Doppelliege für den Garten selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Doppelliege für den Garten selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt

Diese Bauanleitung zeigt, wie du eine stabile Doppelliege für den Garten aus wetterfestem Holz selber baust. Das Ergebnis ist eine 2100 mm lange und 1500 mm breite Gartenliege für zwei Personen mit zwei getrennt verstellbaren Rückenlehnen. Die Konstruktion besteht aus zwei verschraubten Einzelrahmen, ist dadurch gut zu transportieren und kann mit üblichen Heimwerkerwerkzeugen nachgebaut werden.

Projektübersicht: Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad

Inhaltsverzeichnis

Merkmal Wert
Projektart Doppelliege für Garten, Terrasse oder Poolbereich mit zwei separaten Liegeflächen und verstellbaren Rückenlehnen
Schwierigkeitsgrad Mittel; geeignet für Heimwerker mit Erfahrung beim exakten Sägen, Vorbohren und Verschrauben
Zeitbedarf Etwa 1,5 bis 2 Arbeitstage inklusive Zuschnitt, Schleifen, Montage und erster Oberflächenbehandlung
Benötigte Personen 1 Person für Zuschnitt und Vormontage, 2 Personen beim Ausrichten und Verbinden der beiden Liegenhälften empfehlenswert
Kostenrahmen Je nach Holzart und Beschlägen etwa 220 bis 420 Euro; Douglasie meist günstiger, Lärche oder Thermoholz teurer
Typische Abmessungen Gesamtmaß dieses Bauplans: 2100 × 1500 × ca. 400 mm; jede Liegefläche ca. 660 mm breit
Geeignete Materialien Douglasie, Lärche, Robinie oder druckimprägniertes Konstruktionsholz; Verbindungsmittel aus Edelstahl A2

Planung und passende Maße

Die hier beschriebene Doppelliege ist auf zwei Erwachsene ausgelegt. Das Gesamtmaß von 2100 mm Länge und 1500 mm Breite ist bewusst großzügig gewählt: 2100 mm Länge reichen auch für große Personen, und 1500 mm Gesamtbreite ergeben zwei nutzbare Liegeflächen von jeweils etwa 660 mm Breite. Zwischen den beiden Liegeflächen liegen die mittleren Rahmenhölzer der Einzelmodule. Dadurch wird die Liege stabiler als eine sehr breite einteilige Konstruktion.

Plane den Standort vor dem Bau. Die Doppelliege sollte auf einer ebenen Fläche stehen, etwa auf einer Terrasse, auf Steinplatten oder auf verdichtetem Kies mit großen Gehwegplatten unter den Füßen. Auf dauerhaft feuchter Erde würden die Holzfüße schneller altern. Unter jeden Fuß kommt deshalb ein Gummipad. So steht das Holz nicht direkt im Wasser, und kleine Unebenheiten werden etwas ausgeglichen.

Die Konstruktion besteht aus zwei identischen Einzelliegen mit je 2100 × 750 mm Außenmaß. Beide Hälften werden später mit sechs M8-Schlossschrauben durch die aneinanderliegenden Längsrahmen verbunden. Diese Bauweise hat drei Vorteile: Die Einzelteile bleiben handhabbar, die Rückenlehnen können unabhängig verstellt werden, und die Liege kann bei Bedarf wieder zerlegt werden.

Die Höhe ergibt sich aus 300 mm langen Füßen, einem 70 mm hohen Rahmen und 28 mm starken Auflageleisten. Die fertige Liegehöhe liegt damit bei ungefähr 398 mm. Das ist niedrig genug für eine entspannte Gartenliege, aber hoch genug, um bequem aufzustehen. Wenn du eine niedrigere Poolliege möchtest, kannst du die Füße auf 250 mm kürzen. Für ältere Nutzer sind 330 bis 350 mm Fußlänge sinnvoll. Wichtig ist, alle Füße gleich lang zu schneiden.

