinrahmen identisch bauen

Bauen Sie den zweiten Beinrahmen genauso wie den ersten. Verwenden Sie die gleichen Maße: zwei Beine mit 700 mm Länge, ein oberer Rahmenriegel bündig mit den Beinoberkanten und ein unterer Rahmenriegel etwa 120 mm über dem Boden. Auch hier werden alle Verbindungen vorgebohrt, verleimt und verschraubt.

Benötigt werden dieselben Werkzeuge und Materialien wie im vorherigen Schritt. Ein typischer Fehler ist, den zweiten Rahmen spiegelverkehrt mit abweichender Riegelhöhe zu bauen. Das kann später beim Zusammenklappen stören. Richtig ist der Schritt, wenn beide Beinrahmen deckungsgleich aufeinandergelegt werden können und keine Schraubenköpfe hervorstehen.

Schritt 8: Scharnierpositionen für die Beinrahmen festlegen

Drehen Sie die Tischplatte weiterhin mit der Unterseite nach oben. Der erste Beinrahmen wird an der linken äußeren Querleiste befestigt, der zweite an der rechten äußeren Querleiste. Die Scharnierachsen verlaufen quer zur Tischlänge. Dadurch klappen die Beinrahmen nach innen unter die Platte.

Legen Sie den ersten Beinrahmen mit seinem oberen Riegel an die Innenseite der linken Querleiste. Der Rahmen soll mittig zur Tischbreite sitzen. Links und rechts bleiben bei 750 mm Tischbreite jeweils etwa 65 mm Abstand zur Außenkante. Markieren Sie die Position der beiden Scharniere. Sie sitzen ungefähr 120 mm von den Seiten des Beinrahmens entfernt.

Benötigt werden Zollstock, Bleistift, Anschlagwinkel und Scharniere. Vermeiden Sie Scharniere zu nah an den Rahmenenden. Dann kann das Holz ausreißen. Richtig ist der Schritt, wenn der Beinrahmen mittig liegt, frei klappen kann und die Scharnierpositionen paarweise gleich sind.

Schritt 9: Ersten Beinrahmen mit Scharnieren montieren

Schrauben Sie die beiden Scharniere zuerst am oberen Rahmenriegel des ersten Beinrahmens fest. Bohren Sie mit dem 3-mm-Holzbohrer vor. Danach richten Sie den Rahmen an der Querleiste aus und befestigen die Scharniere dort ebenfalls. Bewegen Sie den Rahmen mehrmals vorsichtig. Er muss ohne Klemmen auf- und zuklappen.

Benötigt werden Akkuschrauber, 3-mm-Holzbohrer, Schrauberbit, Beschlagschrauben und Schraubzwingen. Vermeiden Sie schief sitzende Scharniere. Schon ein kleiner Versatz kann dazu führen, dass der Rahmen beim Klappen spannt. Richtig ist der Schritt, wenn der Rahmen leichtgängig schwenkt und im aufgeklappten Zustand ungefähr senkrecht steht.

Schritt 10: Zweiten Beinrahmen mit Distanzklötzen montieren

Der zweite Beinrahmen wird auf der gegenüberliegenden Querleiste montiert. Damit sich beide Rahmen im geklappten Zustand übereinanderlegen können, setzen Sie zwischen Scharnier und Querleiste Distanzklötze von 20 mm Stärke. Pro Scharnier werden zwei Distanzklötze verwendet, damit die Auflage stabil bleibt.

Befestigen Sie zuerst die Distanzklötze mit Beschlagschrauben an der Querleiste. Danach schrauben Sie die Scharniere an die Distanzklötze und an den oberen Riegel des zweiten Beinrahmens. Testen Sie den Klappweg. Klappen Sie zuerst den tiefer montierten Rahmen ein, danach den erhöht montierten Rahmen darüber.

Benötigt werden Akkuschrauber, 3-mm-Holzbohrer, Beschlagschrauben, Scharniere und Distanzklötze. Vermeiden Sie zu kleine oder weiche Distanzklötze. Sie müssen die Scharnierkräfte dauerhaft aufnehmen. Richtig ist der Schritt, wenn beide Beinrahmen unter die Platte klappen, ohne stark gegeneinander zu drücken.

