Sitzgruppe aus Holz selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt
Mit dieser Bauanleitung baust du eine robuste Sitzgruppe aus Holz für Garten, Terrasse oder Hof: ein freistehender Tisch mit zwei passenden Bänken. Das Ergebnis ist alltagstauglich, stabil und groß genug für vier bis sechs Personen. Die Konstruktion besteht aus gut erhältlichem Konstruktionsholz, wird verschraubt und lässt sich mit normaler Heimwerker-Ausstattung nachbauen.
Projektübersicht: Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad
Inhaltsverzeichnis
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Projektart | Freistehende Holz-Sitzgruppe mit einem Tisch und zwei separaten Bänken |
| Schwierigkeitsgrad | Mittel; für sorgfältige Einsteiger gut machbar |
| Zeitbedarf | Etwa 1 bis 2 Tage inklusive Zuschnitt, Schleifen und erstem Ölauftrag |
| Benötigte Personen | 1 Person möglich, 2 Personen beim Ausrichten und Drehen deutlich angenehmer |
| Kostenrahmen | Je nach Holzart und Schraubenqualität etwa 180 bis 350 Euro |
| Typische Abmessungen | Tisch ca. 1600 × 720 × 750 mm; je Bank ca. 1600 × 376 × 450 mm |
| Geeignete Materialien | Douglasie, Lärche oder kesseldruckimprägnierte Fichte; Schrauben aus Edelstahl A2 für den Außenbereich |
Planung und passende Maße
Die hier geplante Sitzgruppe aus Holz besteht aus drei getrennten Teilen: einem Tisch und zwei Bänken. Das ist praktischer als eine fest verbundene Picknickbank, weil du die Bänke verschieben, einzeln tragen und die Sitzgruppe leichter lagern kannst. Die Beispielmaße sind für vier Erwachsene sehr bequem und für sechs Personen noch nutzbar.
Der Tisch ist 1600 mm lang, etwa 720 mm breit und 750 mm hoch. Die Breite entsteht aus fünf Tischplattenbrettern à 140 mm plus vier Fugen à 5 mm. Die Bänke sind ebenfalls 1600 mm lang, etwa 376 mm tief und 450 mm hoch. Die Sitztiefe entsteht aus drei Sitzbrettern à 120 mm plus zwei Fugen à 8 mm. Eine Sitzhöhe von 450 mm ist für Erwachsene angenehm und passt gut zu einer Tischhöhe von 750 mm.
Plane um die Sitzgruppe ausreichend Bewegungsfläche ein. Zwischen Tischkante und Bankvorderkante sollten ungefähr 250 bis 300 mm Abstand bleiben, damit man bequem sitzen kann. Hinter jeder Bank sind mindestens 600 mm sinnvoll, damit man aufstehen und vorbeigehen kann. Für die komplette Sitzgruppe solltest du daher mindestens eine Stellfläche von etwa 2200 × 1800 mm vorsehen.
Der Untergrund sollte eben, tragfähig und möglichst trocken sein. Auf Rasen stehen Holzfüße dauerhaft feuchter als auf Pflaster oder Terrassendielen. Wenn die Sitzgruppe auf Erde oder Rasen stehen soll, lege Steinplatten unter die Beine oder stelle sie auf kleine Gummipads. Die Konstruktion wird in dieser Anleitung nicht am Boden befestigt; sie ist freistehend. Dadurch werden keine Dübel, Bodenanker oder Konsolen benötigt.
Die Maße kannst du leicht anpassen. Wird die Sitzgruppe länger, verlängerst du Tischplattenbretter, Sitzbretter und Längszargen gleichmäßig. Ab etwa 1800 mm Länge solltest du jedoch zusätzliche mittlere Stützbeine oder stärkere Zargen einplanen, damit sich Sitz- und Tischflächen nicht durchbiegen. Wird die Gruppe kürzer, dürfen die Höhen unverändert bleiben. Tischhöhe und Sitzhöhe sollten nur dann verändert werden, wenn die Nutzer deutlich kleiner oder größer sind.
