Biergartengarnitur selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Biergartengarnitur selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Mit dieser Bauanleitung baust du eine robuste Biergartengarnitur aus Holz: einen 1800 mm langen Gartentisch mit zwei passenden Sitzbänken. Das Ergebnis ist stabil genug für den täglichen Einsatz auf Terrasse, Hof oder im Garten, lässt sich mit üblichen Heimwerkerwerkzeugen herstellen und kann bei Bedarf in Länge oder Breite angepasst werden.

Projektübersicht: Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad

Merkmal Wert
Projektart Biergartengarnitur selber bauen: 1 Tisch und 2 separate Sitzbänke aus wetterfest behandeltem Holz
Schwierigkeitsgrad Mittel; für geübte Anfänger machbar, wenn sauber gemessen, vorgebohrt und verschraubt wird
Zeitbedarf Etwa 1 bis 2 Tage inklusive Zuschnitt, Schleifen, Montage und erster Oberflächenbehandlung
Benötigte Personen 1 Person für Zuschnitt und Vorbereitung, 2 Personen für das Ausrichten und Verschrauben langer Bauteile empfohlen
Kostenrahmen Je nach Holzart und Beschlägen etwa 220 bis 420 Euro
Typische Abmessungen Tisch: 1800 × 700 × 750 mm; Bänke: je 1800 × etwa 290 × 450 mm
Geeignete Materialien Douglasie, Lärche, Robinie oder kesseldruckimprägnierte Kiefer; Verbindungsmittel aus Edelstahl oder verzinktem Stahl

Planung und passende Maße für die Biergartengarnitur

Die hier beschriebene Biergartengarnitur besteht aus einem freistehenden Tisch und zwei freistehenden Bänken. Diese Bauweise ist einfacher zu lagern, leichter zu bewegen und praktischer als eine fest miteinander verbundene Garnitur. Außerdem können die Bänke beim Reinigen, Einölen oder Verstauen einzeln angehoben werden.

Als Mustermaß eignet sich eine Länge von 1800 mm. Damit sitzen pro Bank bequem drei Erwachsene, bei enger Nutzung auch vier Personen. Die Tischplatte wird 700 mm breit. Das ist ausreichend für Teller, Gläser, Schüsseln und eine Servierplatte in der Mitte. Eine Tischhöhe von etwa 750 mm ist für Erwachsene angenehm. Die Sitzhöhe der Bänke liegt bei 450 mm. Das ergibt einen bequemen Abstand zwischen Sitzfläche und Tischunterkante.

Der geplante Abstand zwischen Bank und Tisch sollte in der Nutzung etwa 250 bis 350 mm betragen. Miss also nicht nur die Möbel selbst, sondern auch die Stellfläche. Für eine komplette Garnitur solltest du ungefähr 1800 mm Länge und mindestens 1600 bis 1800 mm Gesamttiefe einplanen, damit man aufstehen und vorbeigehen kann. Auf schmalen Balkonen ist die hier gewählte Tiefe oft zu groß; dort kannst du die Tischbreite auf 600 mm reduzieren und die Bänke schmaler ausführen.

Die Länge lässt sich leicht anpassen. Für eine kleinere Garnitur mit vier Sitzplätzen kannst du alle langen Bauteile von 1800 mm auf 1400 oder 1500 mm kürzen. Bei mehr als 1800 mm Länge solltest du zusätzliche mittlere Stützen einplanen, weil sich Tischplatte und Sitzflächen sonst stärker durchbiegen. Bei der hier gewählten Länge sorgt jeweils eine mittlere Querunterstützung unter Tisch und Bänken für ausreichende Stabilität.

Für den Außenbereich ist konstruktiver Holzschutz wichtig. Die Garnitur sollte nicht dauerhaft in Pfützen stehen. Gummipuffer unter den Beinen reduzieren den direkten Wasserkontakt. Zwischen den Tischplattenbrettern und den Sitzbrettern bleiben kleine Fugen von etwa 5 bis 10 mm. So kann Regenwasser ablaufen, und das Holz kann arbeiten, ohne sich gegenseitig hochzudrücken.

