Klappbare Sonnenliege selber bauen – Bauanleitung Schritt für Schritt
Mit dieser Bauanleitung baust du eine klappbare Sonnenliege aus Holz, die stabil genug für den Garten ist, sich zum Verstauen zusammenklappen lässt und eine verstellbare Rückenlehne besitzt. Das Ergebnis ist eine etwa 2000 mm lange und 650 mm breite Liege mit Lattenfläche, klappbaren Beinen und mehrstufig einstellbarer Lehne – geeignet für Terrasse, Balkon, Garten oder Poolbereich.
Projektübersicht: Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad
Inhaltsverzeichnis
| Projektart | Angabe |
|---|---|
| Projektart | Klappbare Sonnenliege aus Holz mit Lattenrost, klappbaren Beinrahmen und verstellbarer Rückenlehne |
| Schwierigkeitsgrad | Mittel; gut machbar für Heimwerker mit sauberem Zuschnitt und sorgfältigem Vorbohren |
| Ungefährer Zeitbedarf | 1 bis 2 Tage inklusive Schleifen und erstem Oberflächenschutz; zusätzliche Trocknungszeit für Holzöl einplanen |
| Benötigte Personen | 1 Person möglich, 2 Personen beim Ausrichten der Klappmechanik deutlich angenehmer |
| Grober Kostenrahmen | Etwa 120 bis 220 Euro, abhängig von Holzart, Beschlägen und Oberflächenschutz |
| Typische Abmessungen | Ca. 2000 mm Gesamtlänge, 650 mm Breite, 340 bis 360 mm Liegehöhe, Rückenlehne ca. 800 mm lang |
| Geeignete Materialien | Lärche, Douglasie, Robinie oder gut geschütztes Konstruktionsholz; Schrauben und Beschläge möglichst Edelstahl A2 oder verzinkt |
Planung und passende Maße
Die hier beschriebene klappbare Sonnenliege ist als stabile Gartenliege für Erwachsene geplant. Die Beispielmaße sind bewusst praxisnah gewählt: Eine Gesamtlänge von rund 2000 mm reicht für die meisten Personen gut aus, 650 mm Breite ergibt eine komfortable Liegefläche, ohne dass die Liege zu schwer und unhandlich wird.
Die Konstruktion besteht aus zwei Hauptrahmen: einem langen Sitz- und Beinrahmen mit 1200 mm Länge und einem Rückenlehnenrahmen mit 800 mm Länge. Zwischen beiden Rahmen sitzen Scharniere. Die Rückenlehne lässt sich mit zwei seitlichen Rasterbeschlägen in mehreren Positionen aufstellen. Drei klappbare Beinrahmen tragen die Liege: zwei unter dem langen Hauptrahmen und einer unter dem Kopfteil, wenn die Liege flach genutzt wird.
Für den Standort ist wichtig, dass die Sonnenliege auf ebenem Untergrund steht. Auf weichem Rasen können schmale Holzbeine einsinken. In diesem Fall helfen größere Gummifüße oder kleine Unterlegplatten. Auf Terrasse, Balkon und Pflaster steht die Liege am stabilsten. Plane seitlich mindestens 300 mm Abstand zu Wänden, Beeten oder Möbeln ein, damit du die Rückenlehne verstellen und die Liege bequem zusammenklappen kannst.
Die Belastung sollte realistisch angesetzt werden. Mit den angegebenen Querschnitten ist die Liege bei sauberer Verschraubung und intaktem Holz für eine Person bis etwa 110 kg gut geeignet. Wenn du sie robuster bauen möchtest, kannst du die Rahmenhölzer statt 45 x 70 mm auch mit 45 x 90 mm ausführen. Dann musst du die Beinlänge gegebenenfalls leicht anpassen, damit die Liegehöhe nicht zu hoch wird.
Die Maße lassen sich einfach ändern. Die Breite wird über die Länge der Querhölzer und Liegelatten angepasst. Die Formel lautet: gewünschte Außenbreite minus zweimal Stärke der seitlichen Rahmenhölzer. Bei 650 mm Außenbreite und 45 mm starken Seitenhölzern ergibt das 650 mm – 45 mm – 45 mm = 560 mm für die Querhölzer. Wenn du die Liege 700 mm breit bauen möchtest, werden die Querhölzer 610 mm lang. Die Liegelatten entsprechen jeweils der Außenbreite, also in diesem Beispiel 700 mm.