Für die Belastung ist entscheidend, dass die Latten nicht über die gesamte Breite von 1500 mm frei spannen. Jede Hälfte hat eigene Rahmenhölzer; die Latten sind nur 660 mm lang. Bei 28 mm starken Douglasien- oder Lärchenleisten ist das für normale Nutzung stabil. Für sehr hohe Belastung kannst du die Lattenstärke auf 35 mm erhöhen oder mittig unter jeder Hälfte zusätzliche Auflageleisten einsetzen.

Die verstellbare Rückenlehne ist etwa 700 mm lang. Sie wird am Kopfende angeschlagen und über Stützarme in Rasterleisten abgestützt. Für den Abstand zur Wand, Hecke oder Poolkante solltest du mindestens 400 mm hinter dem Kopfende einplanen, damit die Lehnen nach oben gestellt werden können und du bequem herumgehen kannst. Seitlich sind 300 mm Bewegungsraum hilfreich. Wenn die Doppelliege unter einem Sonnensegel steht, prüfe vorher, ob die aufgerichteten Rückenlehnen noch darunterpassen.

Alle Maße lassen sich anpassen, solange die Konstruktion logisch bleibt. Soll die Doppelliege kürzer werden, reduziere zuerst den festen Fußbereich, nicht die Rückenlehne. Soll sie breiter werden, vergrößere jede Einzelhälfte gleichmäßig und passe die Lattenlänge an. Bei Lattenlängen über 750 mm solltest du stärkere Latten oder zusätzliche Unterzüge einplanen.

Materialliste

Material Menge Abmessungen Verwendung
Konstruktionsholz Douglasie oder Lärche 4 Stück 45 × 70 × 2100 mm Längsrahmen der beiden Einzelliegen
Konstruktionsholz Douglasie oder Lärche 8 Stück
je Einzelliege 4 Querhölzer
45 × 70 × 660 mm Vorderes, hinteres und inneres Querholz sowie Scharniertraverse
Kantholz Douglasie oder Lärche 12 Stück
6 Füße je Einzelliege
70 × 70 × 300 mm Standfüße an Front, Mitte und Heck beider Liegenhälften
Glattkantbrett oder Terrassendiele 48 Stück
32 feste Latten, 16 Rückenlehnenlatten
28 × 70 × 660 mm Liegefläche und Auflage der verstellbaren Rückenlehnen
Rahmenleiste für Rückenlehne 4 Stück 35 × 55 × 700 mm Seitenteile der beiden Rückenlehnenrahmen
Rahmenleiste für Rückenlehne 4 Stück 35 × 55 × 590 mm Querleisten der Rückenlehnenrahmen
Stützarmleiste 4 Stück 28 × 45 × 550 mm Klappbare Stützarme der Rückenlehnen
Rasterleiste 4 Stück 28 × 45 × 620 mm Auflager mit Kerben für verschiedene Lehnenwinkel
Edelstahl-Holzschrauben A2 ca. 90 Stück 5 × 80 mm Rahmen, Querhölzer und Füße verschrauben
Edelstahl-Holzschrauben A2 ca. 230 Stück 4 × 50 mm Latten, Rasterleisten und leichte Beschläge befestigen
Schlossschrauben mit Muttern und Scheiben 6 Sätze M8 × 120 mm Beide Einzelliegen durch die mittleren Längsrahmen verbinden
Edelstahl-Scharniere stabil 4 Stück ca. 60 × 40 mm Drehpunkt der beiden Rückenlehnen
Edelstahl-Scharniere klein 4 Stück ca. 40 × 40 mm Stützarme klappbar an den Rückenlehnen befestigen
D4-Holzleim oder PU-Leim 1 Flasche wasserfest Zusätzliche Verleimung der Rahmenverbindungen
Terrassenöl oder Holzschutzöl außen 1 bis 1,5 l farblos oder pigmentiert Oberflächenschutz gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung
Gummipads 12 Stück ca. 70 × 70 × 5 mm Unterlage unter den Füßen gegen Staunässe und Verrutschen
Schleifpapier mehrere Bögen Körnung 80, 120, 180 Kanten brechen und Oberflächen glätten
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Werkzeugliste