Schritt 11: Klappstreben anpassen und befestigen

Stellen Sie beide Beinrahmen auf. Die Beine sollen annähernd senkrecht stehen und nicht nach außen wegkippen. Montieren Sie an jedem Beinrahmen zwei Klappstreben, jeweils links und rechts. Eine Seite der Strebe wird an der Tischplattenunterseite oder an der Querleiste befestigt, die andere Seite am Bein oder oberen Bereich des Beinrahmens. Die genaue Position hängt vom verwendeten Beschlag ab. Halten Sie sich bei der Lochposition an die mitgelieferte Beschlagform und testen Sie vor dem endgültigen Verschrauben den Bewegungsweg.

Benötigt werden Akkuschrauber, 3-mm-Holzbohrer, Bleistift, Zollstock, Beschlagschrauben und die vier Klappstreben. Ein typischer Fehler ist, die Streben im falschen Winkel zu montieren. Dann rasten sie nicht ein oder lassen sich nicht vollständig einklappen. Richtig ist der Schritt, wenn jede Strebe im geöffneten Zustand sicher einrastet und sich zum Einklappen bewusst lösen lässt.

Schritt 12: Gummifüße montieren und Stand prüfen

Stellen Sie den Tisch vorsichtig auf seine Beine. Montieren Sie an jedem Beinende einen Gummifuß oder Kunststoffgleiter. Je nach Ausführung werden die Füße geschraubt, genagelt oder aufgesteckt. Danach stellen Sie den Tisch auf eine ebene Fläche und prüfen mit der Wasserwaage die Tischplatte.

siehe auch:   Gartenhocker selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Benötigt werden Akkuschrauber, passende Schrauben für die Gummifüße und Wasserwaage. Vermeiden Sie es, einen wackelnden Tisch einfach durch stärkeres Anziehen der Beschläge ausgleichen zu wollen. Prüfen Sie zuerst, ob alle Beine gleich lang sind und ob die Füße richtig sitzen. Richtig ist der Schritt, wenn der Tisch ohne Kippeln steht und alle vier Füße Bodenkontakt haben.

Schritt 13: Klappfunktion vollständig testen

Klappen Sie den Tisch mehrmals auf und zu. Dabei gehen Sie immer gleich vor: Zum Einklappen lösen Sie die Verriegelungen der Klappstreben, klappen zuerst den tiefer montierten Beinrahmen ein und danach den erhöht montierten Rahmen. Zum Aufstellen öffnen Sie zuerst den erhöht montierten Rahmen, danach den tieferen Rahmen, bis alle Streben einrasten.

Benötigt werden keine zusätzlichen Materialien, nur Aufmerksamkeit und gegebenenfalls der Akkuschrauber zum Nachjustieren. Vermeiden Sie Finger im Bereich der Scharniere und Streben. Dort entstehen Quetschstellen. Richtig ist der Schritt, wenn der Klapptisch ohne Schleifen klappt, die Streben sauber verriegeln und die Beinrahmen im geschlossenen Zustand mit dem Gurtband fixiert werden können.

Schritt 14: Oberfläche ölen oder lasieren

Tragen Sie Hirnholzschutz auf alle Schnittkanten und besonders auf die Beinenden auf. Danach behandeln Sie alle Holzflächen mit Außen-Holzöl oder wetterfester Holzlasur. Arbeiten Sie mit einem Flachpinsel in Faserrichtung. Bei Holzöl nehmen Sie überschüssiges Öl nach der Einwirkzeit mit einem fusselfreien Lappen ab. Beachten Sie die Trocknungszeit des verwendeten Produkts.

Benötigt werden Flachpinsel, fusselfreier Lappen, Holzöl oder Lasur und Hirnholzschutz. Ölige Lappen können sich unter ungünstigen Bedingungen selbst erwärmen. Breiten Sie sie nach Gebrauch im Freien zum Trocknen aus oder entsorgen Sie sie nach Herstellerangabe. Richtig ist der Schritt, wenn alle Flächen gleichmäßig geschützt sind, keine klebrigen Ölpfützen stehen bleiben und die Beschläge frei beweglich bleiben.