Die Länge sollte nicht zu stark verkürzt werden. Für eine Erwachsenenliege sind 1900 bis 2050 mm sinnvoll. Eine sehr kurze Liege wirkt zwar platzsparend, ist aber unbequem. Für kleinere Balkone kannst du beispielsweise den Hauptrahmen auf 1100 mm und die Rückenlehne auf 750 mm verkürzen. Dann ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 1850 mm zuzüglich kleinem Scharnierspalt.
Beim Witterungsschutz solltest du nicht sparen. Die Sonnenliege steht häufig in Sonne, Regen und wechselnder Luftfeuchtigkeit. Lärche und Douglasie sind gut geeignet, müssen aber trotzdem geschliffen und geölt werden. Besonders Stirnholz, Bohrlöcher und Schnittkanten nehmen Feuchtigkeit auf. Diese Stellen bekommen vor der Endmontage eine zusätzliche Schicht Holzöl.
Materialliste
| Material | Menge beziehungsweise Berechnungsweg | Empfohlene Abmessungen | Verwendungszweck |
|---|---|---|---|
| Tragende Bauteile: Lärchen- oder Douglasienholz für Hauptrahmen-Seitenteile | 2 Stück | 45 x 70 x 1200 mm | Seitliche Längshölzer des Sitz- und Beinrahmens |
| Tragende Bauteile: Lärchen- oder Douglasienholz für Rückenrahmen-Seitenteile | 2 Stück | 45 x 70 x 800 mm | Seitliche Längshölzer der Rückenlehne |
| Tragende Bauteile: Lärchen- oder Douglasienholz für Querhölzer | 6 Stück | 45 x 70 x 560 mm | Vordere, hintere und mittlere Querhölzer in Hauptrahmen und Rückenrahmen |
| Tragende Bauteile: Vierkantholz für klappbare Beinrahmen | 6 Stück | 45 x 45 x 300 mm | Seitliche Beine der drei klappbaren Beinrahmen |
| Tragende Bauteile: Vierkantholz für Beinrahmen-Querstreben | 3 Stück | 45 x 45 x 470 mm | Querstreben zwischen den Beinen der klappbaren Beinrahmen |
| Verkleidung beziehungsweise Liegefläche: Holzlatten | 31 Stück | 20 x 45 x 650 mm | Lattenrost auf Hauptrahmen und Rückenlehne |
| Verbindungsmittel: Edelstahlschrauben für Rahmen | Ca. 40 Stück | 5 x 80 mm | Verschrauben der Rahmenhölzer |
| Verbindungsmittel: Edelstahlschrauben für Beinrahmen | Ca. 18 Stück | 5 x 70 mm | Verschrauben der Beinrahmen-Querstreben |
| Verbindungsmittel: Edelstahlschrauben für Latten | Ca. 80 Stück | 4 x 35 mm | Befestigen der Liegelatten auf den Rahmen |
| Befestigungsmaterial: Schlossschrauben mit Unterlegscheiben und selbstsichernden Muttern | 6 Sets | M8 x 100 mm | Drehpunkte der drei klappbaren Beinrahmen |
| Befestigungsmaterial: Edelstahl-Scharniere | 3 Stück | Ca. 80 x 50 mm | Klappverbindung zwischen Hauptrahmen und Rückenlehne |
| Befestigungsmaterial: Schrauben für Scharniere und Beschläge | Ca. 60 Stück | 4 x 25 mm oder passend zum Beschlag | Befestigen von Scharnieren, Rasterbeschlägen, Klappstützen und Drehreibern |
| Befestigungsmaterial: Rückenlehnen-Rasterbeschläge links und rechts | 1 Paar | 4- bis 5-stufig, für Gartenliegen geeignet | Verstellen und Abstützen der Rückenlehne |
| Befestigungsmaterial: Feststellstreben für Klappbeine | 6 Stück | Ca. 220 bis 260 mm Länge | Sichern der drei Beinrahmen in geöffneter Position |
| Zubehör: Drehreiber oder kleine Vorreiber | 3 Stück | Ca. 40 bis 60 mm | Fixieren der eingeklappten Beinrahmen beim Transport |
| Zubehör: Gummifüße | 6 Stück | Passend für 45 x 45 mm Beine | Schutz der Beinenden und rutschhemmender Stand |