Plane außerdem genügend Abstand zu Grill, Feuerstelle und Hauswand ein. Holz arbeitet bei Feuchtigkeit und Hitze. Stelle die Biergartengarnitur möglichst auf einen ebenen Untergrund aus Terrasse, Pflaster, Holzdeck oder verdichtetem Kies. Auf sehr weichem Rasen können sich die Beine eindrücken; dann helfen größere Unterlegplatten oder breitere Gummifüße.

Materialliste für die Biergartengarnitur

Material Menge Abmessungen Verwendung
Terrassendielen Douglasie oder Lärche 5 Stück
Berechnung: Tischbreite 5 × 140 mm = 700 mm
1800 × 140 × 28 mm Tischplatte
Terrassendielen Douglasie oder Lärche 4 Stück
Berechnung: 2 Bretter je Bank
1800 × 140 × 28 mm Sitzflächen der beiden Bänke
Kantholz gehobelt 4 Stück 720 × 90 × 90 mm Tischbeine
Rahmenholz gehobelt 2 Stück 1700 × 90 × 45 mm Lange Tischzargen unter der Tischplatte
Rahmenholz gehobelt 3 Stück 610 × 90 × 45 mm Kurze Tischzargen und mittlere Tischquerstrebe
Kantholz gehobelt 8 Stück 422 × 70 × 70 mm Bankbeine; zusammen mit 28 mm Sitzbrett ergibt das 450 mm Sitzhöhe
Rahmenholz gehobelt 4 Stück 1700 × 70 × 45 mm Lange Bankzargen, je zwei pro Bank
Rahmenholz gehobelt 6 Stück 250 × 70 × 45 mm Querauflagen unter den Sitzbrettern, je drei pro Bank
Rahmenholz gehobelt 4 Stück 550 × 70 × 45 mm Diagonale Aussteifungen der beiden Bänke
Terrassenschrauben Edelstahl A2 ca. 120 Stück 5 × 60 mm Verschrauben von Tischplattenbrettern, Sitzbrettern und Querauflagen
Konstruktionsschrauben außen geeignet ca. 60 Stück 6 × 100 mm Zusätzliche Verbindung von Zargen, Beinen und Aussteifungen
Schlossschrauben mit Muttern und Unterlegscheiben 8 Sets M8 × 120 mm Verschraubung der Tischbeine mit den Tischzargen
Schlossschrauben mit Muttern und Unterlegscheiben 16 Sets M8 × 100 mm Verschraubung der Bankbeine mit den Bankzargen
Gummipuffer oder Kunststoffgleiter 12 Stück ca. 40 × 40 mm Schutz unter Tisch- und Bankbeinen gegen Feuchtigkeit
Holzöl für außen ca. 1 Liter farblos oder pigmentiert Oberflächenschutz der gesamten Biergartengarnitur
Schleifpapier je mehrere Bögen oder Scheiben Körnung 80, 120, 180 Kanten brechen, Flächen glätten, Zwischenschliff