Werkzeug Verwendungszweck mögliche Alternative
Zollstock Längen messen und Abstände der Latten kontrollieren Maßband
Bleistift Schnittlinien, Bohrpunkte und Kerben anzeichnen Markierstift für Holz
Schreinerwinkel Rechte Winkel an Rahmen und Zuschnitten prüfen Anschlagwinkel
Kappsäge Rahmenhölzer, Latten und Füße sauber ablängen Handkreissäge mit Führungsschiene
Stichsäge Kerben in die Rasterleisten schneiden Feinsäge und Stechbeitel
Akkuschrauber Schrauben eindrehen und Beschläge montieren Bohrschrauber mit Drehmoment
Holzbohrer 3 mm Latten und Beschläge für 4-mm-Schrauben vorbohren Kombibohrer mit Senker
Holzbohrer 4 mm Rahmenverbindungen für 5-mm-Schrauben vorbohren Vorbohrer mit Tiefenanschlag
Holzbohrer 8 mm Durchgangslöcher für M8-Schlossschrauben bohren Metallbohrer für Holz nur vorsichtig verwenden
Senker Schraubenköpfe bündig versenken Kegelsenker im Bit-Set
Exzenterschleifer Flächen und Kanten gleichmäßig schleifen Schwingschleifer oder Schleifklotz
Schraubzwingen Rahmen beim Verschrauben fixieren Spannband mit Kantenschutz
Wasserwaage Stand und Ebenheit der fertigen Doppelliege prüfen Richtlatte mit Libelle
Ringschlüssel 13 mm M8-Muttern der Verbindungsschrauben anziehen Steckschlüssel oder Ratsche 13 mm
Pinsel Holzöl auftragen, besonders an Hirnholz und Kerben Ölrolle und kleiner Flachpinsel

Zuschnitt und Vorbereitung

Prüfe vor dem Sägen alle Hölzer. Stark verdrehte Rahmenhölzer solltest du nicht für die langen Seiten verwenden, weil sich die Liege sonst später verzieht. Leichte Krümmungen lassen sich oft so anordnen, dass die Wölbung nach außen zeigt. Markiere zuerst alle Teile mit Bleistift und Schreinerwinkel. Arbeite möglichst in Millimetern, damit keine Umrechnungsfehler entstehen.

Schneide lange Teile zuerst, danach kurze Abschnitte. So kannst du kleine Fehler besser ausgleichen. Die beiden Einzelliegen müssen identisch werden; fertige deshalb immer paarweise gleiche Bauteile. Nach dem Zuschnitt werden alle Kanten mit Körnung 80 gebrochen, danach mit 120 geglättet. Sichtflächen kannst du zum Schluss mit Körnung 180 nachschleifen. Vorbohren ist bei Douglasie und Lärche wichtig, weil die Hölzer sonst nahe am Rand aufreißen können.

Bauteil Anzahl Zuschnittmaß Hinweis
Längsrahmen 4 45 × 70 × 2100 mm Je zwei pro Einzelliege
Querhölzer 8 45 × 70 × 660 mm Vier pro Rahmen, inklusive Scharniertraverse
Füße 12 70 × 70 × 300 mm Alle exakt gleich lang
Auflagelatten 48 28 × 70 × 660 mm Lattenenden leicht abrunden
Rückenlehnen-Seitenleisten 4 35 × 55 × 700 mm Zwei pro Lehne
Rückenlehnen-Querleisten 4 35 × 55 × 590 mm Zwischen die Seitenleisten setzen
Stützarme 4 28 × 45 × 550 mm Unteres Ende leicht abrunden
Rasterleisten 4 28 × 45 × 620 mm Vier Kerben je Leiste sägen

Schritt-für-Schritt-Bauanleitung

Schritt 1: Rahmenhölzer anzeichnen und sortieren

Lege die vier Längsrahmen mit 2100 mm Länge und die acht Querhölzer mit 660 mm Länge auf eine ebene Fläche. Sortiere die schönsten Seiten nach außen und oben, denn diese Bereiche bleiben später sichtbar. Markiere auf jedem Längsrahmen die Positionen der Querhölzer: ein Querholz bündig am Kopfende, ein Querholz bündig am Fußende, eine Scharniertraverse bei 720 mm Abstand vom Kopfende und ein zusätzliches Querholz bei etwa 1450 mm Abstand vom Kopfende. Diese Maße werden immer von derselben Stirnseite aus gemessen. Verwende Zollstock, Bleistift und Schreinerwinkel, damit die Markierungen rechtwinklig liegen. Ein häufiger Fehler ist, bei der zweiten Einzelliege spiegelverkehrt oder von der falschen Seite zu messen. Richtig ist das Ergebnis, wenn beide Rahmenhölzer einer Einzelliege identische Markierungen tragen und die Positionen paarweise genau gegenüberliegen.