| Oberflächenschutz: Wetterfestes Holzöl für außen | Ca. 500 ml | Transparent oder pigmentiert | Schutz von Holzflächen, Schnittkanten und Stirnholz |
| Oberflächenschutz: Schleifpapier | Mehrere Bögen oder Scheiben | Körnung 80, 120 und 180 | Glätten von Zuschnitten, Kanten und Oberflächen |
| Verbindungsmittel: Wasserfester Holzleim | 1 Flasche | D4-Leim | Zusätzliche Stabilisierung der Holzverbindungen |
Werkzeugliste
| Werkzeug | Verwendungszweck | Mögliche Alternative |
|---|---|---|
| Zollstock | Messen der Holzlängen, Abstände und Beschlagpositionen | Maßband |
| Bleistift | Anzeichnen von Zuschnitten, Bohrpunkten und Montagepositionen | Feiner wasserfester Marker |
| Anschlagwinkel | Rechtwinkliges Anzeichnen und Kontrollieren der Rahmen | Zimmermannswinkel |
| Kappsäge | Gerader Zuschnitt der Rahmenhölzer, Beine und Latten | Handkreissäge mit Führungsschiene oder feine Handsäge |
| Stichsäge | Abrunden der Beinenden und optionaler Rundungen an Rahmenkanten | Raspel und Schleifklotz |
| Akkuschrauber | Vorbohren, Senken und Verschrauben aller Holz- und Beschlagverbindungen | Bohrmaschine mit Bitaufnahme |
| Holzbohrer 3 mm | Vorbohren für 4-mm-Schrauben an Latten und Beschlägen | Kombibohrer mit vergleichbarem Durchmesser |
| Holzbohrer 4 mm | Vorbohren für 5-mm-Schrauben in Rahmen und Beinrahmen | Universalbohrer für Holz geeignet |
| Holzbohrer 8 mm | Bohren der Drehpunkte für M8-Schlossschrauben | Metallbohrer 8 mm bei sauberer Führung |
| Senker | Versenken der Schraubenköpfe, damit nichts drückt oder hängen bleibt | Kegelsenker oder vorsichtig größerer Holzbohrer |
| Schraubzwingen | Fixieren von Rahmen, Latten und Beinrahmen beim Verschrauben | Spannriemen plus Hilfsklötze |
| Exzenterschleifer | Schnelles Schleifen der Flächen und Kanten | Schleifklotz mit Schleifpapier |
| Schleifklotz | Nacharbeiten von Kanten, Rundungen und engen Stellen | Gefaltetes Schleifpapier |
| Maulschlüssel 13 mm | Anziehen der M8-Muttern an den Bein-Drehpunkten | Ratsche mit 13-mm-Nuss |
| Abstandsklotz 15 mm | Gleichmäßige Abstände zwischen den Liegelatten | Passender Restholzstreifen |
| Pinsel | Auftragen von Holzöl auf Flächen, Kanten und Stirnholz | Öllappen, sofern für das Produkt geeignet |
Zuschnitt und Vorbereitung
Prüfe das Holz vor dem Zuschnitt. Stark verdrehte, gerissene oder sehr astige Stücke gehören nicht in tragende Bereiche. Leichte Äste sind unproblematisch, sollten aber nicht genau dort sitzen, wo später Scharniere, Drehpunkte oder Klappstützen befestigt werden.
Zeichne alle Längen mit Zollstock, Bleistift und Anschlagwinkel an. Arbeite möglichst mit einer Kappsäge, damit die Stirnseiten rechtwinklig werden. Besonders bei den Rahmenhölzern entscheidet ein sauberer Zuschnitt darüber, ob die Sonnenliege später gerade steht und sich problemlos klappen lässt.
Nach dem Sägen werden alle Bauteile sortiert. Lege die beiden 1200-mm-Hölzer zusammen, die beiden 800-mm-Hölzer zusammen und markiere die Querhölzer. Die Latten sollten ebenfalls geprüft werden. Leicht unterschiedlich lange Latten fallen sofort auf, weil sie die Außenkante der Liege unruhig wirken lassen.