Materialliste
| Material | Menge | Abmessungen | Verwendung |
|---|---|---|---|
| Douglasienpfosten oder Lärchenpfosten | 3 Stück Berechnung: Tischbeine und Bankbeine mit Verschnitt |
70 × 70 × 3000 mm | Tragende Beine für Tisch und beide Bänke |
| Konstruktionsholz Douglasie oder Lärche | 6 Stück Berechnung: Rahmen, Auflagen und Streben mit Verschnitt |
45 × 70 × 3000 mm | Zargen, Querauflagen und Diagonalstreben |
| Tischplattenbretter | 5 Stück | 28 × 140 × 1600 mm | Tischfläche der Holz-Sitzgruppe |
| Sitzbretter | 6 Stück | 28 × 120 × 1600 mm | Sitzflächen der zwei Bänke |
| Edelstahlschrauben A2 | ca. 64 Stück | 6 × 120 mm | Hauptverbindungen zwischen Beinen und Zargen |
| Edelstahlschrauben A2 | ca. 120 Stück | 5 × 80 mm | Auflagen, Querhölzer und Diagonalstreben |
| Edelstahlschrauben A2 | ca. 160 Stück | 5 × 60 mm | Befestigung von Tischplattenbrettern und Sitzbrettern |
| Holzschutzöl für außen | ca. 2,5 l | Für Douglasie, Lärche oder Außenholz geeignet | Oberflächenschutz gegen Feuchtigkeit und Vergrauung |
| Stirnholzschutz | ca. 250 ml | Für Schnittkanten im Außenbereich | Schutz der Hirnholzflächen an Beinen, Brettern und Zargen |
| Abstandsklötzchen | je 2 Stück | 5 mm und 8 mm stark | Gleichmäßige Fugen zwischen Tisch- und Sitzbrettern |
Werkzeugliste
| Werkzeug | Verwendungszweck | Mögliche Alternative |
|---|---|---|
| Zollstock | Messen aller Zuschnitt- und Montageabstände | Maßband |
| Bleistift | Anzeichnen von Schnittlinien und Bohrpunkten | Zimmermannsbleistift |
| Anschlagwinkel | Rechtwinkliges Anzeichnen und Prüfen der Rahmen | Schreinerwinkel |
| Kappsäge | Gerade und wiederholgenaue Zuschnitte | Handkreissäge mit Führungsschiene |
| Akkuschrauber | Vorbohren, Senken und Verschrauben | Bohrmaschine mit Bitaufnahme |
| Holzbohrer 4 mm | Vorbohren für 5-mm-Schrauben | Kombibohrer mit Senker |
| Holzbohrer 5 mm | Vorbohren für 6-mm-Schrauben | Schlangenbohrer 5 mm |
| Senker | Schraubenköpfe bündig versenken | Bohrer mit Senkfase |
| Bit TX25 und TX30 | Eindrehen der Edelstahlschrauben | Passender Bit nach Schraubenkopf |
| Schraubzwingen | Fixieren von Brettern, Zargen und Beinen beim Verschrauben | Einhandzwingen |
| Wasserwaage | Prüfen von Stand, Tischplatte und Sitzflächen | Richtlatte mit Libelle |
| Exzenterschleifer | Glätten von Flächen und Kanten | Schwingschleifer |
| Schleifpapier Körnung 80, 120 und 180 | Nachschleifen von Kanten, Ecken und Stirnseiten | Schleifklotz mit Schleifbogen |
| Pinsel | Auftragen von Holzschutzöl und Stirnholzschutz | Öllappen für Flächen |
Zuschnitt und Vorbereitung
Prüfe zuerst alle Hölzer auf Risse, starke Verdrehung und tiefe Astlöcher. Leichte Krümmungen sind normal, sollten aber bei Tischplatten- und Sitzbrettern möglichst nach unten oder nach außen zeigen. Markiere sichtbare Oberseiten mit einem kleinen Bleistiftzeichen auf der Unterseite. So schleifst und montierst du später die schöneren Flächen nach oben.