Werkzeugliste für die Biergartengarnitur

Werkzeug Verwendungszweck mögliche Alternative
Kappsäge Rechtwinkliger Zuschnitt von Dielen, Kanthölzern und Rahmenhölzern Handkreissäge mit Führungsschiene
Akkuschrauber Vorbohren, Senken und Schrauben eindrehen Bohrmaschine mit Bitaufnahme
Holzbohrer 4 mm Vorbohren für 5 mm Terrassenschrauben Kombibohrer mit Senker
Holzbohrer 6 mm Vorbohren für 6 mm Konstruktionsschrauben Langer Holzspiralbohrer
Holzbohrer 8 mm Durchgangslöcher für M8-Schlossschrauben 8,5 mm Holzbohrer bei sehr engen Schrauben
Senker Sauberes Versenken der Schraubenköpfe Terrassenschrauben mit Fräsrippen
Ratsche oder Ringschlüssel 13 mm Anziehen der M8-Muttern Maulschlüssel 13 mm
Zollstock Längen messen und Abstände kontrollieren Maßband
Schreinerwinkel Rechtwinkliges Anzeichnen und Ausrichten der Rahmen Anschlagwinkel
Bleistift Schnittlinien und Bohrpunkte markieren Markierstift für Holz
Wasserwaage Kontrolle von ebenem Stand und gerader Tischplatte Richtlatte mit Libelle
Schraubzwingen Fixieren von Brettern, Zargen und Beinen beim Verschrauben Einhandzwingen
Exzenterschleifer Schleifen größerer Flächen Schwingschleifer
Schleifklotz Kanten und schwer erreichbare Stellen nacharbeiten Handschleifpad
Pinsel Auftragen von Holzöl Ölauftragspad
Schutzbrille Schutz beim Sägen, Bohren und Schleifen Gesichtsschutz
Gehörschutz Schutz beim Arbeiten mit Kappsäge und Schleifer Kapselgehörschutz oder Ohrstöpsel
siehe auch:   Schaukelbank selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Zuschnitt und Vorbereitung der Biergartengarnitur

Lege alle Hölzer vor dem Zuschnitt auf Böcke oder eine ebene Arbeitsfläche. Kontrolliere, ob Bretter stark verzogen, gerissen oder verdreht sind. Leicht krumme Dielen kannst du so sortieren, dass die schönere Seite später nach oben zeigt. Stark verdrehte Hölzer solltest du nicht für Tischplatte oder Sitzflächen verwenden, weil sie sich nur schwer plan verschrauben lassen.

Miss jedes Bauteil einzeln an und markiere die Schnittlinie mit Bleistift und Schreinerwinkel. Arbeite bei allen gleich langen Teilen mit einem Anschlag an der Kappsäge. So werden Tischbeine, Bankbeine und Querstreben wirklich gleich lang. Ungleiche Beinlängen führen später zu Wackeln, das sich nur mühsam ausgleichen lässt.

Nach dem Sägen werden alle Schnittkanten mit Schleifpapier Körnung 80 gebrochen. Die sichtbaren Flächen schleifst du anschließend mit Körnung 120. Für Sitzflächen und Tischplatte lohnt sich ein zusätzlicher Schliff mit Körnung 180, damit keine Splitter entstehen. Bohrlöcher werden grundsätzlich vorgebohrt: 4 mm für 5 mm Schrauben, 6 mm für 6 mm Schrauben und 8 mm für M8-Schlossschrauben.

Bauteil Anzahl Zuschnittmaß Hinweis
Tischplattenbrett 5 1800 × 140 × 28 mm Sichtseite nach oben sortieren
Sitzbrett 4 1800 × 140 × 28 mm Je zwei Bretter pro Bank
Tischbein 4 720 × 90 × 90 mm Exakt gleich lang schneiden
Lange Tischzarge 2 1700 × 90 × 45 mm 50 mm je Stirnseite eingerückt
Kurze Tischzarge und Mittelstrebe 3 610 × 90 × 45 mm Zwischen die langen Zargen setzen
Bankbein 8 422 × 70 × 70 mm Ergibt 450 mm Sitzhöhe
Lange Bankzarge 4 1700 × 70 × 45 mm Je zwei pro Bank
Bank-Querauflage 6 250 × 70 × 45 mm Unter den Sitzbrettern
Bank-Diagonalstrebe 4 550 × 70 × 45 mm Enden passend anhalten und schräg schneiden

Schritt-für-Schritt-Bauanleitung

Schritt 1: Bauteile kontrollieren, sortieren und anzeichnen

Lege zuerst alle Dielen, Kanthölzer und Rahmenhölzer in Gruppen auf die Arbeitsfläche: Tischplatte, Tischgestell, Sitzflächen, Bankgestelle und Aussteifungen. Prüfe jedes Holz auf Risse, Harzgallen, Verdrehung und starke Krümmung. Die schönsten Seiten der 1800 × 140 × 28 mm Dielen markierst du als Sichtseite. Bei Tisch und Bänken zeigen diese Seiten später nach oben. Zeichne die Zuschnitte mit Zollstock, Bleistift und Schreinerwinkel an. Achte darauf, bei den Tischbeinen 720 mm und bei den Bankbeinen 422 mm nicht zu verwechseln. Ein typischer Fehler ist, von einem bereits ungenau gesägten Teil weiterzumessen. Besser ist: immer vom ursprünglichen Ende messen oder einen festen Anschlag an der Kappsäge verwenden. Korrekt vorbereitet ist alles, wenn jedes Bauteil eindeutig beschriftet ist und gleiche Teile auch tatsächlich gleich lang angezeichnet sind.