Schritt 2: Zwei identische Grundrahmen verschrauben

Baue zuerst eine Einzelliege. Lege zwei Längsrahmen parallel im Abstand von 660 mm innen zueinander aus. Die Querhölzer sitzen zwischen den Längsrahmen, sodass das Außenmaß 750 mm Breite ergibt. Gib an den Kontaktflächen etwas D4-Holzleim an und fixiere die Teile mit Schraubzwingen. Bohre je Verbindung mit einem 4-mm-Holzbohrer vor und senke die Löcher leicht an. Verschraube jedes Querholz von außen durch den Längsrahmen mit zwei Edelstahl-Holzschrauben 5 × 80 mm. Achte darauf, dass die 70-mm-Seite der Rahmenhölzer senkrecht steht; so trägt der Rahmen deutlich besser. Kontrolliere beide Diagonalen. Sind sie gleich lang, ist der Rahmen rechtwinklig. Baue danach den zweiten Grundrahmen exakt gleich. Typische Fehler sind zu knappes Vorbohren, schräg sitzende Schrauben oder ein verzogener Rahmen. Korrekt ist der Schritt abgeschlossen, wenn beide Rahmen flach aufliegen, rechtwinklig sind und die Querhölzer bündig sitzen.

Schritt 3: Füße an den beiden Liegenhälften montieren

Drehe einen Grundrahmen auf die Oberseite, sodass die Unterseite nach oben zeigt. Pro Einzelliege werden sechs Füße aus 70 × 70 × 300 mm Kantholz montiert: zwei am Kopfende, zwei ungefähr mittig bei 1050 mm und zwei am Fußende. Die Füße sitzen innen an den Längsrahmen und schließen oben bündig mit der Rahmenoberkante ab. Dadurch tragen sie direkt unter dem Rahmen und nicht nur an den Schrauben. Bohre durch den Längsrahmen mit 4 mm vor und verschraube jeden Fuß mit mindestens zwei Schrauben 5 × 80 mm. Bei den mittleren Füßen kannst du zusätzlich eine Schraube durch das nahe Querholz setzen, wenn dieses in Reichweite liegt. Wiederhole den Vorgang an der zweiten Liegenhälfte. Vermeide es, die Füße ohne Anschlag „nach Augenmaß“ anzusetzen; schon wenige Millimeter Unterschied führen später zu Wackeln. Richtig montierte Füße stehen senkrecht, sind gleich lang und bilden mit dem Rahmen eine verwindungsarme Einheit.

Schritt 4: Beide Einzelliegen zur Doppelliege verbinden

Stelle beide Einzelliegen auf ihre Füße und schiebe die inneren Längsrahmen bündig aneinander. Das Gesamtmaß beträgt nun 2100 × 1500 mm. Richte Kopf- und Fußenden exakt fluchtend aus. Am einfachsten gelingt das mit zwei Personen und einer Wasserwaage oder geraden Richtlatte. Markiere sechs Verbindungspunkte durch die beiden aneinanderliegenden Längsrahmen: bei etwa 250 mm, 650 mm, 1050 mm, 1450 mm, 1800 mm und 2000 mm Abstand vom Kopfende. Bohre mit dem 8-mm-Holzbohrer gerade durch beide Hölzer. Stecke je eine M8 × 120 mm Schlossschraube mit Scheibe durch, setze auf der Gegenseite Scheibe und Mutter auf und ziehe sie mit dem 13-mm-Ringschlüssel an. Nicht überdrehen: Das Holz soll fest zusammengezogen, aber nicht gequetscht werden. Korrekt verbunden ist die Doppelliege, wenn zwischen den beiden Hälften kein Spalt wandert und beide Liegeflächen auf gleicher Höhe liegen.