Miss jeden Zuschnitt einzeln an und arbeite mit Anschlag, wenn du mehrere gleiche Teile benötigst. Bei den Beinen ist gleiche Länge wichtiger als ein einzelnes Millimetermaß: Vier Tischbeine müssen gleich lang sein, acht Bankbeine ebenfalls. Nach dem Sägen werden alle Schnittkanten mit Körnung 80 gebrochen und anschließend mit Körnung 120 geglättet. Bohrpunkte werden grundsätzlich vorgebohrt, besonders bei Douglasie und Lärche, weil diese Hölzer sonst nahe am Rand reißen können.
| Bauteil | Anzahl | Maß | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Tischbeine | 4 | 70 × 70 × 722 mm | Ergibt 750 mm Tischhöhe inklusive 28-mm-Platte |
| Bankbeine | 8 | 70 × 70 × 422 mm | Ergibt 450 mm Sitzhöhe inklusive 28-mm-Brett |
| Tisch-Längszargen | 2 | 45 × 70 × 1460 mm | Außen an den Tischbeinen verschraubt |
| Tisch-Querzargen | 2 | 45 × 70 × 480 mm | Zwischen den Beinen an den Stirnseiten |
| Tischplattenauflagen | 3 | 45 × 70 × 620 mm | Quer unter der Tischplatte |
| Tisch-Diagonalstreben | 4 | 45 × 70 × ca. 500 mm | Enden nach Anprobe schräg zuschneiden |
| Bank-Längszargen | 4 | 45 × 70 × 1460 mm | Je zwei pro Bank |
| Bank-Querzargen | 4 | 45 × 70 × 160 mm | Zwischen den Bankbeinen an den Stirnseiten |
| Bank-Sitzauflagen | 6 | 45 × 70 × 300 mm | Drei Auflagen pro Bank |
| Tischplattenbretter | 5 | 28 × 140 × 1600 mm | Mit 5-mm-Fugen montieren |
| Sitzbretter | 6 | 28 × 120 × 1600 mm | Drei Bretter pro Bank mit 8-mm-Fugen |
Schritt-für-Schritt-Bauanleitung
Schritt 1: Bauteile zuschneiden und markieren
Schneide zuerst alle Pfosten, Zargen, Auflagen und Bretter nach der Zuschnittliste zu. Beginne mit den langen Teilen, damit du Verschnitt sinnvoll für kürzere Teile nutzen kannst. Kontrolliere bei jedem Bauteil nach dem Sägen die Länge mit dem Zollstock. Besonders wichtig sind die vier Tischbeine mit 722 mm und die acht Bankbeine mit 422 mm, denn unterschiedliche Beinlängen führen später zu Wackeln. Markiere die Tischteile mit „T“ und die Bankteile mit „B“. Kennzeichne außerdem die später sichtbaren Oberseiten der Tischplattenbretter und Sitzbretter. Ein typischer Fehler ist, krumme Bretter wahllos zu montieren. Lege sie vorher auf zwei Böcke und prüfe die Richtung. Das korrekte Ergebnis ist ein vollständig sortierter Stapel, bei dem jedes Teil eindeutig zugeordnet ist.
Schritt 2: Schnittkanten schleifen und Bohrpunkte vorbereiten
Schleife alle Schnittkanten mit Körnung 80 leicht an und brich scharfe Kanten. Danach schleifst du sichtbare Flächen mit Körnung 120. Die Oberseiten von Tisch- und Sitzbrettern kannst du zusätzlich mit Körnung 180 glätten, damit später keine Splitter entstehen. Zeichne nun die Bohrpunkte an den Zargen an. Bei den 6 × 120-mm-Schrauben setzt du pro Verbindung zwei Schrauben mit mindestens 25 mm Abstand zum Holzrand. Bohre mit 5 mm vor und senke die Schraubenköpfe leicht an. Für 5-mm-Schrauben verwendest du einen 4-mm-Bohrer. Vermeide Bohrungen zu nah an Stirnseiten, weil das Holz dort leicht aufreißt. Richtig vorbereitet sind die Teile, wenn alle Schrauben später ohne Druck gerade eingedreht werden können.