Schritt 2: Holz für Tisch und Bänke zusägen

Säge nun alle Bauteile nach der Zuschnittliste zu. Verwende Schutzbrille und Gehörschutz. Mit der Kappsäge gelingen rechtwinklige Schnitte besonders einfach. Wenn du eine Handkreissäge nutzt, arbeite mit Führungsschiene oder Anschlag, damit die Schnittkante nicht verläuft. Beginne mit den langen Dielen für Tischplatte und Sitzflächen, danach folgen Kanthölzer und Rahmenhölzer. Die langen Tischzargen werden auf 1700 mm geschnitten, die kurzen Tischzargen und die mittlere Tischquerstrebe auf 610 mm. Für die Bänke schneidest du vier lange Bankzargen auf 1700 mm, sechs Querauflagen auf 250 mm und acht Beine auf 422 mm. Die Diagonalstreben kannst du zunächst auf 550 mm ablängen; die endgültigen Schrägschnitte werden später am montierten Bankgestell angezeichnet. Prüfe nach dem Sägen stichprobenartig mit dem Schreinerwinkel, ob die Enden rechtwinklig sind. Nur saubere Schnitte ergeben später flächige Verbindungen ohne Spalten.

Schritt 3: Schnittkanten schleifen und Bohrpunkte vorbereiten

Schleife alle Schnittkanten zuerst mit Körnung 80, damit keine scharfen Fasern stehen bleiben. Danach glättest du Tischplattenbretter und Sitzbretter mit Körnung 120 und zum Schluss mit Körnung 180. Die Kanten sollen leicht gebrochen sein, aber nicht stark rundgeschliffen werden; sonst wirken die Fugen später ungleichmäßig. Markiere anschließend die Bohrpunkte. Bei den Tischplattenbrettern kommen Schrauben etwa 25 bis 30 mm von der Brettkante entfernt in die darunterliegenden Zargen und Querstreben. Bei den Sitzbrettern werden die Schrauben über den Querauflagen gesetzt. Bohre sichtbare Verschraubungen mit 4 mm vor und senke die Löcher leicht an. Für Konstruktionsschrauben in Rahmenhölzern verwendest du 6 mm. Für Schlossschrauben brauchst du 8 mm Durchgangslöcher. Ein häufiger Fehler ist das Schrauben ohne Vorbohren nahe am Hirnholz; dadurch können Douglasie oder Lärche aufreißen. Richtig vorbereitet sind die Teile, wenn alle sichtbaren Flächen glatt sind und die Schrauben später ohne Spaltenbildung greifen.

Schritt 4: Tischrahmen aus Zargen zusammenbauen

Lege die beiden langen Tischzargen mit 1700 × 90 × 45 mm parallel auf eine ebene Fläche. Die drei kurzen Hölzer mit 610 × 90 × 45 mm werden zwischen die langen Zargen gesetzt: eines an jedem Ende und eines mittig bei etwa 850 mm. Dadurch entsteht ein stabiler rechteckiger Rahmen mit Mittelunterstützung. Kontrolliere mit dem Schreinerwinkel alle Ecken. Fixiere die Hölzer mit Schraubzwingen, bohre mit 6 mm vor und verschraube die Verbindungen mit 6 × 100 mm Konstruktionsschrauben. Pro Verbindung sind zwei Schrauben sinnvoll, leicht versetzt gesetzt, damit das Holz nicht aufspaltet. Die langen Zargen liegen später unter der Tischplatte und tragen die Hauptlast. Die kurzen Zargen halten die Breite von 700 mm und verhindern, dass sich der Rahmen verzieht. Korrekt ist der Rahmen, wenn die Diagonalen gleich lang sind. Miss dazu von Ecke zu Ecke; weichen die Maße ab, drücke den Rahmen vor dem endgültigen Festziehen in Form.