| Bauteil | Anzahl | Zuschnittmaß | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Seitenteile Hauptrahmen | 2 | 45 x 70 x 1200 mm | Für den langen Sitz- und Beinbereich |
| Seitenteile Rückenrahmen | 2 | 45 x 70 x 800 mm | Für die verstellbare Rückenlehne |
| Querhölzer | 6 | 45 x 70 x 560 mm | Je drei Querhölzer pro Rahmen |
| Beine | 6 | 45 x 45 x 300 mm | Obere Enden leicht abrunden, damit sie klappen können |
| Beinrahmen-Querstreben | 3 | 45 x 45 x 470 mm | Sitzen zwischen jeweils zwei Beinen |
| Liegelatten | 31 | 20 x 45 x 650 mm | 19 Latten für den Hauptrahmen, 12 Latten für die Rückenlehne |
Vor dem Zusammenbau werden alle sichtbaren Kanten gebrochen. Das bedeutet: Die scharfen Kanten werden mit Schleifpapier oder Exzenterschleifer leicht abgerundet. An den Latten ist das besonders wichtig, weil dort später Haut, Kleidung und Auflage direkt aufliegen. Schleife zuerst mit Körnung 80, danach mit 120 und an den Liegeflächen abschließend mit 180.
Alle Schraubstellen werden vorgebohrt. Für 5-mm-Schrauben verwendest du einen 4-mm-Holzbohrer, für 4-mm-Schrauben einen 3-mm-Holzbohrer. Bei M8-Schlossschrauben bohrst du mit 8 mm. Schraubenköpfe an der Liegefläche müssen versenkt werden, damit sie nicht drücken.
Ausführliche Bauanleitung
Hauptrahmen der klappbaren Sonnenliege bauen
Lege die beiden 1200-mm-Seitenteile parallel auf eine ebene Fläche. Dazwischen kommen drei Querhölzer mit 560 mm Länge: eines vorne, eines hinten und eines mittig. Die Querhölzer sitzen zwischen den Seitenteilen, nicht oben darauf. Dadurch ergibt sich eine Außenbreite von 650 mm.
Benötigt werden die 45 x 70 mm Rahmenhölzer, wasserfester Holzleim, Schraubzwingen, Akkuschrauber, 4-mm-Holzbohrer, Senker und 5 x 80 mm Edelstahlschrauben. Gib etwas Leim auf die Stirnseiten der Querhölzer, richte sie bündig aus und fixiere alles mit Schraubzwingen. Bohre durch die Seitenteile in die Querhölzer vor und setze je Verbindung zwei Schrauben.
Ein häufiger Fehler ist ein verzogener Rahmen. Miss deshalb beide Diagonalen. Sind sie gleich lang, ist der Rahmen rechtwinklig. Weichen sie deutlich voneinander ab, drückst du den Rahmen vorsichtig in die richtige Richtung, bevor der Leim anzieht. Korrekt ist das Ergebnis, wenn alle Ecken bündig schließen, der Rahmen flach aufliegt und die Außenbreite über die gesamte Länge gleich bleibt.
Rückenrahmen der klappbaren Sonnenliege bauen
Der Rückenrahmen wird genauso gebaut, nur mit den beiden 800-mm-Seitenteilen. Auch hier werden drei 560-mm-Querhölzer eingesetzt: unten am späteren Scharnierbereich, oben am Kopfende und eines etwa mittig.
Achte darauf, dass der untere Querträger der Rückenlehne sauber bündig sitzt. An ihm werden später die Scharniere befestigt. Wenn dieser Bereich schief ist, läuft die Rückenlehne später nicht sauber. Auch beim Rückenrahmen werden alle Verbindungen verleimt, vorgebohrt, gesenkt und mit 5 x 80 mm Schrauben verschraubt.
Das richtige Ergebnis erkennst du daran, dass der Rückenrahmen exakt 650 mm breit ist und sich ohne Versatz an das hintere Ende des Hauptrahmens anlegen lässt. Zwischen beiden Rahmen sollte später ein kleiner Spalt von etwa 5 mm bleiben, damit das Holz beim Klappen nicht reibt.
Klappbare Beinrahmen der Sonnenliege herstellen
Für die drei Beinrahmen brauchst du jeweils zwei 300-mm-Beine und eine 470-mm-Querstrebe. Die Querstrebe sitzt zwischen den Beinen, etwa 50 mm oberhalb der unteren Beinenden. Dadurch berühren später die Beinenden den Boden, während die Querstrebe den Beinrahmen aussteift.
Runde die oberen Enden der Beine leicht mit Stichsäge und Schleifklotz ab. Sie drehen sich später im Rahmen; scharfe Ecken können dabei klemmen. Leime die Querstrebe zwischen die Beine, bohre vor und verschraube jede Seite mit zwei 5 x 70 mm Schrauben. Baue alle drei Beinrahmen identisch.