Schritt 3: Tischbeine mit den Längszargen verbinden
Lege zwei Tischbeine parallel auf eine ebene Fläche. Der Abstand von Außenkante zu Außenkante beträgt in Längsrichtung 1460 mm. Positioniere eine Tisch-Längszarge mit 45 × 70 × 1460 mm außen an den Beinen, bündig mit deren Oberkante. Die 70-mm-Seite der Zarge steht senkrecht, damit sie möglichst tragfähig ist. Fixiere alles mit Schraubzwingen, prüfe den rechten Winkel mit dem Anschlagwinkel und verschraube jede Bein-Zargen-Verbindung mit zwei Edelstahlschrauben 6 × 120 mm. Baue danach die zweite lange Tischseite genauso. Ziehe die Schrauben fest, aber nicht so stark, dass der Schraubenkopf tief ins Holz gezogen wird. Korrekt ist das Ergebnis, wenn beide Seitenteile gleich lang, rechtwinklig und oben bündig sind.
Schritt 4: Tischrahmen mit Querzargen schließen
Stelle die beiden vormontierten Tischseitenteile aufrecht auf den Boden. Der Außenabstand der Beine in der Breite soll 620 mm betragen. Zwischen die Beine kommen an beiden Stirnseiten die Tisch-Querzargen mit 45 × 70 × 480 mm. Sie sitzen bündig unter der späteren Tischplatte und werden zwischen die inneren Beinflächen gesetzt. Spanne die Querzargen mit Schraubzwingen ein, prüfe die Diagonalen des Rahmens und richte alles aus. Sind beide Diagonalmaße gleich, ist der Rahmen rechtwinklig. Verschraube jede Querzarge von außen durch die Beine mit jeweils zwei Edelstahlschrauben 6 × 120 mm pro Ende. Ein häufiger Fehler ist ein verzogener Rahmen, der erst nach der Tischplatte auffällt. Kontrolliere deshalb jetzt sorgfältig, bevor du weiterarbeitest.
Schritt 5: Tischplattenauflagen montieren
Setze nun die drei Tischplattenauflagen mit 45 × 70 × 620 mm quer über den Tischrahmen. Eine Auflage sitzt mittig bei etwa 800 mm, die beiden anderen jeweils ungefähr 180 bis 220 mm von den Stirnseiten entfernt. Die Auflagen liegen auf den Längszargen und schließen oben bündig mit dem Rahmen ab. Bohre mit 4 mm vor und verschraube jede Auflage durch ihre Enden mit Edelstahlschrauben 5 × 80 mm in die Längszargen. Verwende pro Auflageseite zwei Schrauben. Achte darauf, dass die Auflagen nicht über die Rahmenbreite hinausragen, sonst stören sie später optisch und können an Kleidung hängen bleiben. Richtig montiert bilden Rahmen und Auflagen eine ebene, stabile Unterkonstruktion für die fünf Tischplattenbretter.
Schritt 6: Tischplattenbretter ausrichten und verschrauben
Lege die fünf Tischplattenbretter mit 28 × 140 × 1600 mm auf den Tischrahmen. An den Stirnseiten stehen sie jeweils 70 mm über die Beinaußenkanten hinaus. Seitlich entsteht ein Überstand von etwa 50 mm. Richte zuerst das mittlere Brett aus und arbeite dann nach außen. Zwischen den Brettern legst du 5-mm-Abstandsklötzchen ein, damit Regenwasser ablaufen kann und das Holz arbeiten darf. Bohre jedes Brett an jeder der drei Auflagen mit 4 mm vor. Pro Auflage kommen zwei Edelstahlschrauben 5 × 60 mm in jedes Brett. Senke die Schraubenköpfe bündig ein. Vermeide zu kleine Fugen, denn bei Feuchtigkeit quillt Holz. Korrekt ist die Tischplatte, wenn alle Fugen gleichmäßig sind und keine Schraubenköpfe hervorstehen.
Schritt 7: Tisch mit Diagonalstreben aussteifen
Damit der Tisch nicht seitlich wackelt, montierst du vier Diagonalstreben aus 45 × 70 mm Konstruktionsholz. Halte jede Strebe zwischen Bein und Zarge an und markiere die schrägen Schnitte direkt am Bauteil. Das Rohmaß beträgt etwa 500 mm, kann je nach exakter Position leicht abweichen. Schneide die Enden mit der Kappsäge passend ab. Die Streben sitzen innen unter der Tischplatte, jeweils von einem Bein zur angrenzenden Zarge. Bohre mit 4 mm vor und verschraube jedes Strebenende mit zwei Edelstahlschrauben 5 × 80 mm. Achte darauf, dass die Streben nicht in den Kniebereich ragen. Ein korrekt ausgesteifter Tisch lässt sich an einer Ecke leicht anheben, ohne dass sich der Rahmen sichtbar verwindet.