siehe auch:   Gartenhaus mit Schlafboden selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Schritt 5: Tischbeine montieren und verschrauben

Stelle den Tischrahmen auf die Seite oder lege ihn umgedreht auf die Arbeitsfläche. Die vier Tischbeine mit 720 × 90 × 90 mm werden innen an den Rahmenecken positioniert. Sie sitzen bündig an den kurzen und langen Zargen, aber nicht außen sichtbar vor der Tischplattenkante. Fixiere jedes Bein mit Schraubzwingen. Bohre durch Zarge und Bein jeweils ein 8 mm Loch für eine M8 × 120 mm Schlossschraube. Pro Bein sollten zwei Schlossschrauben verwendet werden: eine durch die lange Zarge und eine durch die kurze Zarge. Setze Unterlegscheiben auf und ziehe die Muttern mit Ratsche oder 13 mm Ringschlüssel an. Zusätzlich kannst du je Verbindung eine 6 × 100 mm Konstruktionsschraube setzen, damit sich beim Montieren nichts verdreht. Ziehe die Muttern nicht so brutal an, dass die Scheiben tief ins Holz gezogen werden. Richtig montiert ist das Tischgestell, wenn alle Beine senkrecht stehen, der Rahmen nicht kippelt und die Oberkante der Beine sauber unter der späteren Tischplatte liegt.

Schritt 6: Tischplattenbretter ausrichten und befestigen

Drehe das Tischgestell wieder richtig herum. Lege die fünf Tischplattenbretter mit 1800 × 140 × 28 mm auf den Rahmen. Die Bretter schließen in der Breite zu 700 mm zusammen. In der Länge stehen sie an beiden Enden etwa 50 mm über dem 1700 mm langen Rahmen über. Richte zuerst das mittlere Brett aus und danach die äußeren Bretter. Wenn die Dielen leicht arbeiten sollen, kannst du zwischen den Brettern sehr schmale Fugen von etwa 2 bis 5 mm lassen; bei exakt 700 mm Gesamtbreite liegen sie nahezu bündig. Wichtig ist, dass die Enden fluchten. Bohre mit 4 mm vor und senke die Löcher leicht an. Schraube jedes Brett mit 5 × 60 mm Terrassenschrauben in die beiden Endzargen und in die mittlere Querstrebe. Verwende pro Auflagepunkt zwei Schrauben je Brett. Ein Fehler wäre, Schrauben zu dicht an die Brettkante zu setzen; halte etwa 25 mm Abstand. Korrekt ist die Tischplatte, wenn sie eben aufliegt, keine Schraubenköpfe überstehen und die Längskanten sauber parallel laufen.

Schritt 7: Bankgestelle mit Beinen und Zargen bauen

Baue nun nacheinander die beiden Bankgestelle. Für eine Bank brauchst du zwei lange Bankzargen mit 1700 × 70 × 45 mm und vier Bankbeine mit 422 × 70 × 70 mm. Lege die Zargen parallel aus. Die Beine sitzen an den Enden innen zwischen den Zargen oder direkt an deren Innenseite, je nachdem wie du besser spannen kannst. Wichtig ist, dass die Außenlänge der Bank später zur 1800 mm Sitzfläche passt und an beiden Enden etwa 50 mm Überstand bleibt. Richte die Beine senkrecht aus, fixiere sie mit Schraubzwingen und bohre 8 mm Durchgangslöcher für M8 × 100 mm Schlossschrauben. Pro Bein werden zwei Schrauben empfohlen, eine je Längsseite. Setze Unterlegscheiben und Muttern auf und ziehe sie gleichmäßig an. Zusätzlich kann eine 6 × 100 mm Konstruktionsschraube die Verbindung gegen Verdrehen sichern. Prüfe mit der Wasserwaage oder einer ebenen Platte, ob alle vier Beine gleichmäßig stehen. Wiederhole den Vorgang für die zweite Bank.