Witterungsschutz und Pflege des Klapptisches für den Garten

Auch wettergeeignetes Holz bleibt länger schön, wenn es nicht dauerhaft nass steht. Lagern Sie den Klapptisch bei längeren Regenphasen im Schuppen, unter einem Vordach oder zusammengeklappt an einer geschützten Wand. Eine atmungsaktive Abdeckung ist besser als eine dichte Folie, unter der sich Kondenswasser sammelt.

Prüfen Sie einmal im Frühjahr und einmal im Herbst die Schrauben, Scharniere und Klappstreben. Ziehen Sie lockere Schrauben vorsichtig nach. Wenn eine Schraube nicht mehr greift, verwenden Sie nicht einfach eine deutlich größere Schraube an derselben Stelle. Besser ist es, das Loch mit einem passenden Holzspan und wasserfestem Leim zu füllen, trocknen zu lassen und neu vorzubohren.

Je nach Witterung sollte die Oberfläche einmal jährlich nachgeölt werden. Bei Lasuren hängt der Intervall vom Produkt und der Bewitterung ab. Sobald Wasser nicht mehr abperlt oder das Holz stark ausbleicht, ist eine Pflege sinnvoll. Vor dem Nachölen reinigen Sie den Tisch, lassen ihn trocknen und schleifen raue Stellen leicht mit Körnung 180 an.

Sicherheit und Nutzung des klappbaren Gartentisches

Der Tisch ist für normale Nutzung als Garten- und Esstisch vorgesehen. Setzen Sie sich nicht auf die Tischplatte und verwenden Sie den Tisch nicht als Leiter oder Arbeitsgerüst. Die Klappstreben müssen vor jeder Nutzung vollständig eingerastet sein. Wenn Kinder den Tisch nutzen, sollte ein Erwachsener den Tisch aufstellen und einklappen, weil Scharniere und Verriegelungen Quetschstellen bilden.

Achten Sie darauf, dass keine Schraubenköpfe hochstehen und keine Splitter vorhanden sind. Besonders an der Tischkante und an den Beinrahmen sollten alle Kanten glatt sein. Wenn der Tisch auf unebenem Untergrund steht, gleichen Sie den Boden aus, statt den Tisch unter Spannung zu belasten.

Häufige Fehler und ihre Vermeidung

Fehler Folge Lösung
Beine sind nicht exakt gleich lang Der Klapptisch wackelt trotz gerader Tischplatte Beine paarweise nachmessen, bei Bedarf minimal nachkürzen und Gummifüße gleichmäßig montieren
Tischplattenfugen sind ungleichmäßig Die Platte wirkt unsauber und Wasser läuft schlechter ab Beim Verschrauben 6-mm-Abstandshalter verwenden und Bretter mit Schraubzwingen fixieren
Holz wurde nicht vorgebohrt Kanthölzer reißen, Schrauben sitzen schief Für jede Schraubverbindung passend vorbohren und sichtbare Schraubenköpfe senken
Scharniere sitzen nicht parallel Beinrahmen klemmen beim Klappen Scharnierachsen vor dem Verschrauben ausrichten und den Klappweg testen
Klappstreben rasten nicht vollständig ein Der Tisch kann unbeabsichtigt einklappen Strebenposition korrigieren und nur Beschläge mit sicherer Verriegelung verwenden
Distanzklötze fehlen beim zweiten Beinrahmen Die Beinrahmen drücken im eingeklappten Zustand gegeneinander Zweiten Rahmen mit 20-mm-Distanzklötzen höher setzen
Oberfläche wurde nur oben behandelt Feuchtigkeit dringt über Unterseite und Schnittkanten ein Alle Seiten, Kanten, Bohrungen und Beinenden mit Holzschutz behandeln
Tisch wird dauerhaft im Regen gelagert Holz quillt, Beschläge rosten schneller, Oberfläche vergraut Tisch geschützt lagern und regelmäßig nachölen oder nachlasieren

FAQ zur Bauanleitung

Kann ich den Klapptisch auch kleiner bauen?