Typische Fehler sind zu breite Beinrahmen oder schief sitzende Querstreben. Der fertige Beinrahmen muss zwischen die Seitenteile der Liege passen. Die Außenbreite beträgt 560 mm. Wenn er klemmt, lässt sich die Liege nicht sauber klappen. Korrekt ist der Beinrahmen, wenn er ohne Kraft zwischen die Rahmenhölzer passt und die Beine parallel stehen.
Beinrahmen an der klappbaren Sonnenliege montieren
Die Beinrahmen werden innen an den seitlichen Rahmenhölzern befestigt. Am Hauptrahmen sitzt ein Beinrahmen etwa 180 mm vom vorderen Ende entfernt. Der zweite sitzt etwa 1020 mm vom vorderen Ende entfernt, also nahe am Übergang zur Rückenlehne. Der dritte Beinrahmen kommt an die Rückenlehne, etwa 620 mm vom Scharnierende entfernt in Richtung Kopfende.
Markiere die Drehpunkte mittig in der Höhe der 70-mm-Rahmenhölzer. Bohre mit 8 mm durch das seitliche Rahmenholz und durch das jeweilige Bein. Setze M8 x 100 mm Schlossschrauben mit Unterlegscheiben ein und ziehe die selbstsichernden Muttern nur so fest an, dass sich das Bein noch bewegen lässt. Eine zu fest angezogene Mutter blockiert die Klappfunktion.
Danach werden an jedem Beinrahmen zwei Feststellstreben montiert, je eine links und rechts. Sie verhindern, dass die Beine während der Nutzung einklappen. Richte die Beine so aus, dass sie leicht nach außen stehen und die Liege stabil trägt. Die Feststellstreben werden mit 4 x 25 mm Schrauben befestigt. Bohre auch hier vor, damit das Holz nicht spaltet.
Ein korrekt montierter Beinrahmen klappt leichtgängig aus, rastet über die Feststellstrebe stabil in der Gebrauchsposition und lässt sich nach dem Lösen der Strebe wieder vollständig unter den Rahmen legen. Prüfe jeden Beinrahmen einzeln, bevor du weiterarbeitest.
Hauptrahmen und Rückenlehne mit Scharnieren verbinden
Lege Hauptrahmen und Rückenrahmen hintereinander auf eine ebene Fläche. Zwischen beiden Rahmen bleibt ein Spalt von etwa 5 mm. Die Oberseiten müssen fluchten. Verwende kleine Holzreste oder Pappe als Abstandshalter, damit der Spalt während der Montage gleich bleibt.
Die drei Edelstahlscharniere werden auf der Oberseite im freien Scharnierbereich befestigt: eines mittig, die beiden anderen jeweils mit gleichem Abstand zu den Seiten. Bohre die Schraublöcher mit 3 mm vor und verschraube die Scharniere mit 4 x 25 mm Schrauben.
Vermeide, dass Scharniere schräg sitzen. Schon wenige Millimeter Versatz können dazu führen, dass die Rückenlehne beim Klappen zieht oder klemmt. Richtig montiert ist die Verbindung, wenn die Rückenlehne ohne Kraft nach oben klappt und sich flach in Verlängerung des Hauptrahmens ablegen lässt.
Rückenlehnen-Rasterbeschläge der Sonnenliege einstellen
Die Rasterbeschläge tragen die aufgestellte Rückenlehne. Montiere sie außen links und rechts an den seitlichen Rahmenhölzern. Die genaue Position hängt vom Beschlagmodell ab. Als bewährter Ausgangspunkt liegt der untere Befestigungspunkt am Hauptrahmen etwa 250 mm vor dem Scharnier, der obere Befestigungspunkt an der Rückenlehne etwa 300 mm vom Scharnier entfernt.
Halte die Rückenlehne in einer mittleren Position, richte den Beschlag aus und markiere die Schraublöcher. Wichtig ist, dass beide Seiten spiegelgleich montiert werden. Miss also die Abstände vom Scharnier auf beiden Seiten exakt ab. Bohre mit 3 mm vor und verschraube die Beschläge mit den passenden 4 x 25 mm Schrauben.
Teste danach alle Rastpositionen. Die Lehne darf nicht nur auf einer Seite einrasten. Wenn ein Beschlag eine Stufe weiter steht als der andere, verwindet sich die Rückenlehne. Korrekt ist die Einstellung, wenn beide Beschläge gleichzeitig tragen und die Lehne ohne seitliches Verkanten verstellt werden kann.