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Schritt 5: Rückenlehnenrahmen bauen

Für jede Rückenlehne brauchst du zwei Seitenleisten 35 × 55 × 700 mm und zwei Querleisten 35 × 55 × 590 mm. Lege die Teile zu einem rechteckigen Rahmen zusammen. Die Querleisten sitzen zwischen den Seitenleisten, sodass das Außenmaß der Rückenlehne 700 × 660 mm beträgt. Diese Breite passt zu den 660 mm langen Auflagelatten. Verleime die Kontaktflächen sparsam mit D4-Holzleim, richte alles mit dem Schreinerwinkel aus und fixiere den Rahmen mit Schraubzwingen. Bohre mit 3 oder 4 mm vor und verschraube jede Ecke mit zwei 5 × 80 mm Schrauben oder, wenn die Leisten sehr trocken sind, mit passenden 4 × 50 mm Schrauben von oben und seitlich. Wichtig ist, dass die Rahmen nicht breiter als 660 mm werden, sonst schleifen sie später am Grundrahmen. Richtig ist das Ergebnis, wenn beide Rückenlehnenrahmen gleich groß, rechtwinklig und ohne Überstand sind.

Schritt 6: Latten auf Rückenlehnen und feste Liegeflächen schrauben

Beginne mit den Rückenlehnen. Pro Lehne werden acht Latten 28 × 70 × 660 mm quer auf den Rahmen geschraubt. Lege die erste Latte am oberen Ende bündig auf, die restlichen Latten mit etwa 12 bis 15 mm Abstand. Bohre jede Latte an beiden Enden mit 3 mm vor, senke die Löcher an und befestige sie mit 4 × 50 mm Edelstahlschrauben. Danach belegst du die festen Liegeflächen: Pro Einzelliege werden 16 Latten im Bereich vom Fußende bis kurz vor die Scharniertraverse verschraubt. Lasse zwischen den Latten ebenfalls etwa 12 mm Abstand, damit Regenwasser ablaufen kann und das Holz arbeiten darf. Die Lattenenden schließen außen bündig mit dem jeweiligen Rahmen ab. Vermeide zu enge Abstände, denn nasses Holz quillt. Korrekt ist die Fläche, wenn alle Latten parallel verlaufen, keine Schraubenköpfe herausstehen und die Spalten gleichmäßig wirken.

Schritt 7: Rückenlehnen mit Scharnieren anschlagen

Lege jede Rückenlehne in den freien Kopfbereich ihrer Einzelliege. Der untere Rand der Rückenlehne liegt über der Scharniertraverse bei 720 mm Abstand vom Kopfende. Zwischen Rückenlehne und fester Liegefläche sollte ein kleiner Bewegungsabstand von etwa 8 bis 12 mm bleiben, damit nichts klemmt. Pro Rückenlehne verwendest du zwei stabile Edelstahl-Scharniere 60 × 40 mm. Richte sie gleichmäßig aus, etwa 120 mm von den Seiten entfernt. Zeichne die Schraubenlöcher an, bohre mit 3 mm vor und befestige die Scharniere mit 4 × 50 mm Schrauben, sofern die Beschläge dafür geeignet sind. Prüfe nach dem ersten Scharnier die Bewegung, bevor du alle Schrauben festziehst. Ein typischer Fehler ist, die Scharniere schief oder zu tief zu setzen; dann hebt die Lehne beim Klappen seitlich an. Richtig montiert ist die Rückenlehne, wenn sie flach aufliegt, leichtgängig aufklappt und nicht am Rahmen streift.