Schritt 8: Bankrahmen für die erste Bank bauen
Für die erste Bank legst du vier Bankbeine mit 70 × 70 × 422 mm bereit. Baue zunächst zwei Stirnrahmen: Je zwei Beine stehen mit 300 mm Außenabstand in der Tiefe. Zwischen den inneren Beinflächen sitzt eine Bank-Querzarge mit 45 × 70 × 160 mm, oben bündig. Verschraube jede Querzarge durch die Beine mit zwei Edelstahlschrauben 6 × 120 mm pro Ende. Danach verbindest du die beiden Stirnrahmen mit zwei Bank-Längszargen 45 × 70 × 1460 mm. Die Längszargen sitzen außen an den Beinen und ebenfalls oben bündig. Verschraube jede Verbindung mit zwei 6 × 120-mm-Schrauben. Prüfe die Diagonalen. Richtig ist der Bankrahmen, wenn er nicht kippelt und die obere Rahmenkante eine ebene Fläche bildet.
Schritt 9: Sitzauflagen der ersten Bank montieren
Auf den Bankrahmen kommen drei Sitzauflagen mit 45 × 70 × 300 mm. Eine sitzt mittig, die beiden äußeren jeweils etwa 180 bis 220 mm von den Bankenden entfernt. Die Auflagen liegen quer über der Tiefe der Bank und verbinden die beiden Längszargen. Richte sie so aus, dass sie nicht über die Längszargen hinausragen. Bohre die Auflagenenden mit 4 mm vor und verschraube sie mit Edelstahlschrauben 5 × 80 mm, jeweils zwei Schrauben pro Ende. Diese Auflagen tragen später die drei Sitzbretter und verhindern, dass sie sich unter Belastung durchbiegen. Vermeide schräg sitzende Auflagen, denn dann liegen die Sitzbretter nicht sauber auf. Korrekt ist das Ergebnis, wenn alle drei Auflagen fluchten und fest auf dem Rahmen sitzen.
Schritt 10: Sitzbretter der ersten Bank befestigen
Lege drei Sitzbretter mit 28 × 120 × 1600 mm auf den Bankrahmen. Sie stehen an beiden Enden jeweils etwa 70 mm über die Beine hinaus. Zwischen den Brettern verwendest du 8-mm-Abstandsklötzchen. Die etwas breitere Fuge ist bei Sitzflächen sinnvoll, weil Wasser schneller abläuft und Schmutz leichter herausfällt. Richte zuerst das mittlere Brett aus, dann die beiden äußeren. Bohre jedes Brett an jeder Sitzauflage mit 4 mm vor und befestige es mit zwei Edelstahlschrauben 5 × 60 mm pro Auflage. Achte darauf, dass Schraubenköpfe bündig sitzen, aber die Holzoberfläche nicht aufreißen. Die Bank ist richtig montiert, wenn alle Brettenden gleichmäßig überstehen und die Sitzfläche fest, gerade und splitterfrei wirkt.
Schritt 11: Zweite Bank identisch nachbauen
Baue die zweite Bank exakt nach dem gleichen Ablauf wie die erste. Verwende vier Bankbeine, zwei Bank-Querzargen, zwei Bank-Längszargen, drei Sitzauflagen und drei Sitzbretter. Gerade bei einer Sitzgruppe fällt es sofort auf, wenn die beiden Bänke unterschiedlich hoch oder unterschiedlich breit sind. Lege deshalb die fertige erste Bank als Maßvergleich daneben. Kontrolliere Beinlängen, Überstände und Fugenbreiten. Verschraube die Zargen wieder mit 6 × 120-mm-Schrauben, die Auflagen mit 5 × 80-mm-Schrauben und die Sitzbretter mit 5 × 60-mm-Schrauben. Ein typischer Fehler ist, bei der zweiten Bank schneller und ungenauer zu arbeiten. Korrekt ist das Ergebnis, wenn beide Bänke nebeneinander gleich hoch stehen und optisch zusammenpassen.