Schritt 8: Querauflagen und Diagonalstreben der Bänke einsetzen

Jede Bank erhält drei Querauflagen mit 250 × 70 × 45 mm: eine links, eine rechts und eine mittig. Lege sie oben quer über die langen Bankzargen, sodass die Sitzbretter später sicher aufliegen. Die äußeren Querauflagen sitzen etwa 120 bis 150 mm von den Stirnseiten der Sitzbretter entfernt, die mittlere Querauflage sitzt bei etwa 900 mm. Bohre mit 4 mm oder 6 mm vor, je nachdem ob du von oben mit Terrassenschrauben oder seitlich mit Konstruktionsschrauben befestigst. Verschraube jede Querauflage fest mit den Bankzargen. Danach hältst du die 550 mm langen Diagonalstreben seitlich zwischen Bein und Zarge an. Zeichne die Schrägschnitte direkt am Gestell an, säge sie passend zu und verschraube die Streben mit 6 × 100 mm Konstruktionsschrauben. Die Diagonalstreben verhindern seitliches Wackeln. Korrekt montiert ist die Bank, wenn sie sich beim kräftigen Drücken von der Seite nicht merklich verwindet.

Schritt 9: Sitzbretter auf den Bankgestellen befestigen

Lege pro Bank zwei Sitzbretter mit 1800 × 140 × 28 mm auf das Gestell. Zwischen den beiden Brettern bleibt eine Fuge von etwa 10 mm. Dadurch ergibt sich eine Sitzbreite von ungefähr 290 mm, was für eine Biergartenbank gut nutzbar ist. Richte die Bretter so aus, dass sie links und rechts gleichmäßig überstehen und die Stirnseiten fluchten. Fixiere die Bretter mit Schraubzwingen oder lasse eine zweite Person die Position halten. Bohre mit 4 mm durch die Sitzbretter in die Querauflagen vor und senke die Schraubenlöcher leicht an. Verschraube jedes Brett an jeder Querauflage mit zwei 5 × 60 mm Terrassenschrauben. Insgesamt sitzen die Sitzbretter dann an drei Punkten sicher auf. Achte darauf, nicht schräg aus dem Holz herauszubohren. Richtig ist das Ergebnis, wenn die Sitzfläche plan wirkt, keine Schraube fühlbar übersteht und beide Bänke die gleiche Sitzhöhe von etwa 450 mm haben.

Schritt 10: Biergartengarnitur prüfen, Gummipuffer montieren und ölen

Stelle Tisch und Bänke auf einen ebenen Untergrund und kontrolliere die komplette Biergartengarnitur. Wackle an Tischplatte, Bankgestellen und Beinen. Falls sich eine Verbindung bewegt, ziehe die Muttern der Schlossschrauben nach oder setze eine zusätzliche 6 × 100 mm Konstruktionsschraube an einer verdeckten Stelle. Kontrolliere alle Schraubenköpfe und schleife raue Stellen mit dem Schleifklotz nach. Danach drehst du Tisch und Bänke vorsichtig auf die Seite oder auf den Kopf und montierst unter jedem Bein einen Gummipuffer oder Kunststoffgleiter. So steht das Holz nicht direkt im Wasser. Entferne Schleifstaub gründlich und trage mit dem Pinsel Holzöl für außen auf. Arbeite besonders sorgfältig an Stirnseiten, Kanten und Bohrlöchern, weil dort Feuchtigkeit schnell eindringt. Nach Herstellerangabe lässt du das Öl einziehen und nimmst Überschüsse ab. Fertig ist die Biergartengarnitur, wenn sie stabil steht, alle Oberflächen splitterfrei sind und die erste Schutzschicht vollständig getrocknet ist.