Ja. Kürzen Sie die Tischplattenbretter auf die gewünschte Länge und reduzieren Sie bei Bedarf die Anzahl der Bretter. Wichtig ist, dass die Querleisten zur neuen Breite passen und die Beinrahmen beim Einklappen noch Platz haben.

Kann ich den Tisch breiter als 750 mm bauen?

Ja, aber die Beinrahmen und Querleisten müssen entsprechend breiter werden. Lassen Sie seitlich weiterhin etwas Rücksprung, damit die Unterkonstruktion nicht störend übersteht. Bei deutlich mehr als 850 mm Breite sollten Sie stärkere Querleisten oder zusätzliche Aussteifung einplanen.

Welche Holzart eignet sich am besten?

Douglasie und Lärche sind gut verfügbar und für Gartenmöbel geeignet, wenn sie regelmäßig gepflegt werden. Robinie ist sehr dauerhaft, aber teurer und härter zu bearbeiten. Fichte kann verwendet werden, benötigt draußen aber besonders sorgfältigen Schutz.

Muss ich Edelstahl-Schrauben verwenden?

Im Außenbereich sind Edelstahl- oder hochwertige verzinkte Schrauben sinnvoll. Edelstahl ist besonders empfehlenswert, wenn der Tisch häufig nass wird. Normale blanke Schrauben rosten schnell und verfärben das Holz.

Warum werden Fugen zwischen den Tischplattenbrettern gelassen?

Die Fugen lassen Regenwasser ablaufen und geben dem Holz Platz zum Quellen und Schwinden. Ohne Fugen kann Wasser auf der Platte stehen bleiben, und die Bretter können sich stärker verziehen.

Kann ich statt Klappstreben einfache Ketten verwenden?

Ketten begrenzen zwar den Öffnungswinkel, verriegeln den Tisch aber nicht so sicher. Für einen Gartentisch sind Klappstreben mit Rastung oder Verriegelung deutlich zuverlässiger, weil sie das unbeabsichtigte Einklappen verhindern.

Wie verhindere ich, dass der Tisch beim Essen wackelt?

Achten Sie auf exakt gleich lange Beine, feste Beinrahmen, sauber eingerastete Klappstreben und einen ebenen Untergrund. Zusätzlich helfen Gummifüße, weil sie kleine Unebenheiten ausgleichen und die Beinenden schonen.

Kann ich die Tischplatte aus einer durchgehenden Holzplatte bauen?

Das ist möglich, aber für draußen oft ungünstiger. Eine geschlossene Platte lässt Wasser schlechter ablaufen und kann sich stärker verziehen. Einzelne Bretter mit Fugen sind für einen Gartentisch meist langlebiger.

Wie schwer darf ich den Klapptisch belasten?

Für normale Nutzung als Esstisch sind etwa 30 bis 40 kg gleichmäßig verteilt realistisch. Vermeiden Sie hohe Punktlasten in der Mitte und setzen Sie sich nicht auf den Tisch.

Wie lagere ich den Tisch im Winter?

Reinigen Sie den Tisch, lassen Sie ihn vollständig trocknen und lagern Sie ihn zusammengeklappt an einem trockenen, belüfteten Ort. Ideal sind Gartenhaus, Garage oder ein überdachter Bereich.

Was mache ich, wenn eine Klappstrebe nach einiger Zeit schwergängig wird?

Prüfen Sie zuerst, ob Schrauben locker sind oder Holz gequollen ist. Reinigen Sie den Beschlag und bewegen Sie ihn mehrmals. Wenn der Beschlag verbogen ist oder nicht mehr sicher einrastet, tauschen Sie ihn aus.

Kann ich den Klapptisch farbig streichen?

Ja. Verwenden Sie eine für außen geeignete Holzfarbe oder deckende Wetterschutzfarbe. Behandeln Sie auch Unterseite, Schnittkanten und Bohrlöcher. Bewegliche Beschläge sollten nicht mit Farbe verklebt werden.