Schritt 12: Sitzgruppe schleifen, schützen und kontrollieren
Zum Abschluss schleifst du alle erreichbaren Kanten, Ecken und Schraubstellen nach. Besonders wichtig sind Tischkanten, Sitzflächen, Bankvorderkanten und Beinunterseiten. Trage auf alle Schnittflächen Stirnholzschutz auf, vor allem an den Beinenden und Brettenden. Danach behandelst du die gesamte Sitzgruppe mit Holzschutzöl für außen. Arbeite mit dem Pinsel in Faserrichtung und entferne überschüssiges Öl nach Herstellerangabe. Stelle Tisch und Bänke auf ihren endgültigen Platz und prüfe mit der Wasserwaage, ob sie gerade stehen. Kleine Unebenheiten kannst du mit dünnen Unterlagen ausgleichen. Das Projekt ist fertig, wenn keine scharfen Kanten, hervorstehenden Schrauben oder wackelnden Verbindungen vorhanden sind und alle Oberflächen geschützt sind.
Stabilität und Nutzung der fertigen Holz-Sitzgruppe
Die Sitzgruppe ist für normale Gartennutzung ausgelegt. Die Bänke tragen bei sauberer Verschraubung jeweils zwei bis drei Erwachsene. Entscheidend ist, dass alle Zargen oben bündig sitzen und die Schrauben in tragfähiges Holz greifen. Wenn du sehr schwere Belastung erwartest oder die Sitzgruppe in einem öffentlichen Bereich verwenden möchtest, solltest du zusätzliche mittlere Beine unter Tisch und Bänken einplanen.
Stelle die Sitzgruppe möglichst nicht dauerhaft in Staunässe. Holz hält im Außenbereich deutlich länger, wenn die Beine nach Regen wieder abtrocknen können. Auf weichem Boden sollten unter jedem Bein Steinplatten liegen. Dadurch sinken Tisch und Bänke nicht ein und die Beine bleiben länger trocken.
Oberflächenschutz für die Holz-Sitzgruppe
Douglasie und Lärche sind für den Außenbereich gut geeignet, vergrauen ohne Pflege aber mit der Zeit. Das ist technisch meist unproblematisch, aber optisch nicht immer gewünscht. Mit Holzschutzöl reduzierst du das Vergrauen und schützt die Oberfläche vor schneller Feuchtigkeitsaufnahme. Besonders sorgfältig müssen Stirnseiten behandelt werden, weil Holz dort Wasser wie ein Strohhalm aufnimmt.
Ein zweiter Ölauftrag nach 24 bis 48 Stunden verbessert den Schutz. Danach reicht meist eine Pflegebehandlung ein- bis zweimal pro Jahr. Reinige die Sitzgruppe vor dem Nachölen mit einer Bürste und lasse sie vollständig trocknen.
Anpassungen der Holz-Sitzgruppe für andere Größen
Für eine kleinere Sitzgruppe kannst du die Länge auf 1200 mm reduzieren. Dann bleiben Tischhöhe, Sitzhöhe und Holzquerschnitte gleich, nur Bretter und Längszargen werden kürzer. Für eine größere Gruppe sind 1800 mm Länge noch gut machbar. Ab 2000 mm Länge solltest du mittig zusätzliche Beine oder stärkere Längszargen verwenden, damit sich Tischplatte und Sitzflächen nicht durchbiegen.
Die Breite des Tisches kannst du über die Anzahl der Tischplattenbretter verändern. Vier Bretter à 140 mm mit drei 5-mm-Fugen ergeben 575 mm Breite. Das ist für Kaffee und kleine Mahlzeiten ausreichend, für vollwertiges Essen aber knapp. Sechs Bretter ergeben 865 mm Breite und benötigen breitere Querzargen sowie Auflagen.