Schritt 8: Rasterleisten für die Lehnenverstellung vorbereiten

Die vier Rasterleisten 28 × 45 × 620 mm erhalten je vier Kerben für verschiedene Lehnenwinkel. Zeichne auf jeder Leiste Kerben bei ungefähr 160 mm, 270 mm, 380 mm und 490 mm vom unteren Ende an. Die Kerben sollten etwa 10 mm tief und leicht nach hinten geneigt sein, damit die Stützarme sicher einrasten und nicht nach vorn herausrutschen. Schneide die Kerben mit der Stichsäge ein und glätte sie mit Schleifpapier. Runde die vorderen Kanten leicht ab, aber nicht so stark, dass die Stützarme keinen Halt mehr finden. Anschließend werden je zwei Rasterleisten pro Liegenhälfte innen an den seitlichen Rahmenhölzern im Kopfbereich befestigt. Sie liegen längs auf dem Grundrahmen, ungefähr unter den späteren Stützarmen. Bohre vor und verschraube jede Rasterleiste mit mehreren 4 × 50 mm Schrauben. Korrekt sind die Rasterleisten, wenn die Kerben paarweise auf gleicher Höhe liegen.

Schritt 9: Stützarme an den Rückenlehnen befestigen

Pro Rückenlehne werden zwei Stützarme 28 × 45 × 550 mm montiert. Runde das untere Ende jedes Stützarms leicht ab, damit es sauber in die Kerben der Rasterleiste fällt. Das obere Ende wird mit einem kleinen Edelstahl-Scharnier 40 × 40 mm an der Unterseite der Rückenlehne befestigt. Positioniere die Stützarme so, dass sie genau über den Rasterleisten liegen. Sie dürfen beim flachen Ablegen der Rückenlehne nicht gegen Querhölzer oder Latten stoßen. Bohre die Schraubenlöcher mit 3 mm vor und verschraube die Scharniere mit 4 × 50 mm Schrauben oder mit den zum Scharnier passenden Edelstahlschrauben. Klappe die Lehne mehrfach hoch und teste alle vier Rasterpositionen. Vermeide zu kurze Stützarme oder Kerben ohne Neigung; beides kann zum Wegrutschen führen. Richtig eingestellt ist die Mechanik, wenn beide Stützarme gleichzeitig einrasten und die Rückenlehne nicht seitlich kippt.

Schritt 10: Kanten schleifen, Oberfläche ölen und Endkontrolle durchführen

Schleife die komplette Doppelliege gründlich nach. Besonders wichtig sind Lattenkanten, Fußenden, Rückenlehnenkanten und die Kerben der Rasterleisten, weil dort Haut, Handtücher oder Auflagen hängen bleiben können. Verwende zuerst Körnung 120 und für sichtbare Flächen Körnung 180. Entferne den Schleifstaub sorgfältig. Trage anschließend Terrassenöl oder Holzschutzöl mit dem Pinsel auf. Behandle Hirnholzflächen, Schraubenbereiche und Kerben besonders sorgfältig, weil dort Feuchtigkeit schneller eindringt. Nach Herstellerangabe einziehen lassen und überschüssiges Öl abnehmen. Stelle die Doppelliege auf zwölf Gummipads, je eines unter jeden Fuß. Prüfe mit der Wasserwaage den Stand und teste beide Rückenlehnen in allen Positionen. Ziehe lockere Schrauben nach, aber überdrehe sie nicht. Fertig ist die Doppelliege, wenn sie ohne Wackeln steht, die Lehnen sicher einrasten und alle Oberflächen splitterfrei sind.

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Stabilität und Belastbarkeit der Doppelliege prüfen

Bevor die Doppelliege dauerhaft genutzt wird, solltest du sie realistisch belasten. Setze dich zuerst einzeln auf jede Liegefläche, dann zu zweit. Achte auf Knackgeräusche, starkes Durchbiegen oder Bewegungen an den Rahmenverbindungen. Ein leichtes Arbeiten von Holz ist normal, ein sichtbares Wandern der mittleren Verbindung ist es nicht. In diesem Fall ziehst du die M8-Muttern nach oder ergänzt bei Bedarf eine weitere Schlossschraube zwischen den vorhandenen Verbindungspunkten.

Die Latten dürfen sich bei Belastung leicht federnd anfühlen, aber nicht dauerhaft durchbiegen. Wenn du besonders schwere Auflagen oder häufig zwei große Erwachsene einplanst, kannst du unter den festen Liegeflächen zusätzliche Längsleisten von etwa 28 × 45 mm anbringen. Diese werden mittig unter den Latten verschraubt und reduzieren die Spannweite weiter. Für den normalen Gartenbetrieb ist die beschriebene Konstruktion mit 660 mm Lattenlänge jedoch stabil und praxistauglich.