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Stabilität und Belastbarkeit der selbstgebauten Biergartengarnitur

Die Garnitur ist für normale Nutzung durch Erwachsene ausgelegt. Die Tischplatte wird von zwei langen Zargen und drei Querstreben getragen. Dadurch verteilt sich die Last auf den Rahmen und nicht nur auf einzelne Schrauben. Die Bänke erhalten lange Zargen, Querauflagen und Diagonalstreben. Diese Kombination verhindert, dass die Bank beim Hinsetzen seitlich ausweicht.

Trotzdem solltest du die Garnitur nicht zweckentfremden. Sie ist zum Sitzen, Essen und Abstellen von Geschirr gedacht, nicht als Arbeitsgerüst oder Leiter. Wenn mehrere Personen auf einer Bank sitzen, ist das bei sauberer Montage unproblematisch. Springen, Kippeln oder einseitige Punktbelastung am äußersten Ende belasten die Verbindungen jedoch unnötig.

Nach den ersten Tagen im Außenbereich solltest du alle Muttern kontrollieren. Holz arbeitet durch Feuchtigkeit und Temperatur. Es ist normal, dass sich einzelne Verbindungen minimal setzen. Ziehe die M8-Muttern handfest nach, aber quetsche das Holz nicht zusammen.

Maße der Biergartengarnitur anpassen

Wenn du die Biergartengarnitur kürzer bauen möchtest, reduzierst du alle langen 1800-mm-Bretter und die 1700-mm-Zargen um denselben Wert. Beispiel: Für eine 1500 mm lange Garnitur werden Tischplatten- und Sitzbretter 1500 mm lang. Die langen Tisch- und Bankzargen werden dann etwa 1400 mm lang, damit wieder ungefähr 50 mm Überstand je Seite bleibt.

Die Höhe solltest du nur vorsichtig verändern. Für Erwachsene sind etwa 750 mm Tischhöhe und 450 mm Sitzhöhe bewährt. Wenn du die Tischbeine kürzt, bleibt die Tischplatte entsprechend niedriger. Wenn du die Sitzhöhe verändern möchtest, passt du die Bankbeine an: gewünschte Sitzhöhe minus 28 mm Sitzbrettstärke ergibt die Beinlänge. Für 430 mm Sitzhöhe wären das 402 mm Bankbeinlänge.

Bei einer längeren Garnitur über 2000 mm solltest du zusätzliche Mittelbeine oder stärkere Unterzüge einplanen. Andernfalls können sich Sitzflächen und Tischplatte sichtbar durchbiegen. Bei einer breiteren Tischplatte müssen auch die kurzen Tischzargen länger werden. Die hier verwendeten 610 mm passen zur 700 mm breiten Tischplatte, weil die 45 mm starken langen Zargen links und rechts berücksichtigt werden.

Pflege und Witterungsschutz der Biergartengarnitur

Eine Biergartengarnitur steht oft im Freien und bekommt Sonne, Regen und Temperaturschwankungen ab. Holzöl schützt nicht dauerhaft für viele Jahre, sondern muss regelmäßig erneuert werden. Prüfe die Oberfläche mindestens einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Wenn Wasser nicht mehr abperlt oder das Holz grau und rau wird, reinigst du die Flächen, schleifst leicht mit Körnung 120 oder 180 an und trägst erneut Öl auf.

Lagere die Garnitur im Winter möglichst trocken oder decke sie mit einer atmungsaktiven Abdeckung ab. Eine komplett dichte Folie ist ungünstig, wenn darunter Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Besser ist ein geschützter Platz unter einem Dach. Stelle Tisch und Bänke nicht dauerhaft direkt auf nassen Rasen. Die montierten Gummipuffer helfen, ersetzen aber keinen geeigneten Standort.