Lattenrost auf Hauptrahmen und Rückenlehne befestigen
Für den Hauptrahmen verwendest du 19 Latten mit 650 mm Länge. Beginne vorne mit einem kleinen Randabstand von etwa 20 mm. Zwischen den Latten verwendest du einen 15-mm-Abstandsklotz. Am hinteren Ende bleibt ein freier Bereich für die Scharniere und die Bewegung der Rückenlehne.
Jede Latte wird links und rechts mit je einer 4 x 35 mm Schraube befestigt. Bohre mit 3 mm vor und senke die Schraublöcher. Die Schraubenköpfe müssen leicht unter der Oberfläche liegen. Sie dürfen aber nicht so tief eingedreht werden, dass die Latte geschwächt wird.
Auf der Rückenlehne befestigst du 12 Latten. Auch hier bleiben am unteren Scharnierbereich einige Millimeter frei, damit beim Klappen nichts anstößt. Richte die Latten optisch sauber aus. Wenn du möchtest, kannst du die oberste Latte am Kopfende besonders sorgfältig abrunden, weil sie beim Liegen nahe an Schulter oder Kopf liegt.
Ein häufiger Fehler sind ungleichmäßige Lattenabstände. Das sieht nicht nur unsauber aus, sondern kann auch dazu führen, dass eine Auflage schlecht liegt. Richtig ist das Ergebnis, wenn alle Latten parallel stehen, seitlich bündig abschließen und keine Schraubenköpfe hervorstehen.
Drehreiber, Gummifüße und Transportfunktion montieren
Damit die Beinrahmen beim Transport nicht herunterklappen, montierst du pro Beinrahmen einen Drehreiber. Er wird so am Rahmen befestigt, dass er den eingeklappten Beinrahmen leicht hält. Er muss nicht stark klemmen, sondern nur verhindern, dass die Beine beim Tragen aufschwingen.
An die sechs Beinenden kommen Gummifüße. Sie schützen das Holz vor Feuchtigkeit von unten und verbessern den Stand auf glatten Terrassenplatten. Je nach Modell werden sie geschraubt, gesteckt oder mit kleinen Schrauben fixiert. Bohre auch hier vor, wenn Schrauben verwendet werden.
Klappe anschließend alle Beinrahmen ein und aus. Prüfe, ob sich Beschläge, Scharniere, Latten und Beine gegenseitig behindern. Eine gute klappbare Sonnenliege lässt sich ohne Gewalt bewegen. Wenn etwas schleift, wird nicht gedrückt, sondern die betreffende Stelle nachgeschliffen oder der Beschlag leicht versetzt.
Oberflächenschutz für die klappbare Sonnenliege
Vor dem Ölen sollte die gesamte Liege noch einmal sorgfältig geschliffen werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Lattenoberseiten, Kanten, Stirnseiten und Bohrlöcher. Entferne den Schleifstaub gründlich mit einem trockenen Tuch oder einer weichen Bürste.
Trage das Holzöl mit einem Pinsel dünn und gleichmäßig auf. Stirnholzflächen an Latten, Rahmenhölzern und Beinen bekommen besonders viel Öl, weil sie Feuchtigkeit stark aufnehmen. Lasse das Öl nach Herstellerangabe einziehen und nimm überschüssiges Öl ab. Zu dick aufgetragenes Öl bleibt klebrig und sammelt Schmutz.
Für den Außenbereich sind zwei dünne Anstriche besser als ein dicker. Die erste Schicht kann vor der endgültigen Montage der Beschläge erfolgen, die zweite nach dem Zusammenbau. Wenn du die Beschläge bereits montiert hast, öle sorgfältig um die Metallteile herum und vermeide Ölansammlungen in Scharnieren und Rastermechanik.
Funktionstest und sichere Nutzung der Sonnenliege
Stelle die Sonnenliege auf einen ebenen Untergrund. Klappe alle Beinrahmen aus und kontrolliere, ob die Feststellstreben vollständig geöffnet sind. Setze dich zunächst vorsichtig mittig auf die Liege, bevor du dich vollständig hinlegst. Dabei darf nichts knacken, wackeln oder seitlich wegkippen.
Teste anschließend die Rückenlehne. Hebe sie an, lasse beide Rasterbeschläge in derselben Position einrasten und belaste die Lehne vorsichtig mit dem Rücken. Die Rückenlehne darf nicht einseitig nachgeben. Wenn sie schief steht, sind die Beschläge nicht symmetrisch montiert oder nicht gleich eingerastet.