Häufige Fehler und ihre Vermeidung
| Fehler | Folge | Lösung |
|---|---|---|
| Beine unterschiedlich lang gesägt | Tisch oder Bank wackelt | Gleiche Teile mit Anschlag sägen und vor Montage vergleichen |
| Nicht vorgebohrt | Holz reißt an Kanten und Stirnseiten | Für 5-mm-Schrauben mit 4 mm, für 6-mm-Schrauben mit 5 mm vorbohren |
| Fugen zwischen Brettern fehlen | Wasser bleibt stehen, Holz quillt | 5 mm Fuge an der Tischplatte, 8 mm Fuge an Sitzflächen einhalten |
| Rahmen nicht rechtwinklig | Überstände wirken schief, Konstruktion verwindet sich | Diagonalen messen und vor dem Verschrauben ausrichten |
| Schraubenköpfe stehen hervor | Kleidung bleibt hängen, Verletzungsgefahr | Bohrlöcher senken und Schrauben bündig eindrehen |
| Holz steht dauerhaft im Wasser | Beinenden faulen schneller | Sitzgruppe auf Pflaster, Steinplatten oder Gummipads stellen |
FAQ zur Bauanleitung
Kann ich die Holz-Sitzgruppe auch aus Fichte bauen?
Ja, aber für draußen sollte Fichte kesseldruckimprägniert oder sehr sorgfältig geschützt sein. Douglasie und Lärche sind dauerhafter und für Gartenmöbel meist die bessere Wahl.
Muss ich Edelstahlschrauben verwenden?
Für den Außenbereich sind Edelstahlschrauben A2 empfehlenswert. Verzinkte Schrauben können rosten und bei gerbstoffhaltigem Holz dunkle Verfärbungen verursachen.
Warum sind die Tischbeine 722 mm lang?
Die Tischhöhe soll 750 mm betragen. Da die Tischplattenbretter 28 mm stark sind, bleiben für die Beine 750 mm minus 28 mm, also 722 mm.
Warum sind die Bankbeine 422 mm lang?
Die Sitzhöhe soll 450 mm betragen. Mit 28 mm starken Sitzbrettern ergibt sich 450 mm minus 28 mm, also 422 mm Beinlänge.
Kann ich die Sitzgruppe länger als 1600 mm bauen?
Ja. Bis etwa 1800 mm genügt die Konstruktion meist unverändert. Bei längeren Ausführungen solltest du zusätzliche mittlere Beine oder stärkere Zargen vorsehen.
Wie schwer ist die fertige Sitzgruppe?
Je nach Holzfeuchte und Holzart liegt der Tisch grob bei 35 bis 45 kg. Eine Bank liegt ungefähr bei 18 bis 25 kg. Zwei Personen können die Teile gut bewegen.
Wie groß soll der Abstand zwischen Tisch und Bank sein?
Zwischen Tischkante und Bankvorderkante sind etwa 250 bis 300 mm bequem. So bleibt genug Platz für Beine, ohne dass man zu weit vom Tisch entfernt sitzt.
Muss die Sitzgruppe am Boden befestigt werden?
Nein, diese Konstruktion ist freistehend. Auf normalem ebenem Untergrund ist keine Befestigung nötig. Bei starkem Gefälle oder öffentlicher Nutzung muss gesondert geplant werden.
Wie verhindere ich Splitter an den Sitzflächen?
Schleife die Sitzbretter sorgfältig mit Körnung 120 und danach mit Körnung 180. Runde die Vorderkanten leicht ab und kontrolliere die Fläche nach dem ersten Ölauftrag erneut.
Kann ich statt Öl auch Lasur verwenden?
Ja, eine außen geeignete Dünnschichtlasur ist möglich. Öl lässt sich jedoch besonders einfach nachpflegen und ist für Sitzflächen angenehm, wenn es vollständig eingezogen ist.
Wie oft muss ich die Holz-Sitzgruppe pflegen?
Bei ganzjähriger Nutzung im Freien ist ein Pflegeanstrich ein- bis zweimal jährlich sinnvoll. Überdachte Sitzgruppen benötigen meist weniger Pflege.
Was mache ich, wenn Tisch oder Bank leicht wackelt?
Prüfe zuerst den Untergrund. Wenn die Beinlängen stimmen, liegt es oft an unebenem Boden. Kleine Unterschiede kannst du mit dünnen Gummipads oder Unterlegplättchen ausgleichen.