Witterungsschutz und Pflege der Doppelliege

Auch wetterfeste Holzarten brauchen Pflege. Öle die Doppelliege direkt nach dem Bau und danach mindestens einmal pro Saison. Steht sie ungeschützt in voller Sonne und Regen, ist ein zweiter Ölauftrag im Spätsommer sinnvoll. Pigmentiertes Öl schützt besser gegen Vergrauung als farbloses Öl. Die Funktion bleibt auch bei vergrautem Holz erhalten, aber die Oberfläche wird rauer, wenn sie nicht gepflegt wird.

Im Winter sollte die Doppelliege trocken und luftig stehen. Eine komplett dichte Plane ist ungünstig, wenn darunter Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Besser ist eine atmungsaktive Abdeckung oder ein überdachter Platz. Kontrolliere im Frühjahr alle Schrauben, Scharniere und Rasterleisten. Besonders die Kerben der Lehnenverstellung sollten sauber und nicht ausgebrochen sein. Kleine raue Stellen schleifst du nach und ölst sie erneut.

Anpassungen und sinnvolles Zubehör für die Doppelliege

Für mehr Komfort kannst du zwei Auflagen mit etwa 650 × 1900 mm verwenden. Sie passen gut auf die einzelnen Liegeflächen, ohne die Verstellmechanik zu blockieren. Achte darauf, dass die Auflagen nicht dauerhaft nass auf dem Holz liegen. Wenn du die Doppelliege oft bewegen möchtest, kannst du an einer Fußseite zwei kleine Outdoor-Rollen ergänzen. Dann müssen die gegenüberliegenden Füße beim Anheben als Griffseite dienen. Rollen sind in dieser Grundanleitung nicht enthalten, weil sie je nach Untergrund unterschiedlich gewählt werden müssen.

Wenn du die Doppelliege optisch ruhiger gestalten möchtest, kannst du die Schrauben der Latten in einer Linie mit einer einfachen Bohrschablone setzen. Für einen moderneren Look lassen sich die Latten mit größerem Abstand montieren, jedoch sollten die Spalten nicht über 18 mm liegen, damit Auflagen nicht zu stark einsinken und die Liegefläche angenehm bleibt.

Häufige Fehler und ihre Vermeidung

Fehler Folge Lösung
Rahmen nicht rechtwinklig verschraubt Latten sitzen schief, Rückenlehne klemmt Diagonalen vor dem endgültigen Verschrauben messen und Rahmen mit Zwingen korrigieren
Nicht vorgebohrt Douglasie oder Lärche reißt an den Enden auf Für 4-mm-Schrauben mit 3 mm und für 5-mm-Schrauben mit 4 mm vorbohren
Lattenabstände zu klein Wasser bleibt stehen, Holz quillt und drückt gegeneinander Zwischen den Latten etwa 12 bis 15 mm Abstand lassen
Füße unterschiedlich lang Doppelliege wackelt und belastet einzelne Verbindungen stärker Alle Füße mit Anschlag sägen und auf Gummipads ausrichten
Rasterkerben gerade statt geneigt gesägt Stützarme können bei Belastung herausrutschen Kerben leicht nach hinten neigen und Stützarme passend abrunden
Schraubenköpfe stehen über Auflagen, Kleidung oder Haut können hängen bleiben Alle Löcher ansenken und Schrauben bündig eindrehen
Holz ohne Oberflächenschutz verbaut Schnelleres Vergrauen, rauere Oberfläche, kürzere Lebensdauer Vor oder direkt nach der Montage mit Außenöl behandeln

FAQ zur Bauanleitung

Kann ich die Doppelliege auch aus Fichte bauen?

Ja, aber nur mit gutem Holzschutz und möglichst nicht dauerhaft ungeschützt im Regen. Fichte ist weniger dauerhaft als Douglasie oder Lärche. Wenn du Fichte verwendest, solltest du druckimprägniertes Holz wählen oder alle Flächen sehr sorgfältig mit geeignetem Außenanstrich behandeln.