Beim Zusammenklappen wird zuerst die Rückenlehne flach gelegt. Danach werden die Feststellstreben der Beine gelöst und die Beinrahmen nach innen geklappt. Die Drehreiber halten die Beine in Transportstellung. Trage die Liege möglichst seitlich am Rahmen, nicht an einzelnen Latten oder Beschlägen.
Pflege und Lagerung der klappbaren Sonnenliege
Auch wetterfestes Holz bleibt länger schön, wenn die Sonnenliege nicht dauerhaft im Regen steht. Lagere sie im Winter trocken, zum Beispiel im Schuppen, Keller oder unter einer gut belüfteten Abdeckung. Eine komplett dichte Folie ist ungünstig, weil sich darunter Feuchtigkeit stauen kann.
Kontrolliere zu Saisonbeginn alle Schrauben, Muttern und Beschläge. Besonders die M8-Drehpunkte der Beinrahmen müssen leichtgängig, aber nicht locker sein. Ziehe Muttern nur vorsichtig nach, damit die Beine weiterhin klappen können.
Je nach Witterung sollte die Oberfläche einmal pro Jahr nachgeölt werden. Reinige das Holz vorher, schleife raue Stellen leicht mit Körnung 180 an und trage eine dünne neue Ölschicht auf. Kleine Risse im Außenholz sind normal, tiefe Risse an tragenden Teilen sollten jedoch geprüft und bei Bedarf das Bauteil ersetzt werden.
Häufige Fehler und ihre Vermeidung
| Fehler | Folge | Lösung |
|---|---|---|
| Rahmen wird nicht rechtwinklig gebaut | Die Liege steht schief, Scharniere klemmen, Rückenlehne läuft nicht sauber | Diagonalen vor dem Verschrauben messen und Rahmen mit Schraubzwingen ausrichten |
| Holz wird nicht vorgebohrt | Latten oder Rahmenhölzer reißen, Schrauben sitzen schief | Für 4-mm-Schrauben mit 3 mm und für 5-mm-Schrauben mit 4 mm vorbohren |
| Schraubenköpfe stehen auf der Liegefläche hervor | Unbequemes Liegen, beschädigte Auflagen, Verletzungsgefahr | Alle Schraublöcher senken und Schrauben bündig bis leicht vertieft eindrehen |
| Beinrahmen werden zu fest verschraubt | Die Klappfunktion blockiert oder das Holz reibt stark | M8-Muttern nur so weit anziehen, dass die Beine spielfrei, aber beweglich bleiben |
| Feststellstreben fehlen oder werden falsch montiert | Beine können während der Nutzung einklappen | Jeden Beinrahmen links und rechts mit Feststellstreben sichern |
| Rasterbeschläge sitzen nicht spiegelgleich | Rückenlehne verwindet sich und rastet ungleichmäßig ein | Abstände vom Scharnier auf beiden Seiten exakt messen und Beschläge paarweise testen |
| Lattenabstände werden ohne Abstandsklotz gesetzt | Unruhige Optik und ungleichmäßige Auflagefläche | Bei jeder Latte denselben 15-mm-Abstandsklotz verwenden |
| Scharnierspalt ist zu klein | Rückenlehne reibt am Hauptrahmen und lässt sich schwer bewegen | Zwischen Hauptrahmen und Rückenrahmen etwa 5 mm Spalt lassen |
| Holz wird nicht ausreichend geschützt | Vergrauung, Risse, Feuchtigkeitsschäden und schwergängige Beschläge | Alle Flächen, Kanten und Stirnseiten mit wetterfestem Holzöl behandeln |
| Zu schwaches oder stark astiges Holz wird verwendet | Rahmen kann sich durchbiegen oder an belasteten Stellen brechen | Für tragende Teile gerade, gesunde Hölzer mit mindestens 45 x 70 mm verwenden |
FAQ zur Bauanleitung
Wie lang sollte eine klappbare Sonnenliege für Erwachsene sein?
Für Erwachsene sind etwa 1900 bis 2050 mm sinnvoll. Die hier gebaute Liege liegt mit rund 2000 mm im komfortablen Bereich. Kürzer als 1850 mm sollte sie nur werden, wenn sie ausdrücklich für kleinere Personen oder sehr enge Balkone gedacht ist.
Kann ich die Sonnenliege breiter bauen?
Ja. Erhöhe die Außenbreite beispielsweise von 650 mm auf 700 mm. Dann müssen die Querhölzer 610 mm lang werden, weil 700 mm – 45 mm – 45 mm = 610 mm ergibt. Die Liegelatten werden dann ebenfalls 700 mm lang.