Häufige Fehler und ihre Vermeidung

Fehler Folge Lösung
Beine ungleich lang zugeschnitten Tisch oder Bank wackelt Mit Anschlag sägen, Beinlängen vor der Montage vergleichen und kleine Abweichungen nachschleifen
Nicht vorgebohrt Holz reißt, besonders nahe an Enden 4 mm, 6 mm und 8 mm Bohrer passend zu Schrauben und Bolzen verwenden
Rahmen nicht rechtwinklig ausgerichtet Tischplatte liegt schief, Bänke wirken verzogen Diagonalen messen und Rahmen vor dem Festziehen ausrichten
Schraubenköpfe stehen über Kratzer, Verletzungsgefahr und unsaubere Optik Löcher senken und Schrauben bündig, aber nicht zu tief eindrehen
Keine Diagonalstreben an den Bänken Seitliches Wackeln bei Belastung Diagonalstreben passend anhalten, schräg zusägen und mit Konstruktionsschrauben montieren
Holz unbehandelt im Regen stehen lassen Vergrauung, Risse und kürzere Lebensdauer Außenöl auftragen und regelmäßig nachpflegen
Garnitur steht dauerhaft in Wasser Beinenden nehmen Feuchtigkeit auf Gummipuffer montieren und einen gut abtrocknenden Standort wählen

FAQ zur Bauanleitung

1. Kann ich die Biergartengarnitur auch aus Fichte bauen?
Ja, aber Fichte ist im Außenbereich weniger dauerhaft als Douglasie, Lärche oder Robinie. Wenn du Fichte verwendest, solltest du besonders gründlich ölen oder lasieren und die Garnitur möglichst trocken lagern.

2. Warum sind Tisch und Bänke nicht fest miteinander verbunden?
Separate Bänke sind flexibler, leichter zu bewegen und einfacher zu reparieren. Außerdem kann der Abstand zum Tisch je nach Person angepasst werden.

3. Reichen normale Holzschrauben aus?
Für draußen solltest du Terrassenschrauben aus Edelstahl oder außen geeignete Konstruktionsschrauben verwenden. Normale blanke Schrauben rosten schnell und verfärben das Holz.

4. Muss ich die Schlossschrauben wirklich verwenden?
Sie sind empfehlenswert, weil sie die tragenden Bein-Zargen-Verbindungen deutlich stabiler machen. Nur Schrauben ins Hirnholz oder seitlich ins Bein sind bei einer stark belasteten Garnitur weniger dauerhaft.

5. Wie schwer wird die fertige Biergartengarnitur?
Das hängt von der Holzart ab. Mit Douglasie oder Lärche ist der Tisch deutlich schwer, aber noch von zwei Personen tragbar. Die Bänke können meist einzeln gut bewegt werden.

6. Kann ich die Tischplatte breiter bauen?
Ja. Wenn du mehr als 700 mm Breite möchtest, musst du die kurzen Tischzargen entsprechend verlängern. Achte darauf, dass der Rahmen die zusätzliche Breite gut unterstützt.

7. Wie verhindere ich Splitter auf der Sitzfläche?
Schleife die Sitzbretter sorgfältig mit Körnung 120 und 180. Breche alle Kanten leicht. Nach der ersten Bewitterung kann ein kurzer Nachschliff nötig sein.

8. Wie oft muss ich die Biergartengarnitur ölen?
Meist reicht ein- bis zweimal pro Jahr. Bei starker Sonne, Regen und dauerhafter Außenlagerung kann eine zusätzliche Pflege sinnvoll sein.

9. Kann ich statt Holzöl auch Lasur verwenden?
Ja. Eine offenporige Außenlasur ist möglich. Wichtig ist, dass sie für Gartenmöbel geeignet ist und Feuchtigkeit aus dem Holz wieder entweichen kann.

10. Was mache ich, wenn die Bank nach der Montage wackelt?
Prüfe zuerst, ob der Untergrund eben ist. Danach kontrollierst du Beinlängen, Muttern und Diagonalstreben. Kleine Unterschiede können mit Gummipuffern oder leichtem Nachschleifen ausgeglichen werden.

11. Wie viele Personen passen an die Garnitur?
Bei 1800 mm Länge sitzen pro Bank bequem drei Erwachsene. Für kurze Feiern passen auch vier Personen pro Bank, dann wird es aber enger.

12. Kann ich die Garnitur später zerlegen?
Ja, teilweise. Die Schlossschrauben lassen sich lösen. Verschraubte Tischplatten- und Sitzbretter können ebenfalls abgeschraubt werden, wenn die Schraubenköpfe nicht überölt oder beschädigt sind.