Reichen 660 mm Breite pro Person wirklich aus?

Für eine Gartenliege ist eine nutzbare Breite von etwa 650 bis 700 mm üblich und bequem. Mit Auflagen von etwa 650 mm Breite passt die Konstruktion gut. Wer sehr viel Platz möchte, kann jede Einzelliege auf 800 mm Außenbreite verbreitern und die Latten entsprechend länger zuschneiden.

Warum werden zwei Einzelrahmen statt ein großer Rahmen gebaut?

Zwei Einzelrahmen sind leichter zu bauen, stabiler zu transportieren und einfacher auszurichten. Außerdem können die Rückenlehnen unabhängig voneinander verstellt werden. Die Verbindung mit M8-Schlossschrauben macht daraus trotzdem eine feste Doppelliege.

Muss ich Edelstahl-Schrauben verwenden?

Für den Außenbereich sind Edelstahl-Schrauben A2 sehr empfehlenswert. Verzinkte Schrauben rosten im Garten schneller, verfärben das Holz und lassen sich später schlechter lösen. Besonders bei Lärche und Douglasie sind Edelstahlschrauben die bessere Wahl.

Wie verhindere ich Staunässe an den Füßen?

Stelle jeden Fuß auf ein Gummipad oder auf kleine Kunststoffgleiter. Die Doppelliege sollte nicht direkt auf Erde oder dauerhaft nassem Rasen stehen. Auf Terrasse, Platten oder Kiesbett hält das Holz deutlich länger.

Kann ich die Rückenlehne flacher oder steiler einstellen?

Ja. Die Winkel hängen von Position und Form der Kerben in den Rasterleisten ab. Wenn du mehr Positionen möchtest, kannst du zusätzliche Kerben sägen. Sie müssen paarweise gleich liegen und leicht geneigt sein, damit die Stützarme sicher halten.

Soll ich die Holzlatten vor der Montage ölen?

Das ist sinnvoll, aber nicht zwingend. Besonders die Unterseiten und Stirnflächen sind nach der Montage schwerer erreichbar. Idealerweise ölst du alle zugeschnittenen und geschliffenen Teile einmal vor der Montage und trägst nach dem Zusammenbau eine zweite dünne Schicht auf.

Wie schwer darf die Doppelliege belastet werden?

Bei sauberer Ausführung, gesunden Hölzern und festen Schraubverbindungen ist die Liege für zwei Erwachsene ausgelegt. Eine genaue Traglast hängt von Holzqualität und Ausführung ab. Wenn regelmäßig sehr hohe Lasten auftreten, solltest du zusätzliche Unterzüge unter den Latten einbauen.

Kann ich die Doppelliege dauerhaft draußen stehen lassen?

Ja, wenn wetterfestes Holz verwendet, die Oberfläche gepflegt und Staunässe vermieden wird. Im Winter ist ein überdachter, luftiger Standort trotzdem besser. Eine luftdichte Plane sollte nicht direkt auf dem Holz liegen, weil sich darunter Feuchtigkeit sammeln kann.

Was mache ich, wenn die Liege nach dem Zusammenbau wackelt?

Prüfe zuerst, ob alle Füße gleichmäßig aufstehen und ob der Untergrund eben ist. Kleine Unterschiede lassen sich mit Gummipads ausgleichen. Danach kontrollierst du die M8-Verbindung zwischen den beiden Hälften und ziehst die Muttern nach.

Kann ich statt Öl auch Lack verwenden?

Für Gartenmöbel ist Öl meist pflegeleichter. Lack bildet eine geschlossene Schicht, die bei Kratzern oder Rissen unterwandert werden kann. Wenn du Lack verwenden möchtest, muss er ausdrücklich für außen und für maßhaltige oder begrenzt maßhaltige Holzbauteile geeignet sein.

Wie oft muss ich die Schrauben kontrollieren?

Kontrolliere die Doppelliege nach den ersten Wochen Nutzung und danach mindestens einmal pro Saison. Holz arbeitet durch Feuchtigkeit und Temperatur. Besonders Scharniere, Rasterleisten und die mittleren Verbindungsschrauben sollten fest sitzen.