Welche Holzart eignet sich am besten?
Lärche und Douglasie sind für Heimwerker gut geeignet, weil sie wetterbeständiger als Fichte sind und noch bezahlbar bleiben. Robinie ist sehr dauerhaft, aber härter zu bearbeiten und teurer. Fichte funktioniert nur mit sehr sorgfältigem Holzschutz und trockener Lagerung.
Brauche ich unbedingt Edelstahlbeschläge?
Für den Außenbereich sind Edelstahlbeschläge ideal. Verzinkte Beschläge können ebenfalls funktionieren, rosten aber bei beschädigter Oberfläche schneller. Für eine Gartenliege, die regelmäßig draußen steht, lohnt sich Edelstahl besonders bei Schrauben, Scharnieren und Rasterbeschlägen.
Warum werden drei Beinrahmen verwendet?
Zwei Beinrahmen tragen den langen Hauptrahmen. Der dritte Beinrahmen stützt das Kopfteil, wenn die Rückenlehne flach liegt. Ohne diese Kopfstütze würde die Rückenlehne im flachen Zustand zu weit frei auskragen und könnte bei Belastung beschädigt werden.
Kann ich die Rückenlehne auch ohne Rasterbeschläge bauen?
Möglich wäre eine Holzstütze mit Rastleiste, sie ist aber aufwendiger und muss sehr genau gebaut werden. Für eine einfache, sichere und gut nachbaubare Sonnenliege sind fertige Rückenlehnen-Rasterbeschläge die praktischere Lösung.
Wie verhindere ich, dass die Beine einklappen?
Jeder Beinrahmen bekommt links und rechts eine Feststellstrebe. Diese Streben halten die Beine in geöffneter Position. Ohne Feststellstreben darf die Liege nicht benutzt werden, weil die Klappbeine sonst bei Belastung nach innen schlagen können.
Wie hoch wird die fertige Liege?
Mit 300 mm langen Klappbeinen, 70 mm Rahmenhöhe und 20 mm Lattenstärke ergibt sich je nach Beinwinkel eine Liegehöhe von etwa 340 bis 360 mm. Das ist niedrig genug für eine Sonnenliege und hoch genug, um bequem aufzustehen.
Muss ich die Latten verleimen?
Nein. Die Latten werden nur verschraubt. Das ist sinnvoll, weil einzelne Latten später leichter ausgetauscht werden können. Wichtig ist aber, jede Latte vorzubohren und die Schraubenköpfe sauber zu versenken.
Kann ich eine Auflage auf der Sonnenliege verwenden?
Ja, eine dünne oder mitteldicke Gartenliegenauflage passt sehr gut. Durch die Lattenabstände kann Feuchtigkeit abtrocknen. Die Schraubenköpfe müssen trotzdem versenkt sein, damit sie die Auflage nicht beschädigen.
Wie schwer wird die Sonnenliege ungefähr?
Je nach Holzart und Restfeuchte wiegt sie ungefähr 18 bis 25 kg. Lärche und Douglasie liegen meist in diesem Bereich. Wenn du breiter oder mit stärkeren Rahmenhölzern baust, steigt das Gewicht entsprechend.
Kann ich Rollen an der Sonnenliege montieren?
Ja, aber dann sollte nur ein Beinrahmen am Fußende Rollen bekommen, während die anderen Beine normale Gummifüße behalten. Die Rollen müssen für Außenbereiche geeignet sein und sicher verschraubt werden. Bei dieser Grundanleitung werden keine Rollen verwendet, damit die Konstruktion einfach und stabil bleibt.
Was mache ich, wenn die Rückenlehne beim Verstellen klemmt?
Prüfe zuerst, ob beide Rasterbeschläge exakt gleich montiert sind. Danach kontrollierst du den Scharnierspalt von etwa 5 mm. Wenn Holz an Holz reibt, schleife die Stelle leicht nach. Beschläge sollten nicht mit Gewalt bewegt werden.
Wie oft muss die Sonnenliege nachgeölt werden?
Bei normaler Gartennutzung reicht meist einmal pro Jahr. Steht die Liege dauerhaft in Sonne und Regen, kann ein zweiter dünner Pflegeauftrag während der Saison sinnvoll sein. Spätestens wenn Wasser nicht mehr abperlt und das Holz rau wird, sollte nachgeölt werden.

